Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Gedruckter Schutz für empfindliche Elektronik

Blitzartige Entladungen dank Lawrence Livermore National Laboratory ohne negative Folgen. Dies dank Doppelschutz.

Elektrostatische Entladung: kann verheerend sein

© (Quelle: Ryan Goldsberry und Adam Connell, llnl.gov)

Gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen Forscher des Lawrence Livermore National Laboratory mit einem neuartigen 3D-Druckverfahren. Sie schützen empfindliche Elektronik sowohl vor mechanischen Schäden, etwa durch Schläge mit einem Hammer, als auch vor solchen, die durch elektromagnetische Strahlung und elektrostatische Entladungen entstehen.

Schaltkreise effektiv schützen

In der Chemie- und Elektronikindustrie werden integrierte Schaltkreise oft aus diesem Grund zerstört. Die "Blitze" gehen von elektrostatisch aufgeladenen Objekten aus, etwa von menschlichen Fingern. Die Forscher verpacken die empfindliche Elektronik in elastomeren Silikonschäumen, die sie direkt aufdrucken. Die "Druckertinte" besteht aus Silikonharz, das Kohlenstoffnanoröhrchen und sogenannte rheologische Modifikatoren (Verdickungsmittel) enthält, die es ermöglichen, die schützende Tinte zu drucken. Ausserdem sorgen sie für genau definierte Porengrössen, die den mechanischen Schutz sicherstellen.

Die leitfähigen Nanoröhrchen sind dazu da, Strahlung und elektrostatische Entladungen abzuwehren. Dieser Schutz ist für Spezialgeräte gedacht, die beispielsweise in der Medizin, in der Robotik und in anderen Bereichen eingesetzt werden. Der 3D-Druck ist eine sich schnell verbreitende Fertigungsmethode, die die Herstellung von zellularen Schäumen mit anpassbaren Poren ermöglicht, um mechanische Druckeigenschaften zu erzielen, die so angepasst werden, dass eine dauerhafte Verformung durch gleichmässige Verteilung der Spannung in der gesamten gedruckten Architektur minimiert wird, sodass die darunter befindliche Elektronik nicht beeinträchtigt wird.

Paste schichtweise aufgetragen

Zusätzlich zur präzisen Steuerung der Druckarchitektur eignet sich der 3D-Druck für Harze, deren Eigenschaften präzise gesteuert werden können. Eingesetzt wird das direkte Tintenstrahldrucken, das sich für viele Materialien eignet, darunter wie in diesem Fall für Silikonharze. Es handelt sich um ein Extrusionsverfahren, bei dem eine Paste mit kontrollierten rheologischen Eigenschaften (Elastizität, Plastizität und Viskosität) schichtweise aufgetragen wird, sodass dreidimensionale Strukturen entstehen. (pressetext.com)

Kommentare

Forschung Sicherheit Internet & Sicherheit
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Video-Tipps
So faszinierende Videos drehen
Video ist das Leitmedium unserer Zeit. Allerdings ist die Produktion guter Inhalte gar nicht so simpel. Wir zeigen Ihnen einige effiziente, aber einfache Tricks, mit denen Sie Videos besser filmen und bearbeiten.
11 Minuten
Adobe integriert lizenzierte Musik von UMG und WMG in Premiere Mobile
Adobe erweitert Premiere Mobile um lizenzierte Musik: In Zusammenarbeit mit der Universal Music Group (UMG) und der Warner Music Group (WMG) stellt das Unternehmen Creatorn künftig eine Auswahl an Musikclips bekannter Künstler direkt in der App zur Verfügung.
2 Minuten
Gartner nennt die zehn wichtigsten Technologietrends für 2027
Das Analystenhaus Gartner hat die zehn bedeutendsten strategischen Technologietrends für 2027 vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen spezialisierte KI-Modelle, die Kontrolle autonomer KI-Agenten und digitale Souveränität.
3 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Der Zenit für Gamer, Cosplayer und Fans von Star Wars
Fantasy Basel 2024: der grosse Rückblick
Sie war auch dieses Jahr die wichtigste Messe für Gamer, Cosplayer oder einfach für alle, die galaktische und fantastische Geschichten lieben. PCtipp hat die coolsten Bilder auf der Fantasy Basel 2024, der grössten Schweizer Comic Con, gesammelt.
3 Minuten
13. Mai 2024
Kritische Schwachstellen in PHP - Sicherheitsupdates sofort einspielen
Zwei kritische Schwachstellen in PHP können Angreifern ermöglichen, ohne Anmeldung Schadcode auf betroffenen Servern auszuführen. Sicherheitsupdates sind jetzt verfügbar. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) empfiehlt, betroffene Systeme unverzüglich zu aktualisieren.
2 Minuten
21. Okt 2026
Sprachbarrieren überwinden
Alertswiss informiert, warnt und alarmiert neu auch in Leichter Sprache
Hunderttausenden Menschen in der Schweiz fällt das Lesen schwer. Informationen, Warnungen und Alarmmeldungen müssen aber auch für sie verständlich sein. Deshalb bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) Meldungen in der Alertswiss-App neu auch in Leichter Sprache an.
4 Minuten
21. Okt 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare