Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Günstige Elektroden bringen bessere Leistung

Grüner Wasserstoff wird dank Verfahren im Rahmen des EU-Projekts "Anemel" konkurrenzfähig.

Electrolyser cell to test the newest hydrogen evolution reaction catalyst.

© (Quelle: Ariana Serban, Anemel)

Mit Kathoden, die statt teurer Edelmetalle aus der Platin-Gruppe die häufig vorkommenden und damit preiswerten Elementen Nickel und Molybdän enthalten, soll die Wasserstofferzeugung per Elektrolyse entscheidend verbilligt werden. Die Nutzung dieser Metalle ist zwar nicht neu, doch Forschern aus neun EU-Ländern, der Schweiz und Grossbritannien ist es im Rahmen des EU-Projekts "Anemel" gelungen, die daraus hergestellten Elektroden so effektiv zu machen wie die mit Edelmetallen.

Durchbruch mit Galvanisierung

Mit den gleichen Materialien haben es schon andere Forscher versucht, wenn auch mit mässigem Erfolg. Die Effektivität, also die Geschwindigkeit der Wasserspaltung, war geringer als bei Edelmetall-Elektroden, und die Stabilität reichte nicht aus. Die Anemel-Forscher haben die Elektroden auf galvanischem Weg hergestellt. Dabei wird die leitende Unterlage, auf der der Katalysator heranwachsen soll, in eine Flüssigkeit getaucht, in der sich Ionen der ausgewählten Metalle befinden, also Atome, denen mindestens ein Elektron fehlt. Diese sind elektrisch geladen, sodass sie von einem elektrischen Feld bewegt werden können.

Es wird so gewählt, dass die Ionen in Richtung Unterlage beschleunigt werden und sich darauf absetzen. Nach und nach entsteht so eine katalytisch wirksame Schicht. Wie sich die Ionen dort anordnen ist entscheidend für die Effektivität der Legierung. Das lässt sich unter anderem durch die Stärke des elektrischen Feldes beeinflussen. Die Forscher haben Parameter wie Stromstärke und Ionenkonzentration verändert, bis sich die Schicht so aufbaute, dass sie die Wasserspaltung und damit die Wasserstoffproduktion am besten unterstützte. Als Unterlage, Substrat, wählten die Forscher Kohlepapier, das elektrisch leitfähig ist.

Langlebiger als Platinelektroden

Die Leistung ist etwa ebenso gut wie die von Platinkatalysatoren und übertreffen diese sogar bei der Stabilität, bestätigen die Forscher. Das bedeutet, dass sich die Austauschintervalle grösser wählen lassen, die Stillstandszeiten, die die Gesamteffektivität reduzieren, also abnehmen. "Diese Elektroden bringen uns der grosstechnischen Produktion von konkurrenzfähigem grünem Wasserstoff einen Schritt näher", sagt Ariana Serban, Doktorandin der Elektrochemie beim Schweizer Anemel-Partner, der Eidgenössischen Technische Hochschule Lausanne, die die Entwicklung wesentlich beeinflusst hat. (pressetext.com)

Kommentare

Forschung Nachhaltigkeit
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Gartner nennt die zehn wichtigsten Technologietrends für 2027
Das Analystenhaus Gartner hat die zehn bedeutendsten strategischen Technologietrends für 2027 vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen spezialisierte KI-Modelle, die Kontrolle autonomer KI-Agenten und digitale Souveränität.
3 Minuten
TWINT Rechnung für einfacheres digitales Bezahlen lanciert
Mit TWINT Rechnung können Kunden QR-Rechnungen ab sofort direkt mit der TWINT App bezahlen und den Zahlungstermin innerhalb der Zahlungsfrist selbst bestimmen.
3 Minuten
Video-Tipps
So faszinierende Videos drehen
Video ist das Leitmedium unserer Zeit. Allerdings ist die Produktion guter Inhalte gar nicht so simpel. Wir zeigen Ihnen einige effiziente, aber einfache Tricks, mit denen Sie Videos besser filmen und bearbeiten.
11 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Der Zenit für Gamer, Cosplayer und Fans von Star Wars
Fantasy Basel 2024: der grosse Rückblick
Sie war auch dieses Jahr die wichtigste Messe für Gamer, Cosplayer oder einfach für alle, die galaktische und fantastische Geschichten lieben. PCtipp hat die coolsten Bilder auf der Fantasy Basel 2024, der grössten Schweizer Comic Con, gesammelt.
3 Minuten
13. Mai 2024
Kritische Schwachstellen in PHP - Sicherheitsupdates sofort einspielen
Zwei kritische Schwachstellen in PHP können Angreifern ermöglichen, ohne Anmeldung Schadcode auf betroffenen Servern auszuführen. Sicherheitsupdates sind jetzt verfügbar. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) empfiehlt, betroffene Systeme unverzüglich zu aktualisieren.
2 Minuten
21. Okt 2026
Sprachbarrieren überwinden
Alertswiss informiert, warnt und alarmiert neu auch in Leichter Sprache
Hunderttausenden Menschen in der Schweiz fällt das Lesen schwer. Informationen, Warnungen und Alarmmeldungen müssen aber auch für sie verständlich sein. Deshalb bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) Meldungen in der Alertswiss-App neu auch in Leichter Sprache an.
4 Minuten
21. Okt 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare