Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

ETH Zürich und EPFL vertiefen Zusammenarbeit für die KI in der Schweiz

Die ETH Zürich und die EPF Lausanne (EPFL) intensivieren die Zusammenarbeit in der künstlichen Intelligenz (KI). Sie haben das Schweizerische Nationale Institut für KI (SNAI) gegründet, um die Herausforderungen der KI mit ihrer breiten Expertise anzugehen.
© (Quelle: ETHZ)

Die ETH Zürich und die EPFL verstärken ihr Engagement, die Schweizer KI-Forschung international an die Spitze zu bringen. Mit der Zustimmung der Schulleitungen der ETH Zürich und der EPFL ist ein neues Institut gegründet worden: Das Swiss National AI Institute (SNAI). SNAI verfolgt eine nationale Perspektive für KI-basierte Bildung, Forschung und Innovation.

Im Rahmen der koordinierten Aktivitäten wird SNAI auf Transparenz, Open Source und Vertrauenswürdigkeit setzen. Dabei baut das neue Institut auf die Expertise verschiedener KI-Forschungsdisziplinen auf sowie auf die beiden bestehenden AI Centers der ETH und der EPFL.

SNAI wird die Umsetzung der Schweizer KI-Initiative unterstützen, deren Finanzierung seit Kurzem gesichert ist: Der ETH-Rat, das strategische Führungs- und Aufsichtsorgan des ETH-Bereichs, hat beschlossen, 20 Millionen Franken zuhanden der Schweizer KI-Initiative für die Jahre 2025-2028 bereitzustellen. Zusätzlich zur Finanzierung durch den ETH-Rat werden SNAI und seine Projekte durch Beiträge der ETH Zürich und der EPFL sowie durch Drittmittel finanziert.

Eine GenAI aus der Schweiz

SNAI und die Schweizer KI eröffnen die Chance, nicht nur den nationalen digitalen Wandel zu beschleunigen, sondern auch zur globalen Entwicklung dieses aufstrebenden Bereichs beizutragen, indem grosse Sprachmodelle mit über 50 Milliarden Parametern erstellt werden. Die Entwicklung solch fortschrittlicher Modelle erfordert den Zugang zu hochentwickelten, leistungsstarken Supercomputern und spezialisierter KI-Expertise.

Durch die Integration in das ETH AI Center und das externe SeiteEPFL AI Center wird das neue Institut von Anfang an von der Expertise von über 70 auf KI fokussierten Professuren aus der ganzen Schweiz profitieren. Gemeinsam werden sie das erste nationale, schweizerische Basismodell für Sprachen sowie weitere Basismodelle zur Unterstützung ihrer Forschungsziele entwickeln. Das Modell wird sich an Schweizer Werten wie Vertrauenswürdigkeit, Open Source und Transparenz orientieren und auf die Bedürfnisse von Schweizer Bezugsgruppen zugeschnitten sein.

Schätzungen zufolge verfügen derzeit auf der ganzen Welt nur wenige hundert Personen über das erforderliche KI-Fachwissen, um sehr grosse Basismodelle zu entwickeln. Deshalb wird sich SNAI nicht nur auf die Forschung, sondern auch auf die Ausbildung von KI-Spezialist:innen für Hochschulen und Industrie konzentrieren, um so den Talentpool zu vergrössern, was auch der heimischen Wirtschaft zugutekommen wird.

Starkes, langfristiges Engagement für KI in der Schweiz

SNAI nimmt den Impuls der Schweizer KI-Initiative auf und beschleunigt deren Umsetzung. Diese Forschungsinitiative wurde im Dezember 2023 von den beiden Hochschulen gemeinsam lanciert. Sie umfasst Forschende aus über zehn wissenschaftlichen Institutionen der ganzen Schweiz.

Sie wurde mit einer Rechenleistung von 10'000'000 GPU-Stunden ausgestattet, um grosse KI-Basismodelle zu entwickeln, die die Grundlage der modernen GenAI bilden. Diese Modelle werden in Kernbereichen der Schweizer Gesellschaft wie Gesundheitswesen, Nachhaltigkeit, Wissenschaft, Bildung, Robotik und Augmented Reality eingesetzt. In Zukunft wird die Schweizer KI-Initiative vom SNAI betrieben.

Dementsprechend werden die Forscherinnen und Forscher ihre Modelle, wann immer möglich als Open Source zur Verfügung stellen, damit KMU und Start-ups sie nutzen können. Mit dem starken Fokus auf quelloffene und fachspezifische Basismodelle verfolgt SNAI die Vision, die Schweizer  KI international an der Spitze zu positionieren, wenn es um ethische und rechtliche Standards, Transparenz und Vertrauenswürdigkeit geht.

Schlanke Management- und Organisationsstrukturen

Um die Organisations- und Managementstrukturen schlank zu halten, wird SNAI von der ETH Zürich und der EPFL gemeinsam geleitet. Aufsichts-, Management- und Forschungsgremien sind zu gleichen Teilen mit Forschenden beider Institutionen besetzt, einschliesslich der Leitungsgremien der jeweiligen AI Centers.  Das operative Management wird von Alexander Ilic, Geschäftsführer des ETH AI Centers, und Scarlet Schwiderski-Grosche, Geschäftsführerin des EPFL AI Centers, geleitet, die als Executive Co-Directors von SNAI wirken werden.

Die Kraft von KI, Supercomputer und Datenwissenschaft

In der Entwicklungsphase von SNAI wurde gezielt dessen Zusammenarbeit mit dem Swiss National Supercomputing Centre (CSCS), das die schweizerische Infrastruktur für Hochleistungsrechner und Datenforschung, «Alps,» entwickelt und betreibt, und dem Swiss Data Science Center (SDSC) aufgebaut. Alle Zentren werden eng miteinander verbunden sein, da KI datenwissenschaftliche Methoden einsetzt und die leistungsstarke Infrastruktur von Hochleistungsrechnern benötigt. Über SNAI hinaus werden alle Zentren auch ihre eigenen lokalen Programme und Aktivitäten weiterführen.

Kommentare

Künstliche Intelligenz Wissenschaft Forschung KI & Trends
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

AI Frontier Hackathon
Neurodiverse IT-Lernende entwickeln bei Microsoft eigene KI-Agenten
Über 40 neurodiverse IT-Lernende und Ausbildner, darunter Lernende im Autismus-Spektrum und mit ADHS, entwickelten beim AI Frontier Hackathon von Kauz Informatik Medien AG und Microsoft Schweiz eigene KI-Agenten.
3 Minuten
21. Jun 2026
Vernehmlassung
Angepasste Unternehmensabgabe für Radio und TV
Der Bundesrat will das Tarifmodell der Unternehmensabgabe für Radio und Fernsehen anpassen und damit einen Entscheid des Bundesgerichts umsetzen. Die Vernehmlassung zur Teilrevision der Radio- und Fernsehverordnung wird am 23. Juni 2026 eröffnet.
2 Minuten
19. Jun 2026
Die besten PCtipp-Artikel aus der Kalenderwoche 24
In der Kalenderwoche 24 vom 08. bis zum 14. Juni 2026 standen die Artikel «Ubuntu 26.04 LTS ist da!» und «Mini-Cup-Game in der Google-Suche spielen» ganz oben in der Gunst unserer Leserschaft.  
2 Minuten
19. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

NFC-Angriffe auf Android verdreifacht
Cyberkriminelle nutzen zunehmend NFC-Technologie, um Bankdaten von Android-Nutzern zu stehlen. Die Angriffszahlen sind in wenigen Monaten dramatisch gestiegen.
2 Minuten
28. Mai 2026
Radios können Gesuche einreichen
BAKOM publiziert UKW-Frequenzen
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat am 28. Mai 2026 die Frequenzpakete für die Verbreitung von UKW publiziert.
2 Minuten
29. Mai 2026
Viele Mobilfunk-Anbieter senken Roaming-Preise
Die Sommerferien stehen vor der Tür. Daher hat der Online-Vergleichsdienst moneyland.ch die Kosten für die Nutzung des Smartphones im Ausland analysiert.
6 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare