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Lesedauer 2 Min.

Gehäusevibrationen verraten Handy-Gespräche

Forscher der Pennsylvania State University hören Handy-Gespräche über ein radargestütztes Gerät mit, das die Vibrationen, die durch die Dialoge auf dem Gehäuse des Mobilfunkgeräts entstehen, auffängt und mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) dechiffriert.
© (Quelle: pexels @cottonbro)

Das Verfahren funktioniert den Experten nach bis zu einer Entfernung von drei Metern. Bisher lassen sich 60 Prozent der gesprochenen Wörter korrekt erfassen, heisst es.

Vibrationen entschlüsselbar

"Wenn wir ein Mobiltelefon nutzen, denken wir nicht an die Vibrationen, die durch den Lautsprecher auf das Gehäuse übertragen werden. Doch wir können diese Vibrationen mit Fernradargeräten erfassen und entschlüsseln", sagt Forscher Suryoday Basak. Der Doktorand und sein Betreuer Mahanth Gowda verwenden einen Millimeterwellen-Radarsensor, wie er in selbstfahrenden Autos, Bewegungsmeldern und 5G-Mobilfunknetzen eingesetzt wird.

Die Experten haben das Gerät so verkleinert, dass es in Alltagsgegenstände wie Stifte passt. Das dient laut den Fachleuten ausschliesslich zu Forschungszwecken. Sie wollen herausfinden, was Spionen, Sicherheitskräften wie Geheimdiensten, aber auch böswilligen Akteuren anstellen können. Mit "Whisper", einem offenen, gross angelegten Spracherkennungsmodell auf KI-Basis, haben die Forscher die Schwingungen in Sprache umgewandelt.

Vom Lippenlesen als Vergleich

Die Wissenschaftler wollen künftig eine bessere Erkennungsquote als 60 Prozent erreichen. "Aber selbst das Erkennen von Teilen der Sprache, etwa von Schlüsselwörtern, ist im Sicherheitskontext nützlich", meint Basak. Er vergleicht die Fähigkeiten des Modells mit dem Erkennen von Wörtern anhand von Lippenbewegungen, das eine Trefferquote von 40 Prozent hat. Trotzdem gelingt es ihnen, weit mehr Wörter zu verstehen, weil sie sie aus dem Zusammenhang erraten. (pressetext.com)

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