Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Frist für Widerspruch gegen Meta läuft ab

Wer verhindern will, dass Meta seine persönlichen Daten für KI nutzt, muss aktiv widersprechen. Die Frist endet am Montag. Wir zeigen, wie es geht.
© (Quelle: rafapress/Shutterstock)

Wofür braucht Meta die Daten?

Meta will seine KI-Modelle, wie den Chatbot Meta AI in WhatsApp oder das Sprachmodell Llama, das über Microsofts Azure AI verfügbar ist, mit umfangreichen Daten trainieren, um deren Leistung zu verbessern.

Welche Daten will Meta verwenden?

Meta nutzt öffentlich zugängliche Informationen von Facebook- und Instagram-Profilen, darunter Posts, Fotos, Videos, Kommentare und Likes. Dies betrifft Inhalte, die nicht durch Privatsphäre-Einstellungen geschützt sind. Laut Meta werden nur Daten von Volljährigen verwendet.

Ist das rechtlich zulässig?

Die Datenschutzorganisation Noyb sieht einen Verstoss gegen EU-Recht, da Meta keine explizite Zustimmung der Nutzer einholt, sondern nur ein Widerspruchsrecht gewährt. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen scheiterte mit einem Eilantrag beim Oberlandesgericht Köln, das keinen Verstoss gegen EU-Recht feststellte, gestützt auf die Einschätzung der irischen Datenschutzbehörde.

Warum ist die Datennutzung umstritten?

Unklar ist, wie Meta die Daten genau verwendet und ob persönliche Daten in der KI geschützt werden können. Besonders problematisch: Modelle wie Llama sind Open Source, was ein nachträgliches Entfernen oder Aktualisieren von Daten erschwert, so Noyb.

Kann ich später widersprechen?

Meta erlaubt Widersprüche auch nach der Frist, doch bereits in die KI eingeflossene Daten können nicht mehr entfernt werden. Laut Noyb verstösst dies gegen das EU-Recht auf Vergessenwerden, da eine nachträgliche Löschung technisch kaum möglich ist.

Wie widerspreche ich der Datennutzung?

Meta stellt ein Widerspruchsformular für Facebook und Instagram bereit, das keine Begründung erfordert. In den Apps ist es im „Privacy Center“ (Instagram) oder unter „Datenschutzrichtlinien“ (Facebook) zu finden. Nutzt man für beide Plattformen dieselbe E-Mail-Adresse, reicht ein Formular aus.Es soll nicht ganz so einfach sein, dieses Formular zu finden.

Eine ausführliche Anleitung zum Widerspruch ist hier zu finden

https://www.verbraucherzentrale.de/aktuelle-meldungen/digitale-welt/meta-ai-bei-facebook-instagram-und-whatsapp-so-widersprechen-sie-95646

Kommentare

Datenschutz WhatsApp Instagram Künstliche Intelligenz Facebook Internet & Sicherheit Smartphone & Apps KI & Trends
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Gartner nennt die zehn wichtigsten Technologietrends für 2027
Das Analystenhaus Gartner hat die zehn bedeutendsten strategischen Technologietrends für 2027 vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen spezialisierte KI-Modelle, die Kontrolle autonomer KI-Agenten und digitale Souveränität.
3 Minuten
Adobe integriert lizenzierte Musik von UMG und WMG in Premiere Mobile
Adobe erweitert Premiere Mobile um lizenzierte Musik: In Zusammenarbeit mit der Universal Music Group (UMG) und der Warner Music Group (WMG) stellt das Unternehmen Creatorn künftig eine Auswahl an Musikclips bekannter Künstler direkt in der App zur Verfügung.
2 Minuten
TWINT Rechnung für einfacheres digitales Bezahlen lanciert
Mit TWINT Rechnung können Kunden QR-Rechnungen ab sofort direkt mit der TWINT App bezahlen und den Zahlungstermin innerhalb der Zahlungsfrist selbst bestimmen.
3 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Der Zenit für Gamer, Cosplayer und Fans von Star Wars
Fantasy Basel 2024: der grosse Rückblick
Sie war auch dieses Jahr die wichtigste Messe für Gamer, Cosplayer oder einfach für alle, die galaktische und fantastische Geschichten lieben. PCtipp hat die coolsten Bilder auf der Fantasy Basel 2024, der grössten Schweizer Comic Con, gesammelt.
3 Minuten
13. Mai 2024
Kritische Schwachstellen in PHP - Sicherheitsupdates sofort einspielen
Zwei kritische Schwachstellen in PHP können Angreifern ermöglichen, ohne Anmeldung Schadcode auf betroffenen Servern auszuführen. Sicherheitsupdates sind jetzt verfügbar. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) empfiehlt, betroffene Systeme unverzüglich zu aktualisieren.
2 Minuten
21. Okt 2026
Sprachbarrieren überwinden
Alertswiss informiert, warnt und alarmiert neu auch in Leichter Sprache
Hunderttausenden Menschen in der Schweiz fällt das Lesen schwer. Informationen, Warnungen und Alarmmeldungen müssen aber auch für sie verständlich sein. Deshalb bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) Meldungen in der Alertswiss-App neu auch in Leichter Sprache an.
4 Minuten
21. Okt 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare