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Fairphone 6: Nachhaltiges Smartphone mit neuer Zubehör-Architektur

Fairphone bringt mit dem sechsten Modell seiner Smartphone-Reihe neue Funktionen für mehr Nutzungsfreiheit. Neben besserer Hardware gibt es nun auch ein Zubehörsystem und einen Schalter für den Minimalmodus.

Das Fairphone 6 bleibt modular: Rückseite und Kamera sind mit Schrauben fixiert und lassen sich vom Nutzer selbst austauschen oder erweitern.

© (Quelle: Fairphone)

Fairphone hat in Amsterdam die sechste Generation seines modularen Smartphones vorgestellt. Während das Grundprinzip – selbst austauschbare Komponenten für mehr Nachhaltigkeit und Reparierbarkeit – erhalten bleibt, führt das Fairphone 6 mehrere neue Funktionen ein, die über das bisherige Konzept hinausgehen.

Das Gerät verfügt über ein 6,3 Zoll grosses LTPO-OLED-Display mit 120 Hertz, Gorilla Glass 7i, ein 50-Megapixel-Kamerasystem (Sony Lytia 700C) sowie den Snapdragon 7s Gen 3-Prozessor. Der Akku ist wie gewohnt austauschbar und soll laut Hersteller eine Laufzeit von bis zu zwei Tagen erreichen. Die Garantie beträgt fünf Jahre, Software-Updates sind bis mindestens 2033 zugesichert.

Neu ist die Möglichkeit, Zubehör wie Fingerschlaufen, Kartenhalter oder Schlüsselbänder direkt am Gehäuse anzubringen. Eine überarbeitete Rückabdeckung mit zwei Schrauben erlaubt den schnellen Wechsel dieser Erweiterungen. Damit baut Fairphone sein bisher auf Kernkomponenten beschränktes Baukastenprinzip erstmals um zusätzliche Hardwareelemente aus.

Moments-Modus für mehr digitale Zurückhaltung

Ebenfalls neu ist der sogenannte „Fairphone Moments“-Modus. Ein physischer Schalter an der Seite des Geräts aktiviert einen stark reduzierten Betriebsmodus. Nutzer können so gezielt Ablenkungen vermeiden, etwa bei der Arbeit, in der Freizeit oder zur besseren Fokussierung. Der Standard-Smartphone-Modus bleibt mit einem Handgriff wiederherstellbar.

Wie bei den Vorgängermodellen liegt der Fokus auf Langlebigkeit, fairen Arbeitsbedingungen in der Lieferkette und der Verwendung recycelter oder fair gewonnener Materialien. Insgesamt sind zwölf Komponenten mit einem handelsüblichen Schraubendreher austauschbar – darunter Display, Kamera, Akku und USB-Modul. Das Gerät ist gemäss IP55 gegen Staub und Spritzwasser geschützt und wurde laut Hersteller erfolgreich auf Fallfestigkeit nach Militärstandard getestet.

Das Fairphone 6 ist rund neun Prozent leichter als der Vorgänger und kommt mit einem grösseren Softpack-Akku, der ebenfalls mit wenigen Handgriffen austauschbar ist. Preise und ein konkreter Marktstart wurden bei der Präsentation in Amsterdam noch nicht genannt.

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