Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

KI erkennt die Quelle von Lärm künftig präzise

Akustikexperten um Femke B. Gelderblom vom norwegischen Forschungszentrum SINTEF haben mit "NoiseTag" ein KI-basiertes Mikrofon entwickelt.
© (Quelle: Norsonic)

"Die KI-Analyse von Schall ist im Vergleich zu dem, was KI mit Bildern oder Text leisten kann, noch recht unterentwickelt. Zu erkennen, dass ein bestimmtes Geräusch aus derselben Quelle stammt wie ein ähnliches Geräusch, das in grösserer Entfernung entsteht, kann ein KI-Modell schnell überfordern", so die Fachfrau.

Fremdlärm sicher erkennen

Die Wissenschaftler haben gemeinsam an einem Forschungsprojekt mit Norsonic gearbeitet. Das ebenfalls in Norwegen ansässige Unternehmen stellt Geräte zur Messung von Geräuschen und Schwingungen her. Das Ergebnis ist ein völlig neues Gerät. Bisher müssen Geräusche, die eine Messung verfälschen, wie etwa Motorradlärm, aus der Messung eliminiert werden, indem Menschen sich die Aufnahmen anhören.

Das übernimmt jetzt NoiseTag. "Wir haben das System so trainiert, dass es Fremdgeräusche selbstständig eliminiert", sagt Norsonic-Softwareingenieur Karl Henrik Ejdfors. Er hat der KI potenzielle Fremdgeräusche wie Motorradlärm oder Möwenschreie präsentiert und wies die KI an, diese bei der Geräuscherfassung nicht zu berücksichtigen.

Lärm-KI wird immer besser

"Bei der Geräuschüberwachung ist es entscheidend zu unterscheiden, was relevanter Lärm ist und was nicht. Ein Bauprojekt befindet sich sehr oft neben einer Hauptstrasse. Die Strasse ist laut, aber das bedeutet natürlich nicht, dass die Baumaschinen zu viel Lärm machen. Das können wir künftig berücksichtigen ohne dass wir die Aufnahmen abhören", so Gelderblom. Das Gerät ist gerade auf den Markt gebracht worden und soll durch selbstständiges Lernen immer besser werden. (pressetext.com)

Kommentare

Forschung
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Echtzeittext - Bundesrat schafft Grundlage für neue Notruffunktion
Der Bundesrat hat mehrere Verordnungen angepasst, um ein sicheres Notrufsystem zu fördern. In Zukunft können Menschen in Notlage die Notdienste von Polizei, Feuerwehr und Sanität per Echtzeittext auf den Smartphones auch schriftlich erreichen. 
3 Minuten
Stromverbrauch und Effizienzpotenziale von Rechenzentren in der Schweiz
2024 betrug der Stromverbrauch der Rechenzentren in der Schweiz 2,1 TWh, was ungefähr 3,6 Prozent des Gesamtverbrauchs entspricht. Bis 2030 wird ein Anstieg des Stromverbrauchs der inländischen Rechenzentren auf 2,5 bis 3,2 TWh erwartet. 
3 Minuten
Honor: Neue Oberklasse mit zwei Modellen der 600-Serie
Die neuen Honor-Smartphones 600 und 600 Pro sollen in der Oberklasse mit schnellen Snapdragon-Prozessoren und umfangreichen KI-Funktionen der Kameras punkten.
3 Minuten
6. Mai 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Publireportage
Ist öffentliches WLAN sicher? Das solltest du wissen
Öffentliche WLAN-Netze sind überall: in Flughäfen, Hotels, Bibliotheken, Einkaufszentren und vielen anderen Orten. Sich schnell und kostenlos mit dem Internet zu verbinden, war noch nie so einfach. Doch so praktisch diese Netzwerke auch sind – für Cyberkriminelle sind sie ein echtes Einfallstor.
3 Minuten
Vergabe der UKW-Konzessionen für Radios 2027 bis 2034
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat das Verfahren für die Vergabe der UKW-Funkkonzessionen zur Verbreitung von Radioprogrammen ab 2027 festgelegt. Die SRG und Privatradios mit Leistungsauftrag können auf Gesuch hin ihre bisherigen Frequenzen weiter nutzen. SRG vor UKW-Rückkehr?
3 Minuten
21. Apr 2026
Lederarmbänder werden zu Stromspeichern
Forscher der Jilin-Universität machen aus ledernen Jacken, Trachtenhosen und Uhrarmbändern Batterien. Dabei bleibt ihre ursprüngliche Funktion erhalten.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare