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Lesedauer 2 Min.

Laserkanone lässt Raketen und Drohnen erblinden

Das neu entwickelte Laserwaffensystem YILDIRIM 100 des türkischen Tech-Unternehmens ASELSAN braucht neben den Anschaffungskosten nur ein wenig Strom.
© (Quelle: ASELSAN)

Der Preis dürfte deutlich unter dem eines Patriot-Systems liegen, das wenigsten 325 Mio. Dollar kosten soll und zudem für jeden Schuss auf feindliche Raketen vier Mio. Dollar veranschlagt. Die neue Abwehrwaffe mit dem Kürzel DIRCM (Directed Infrared Countermeasure bzw. Gezielte Infrarot-Gegenmassnahme) zerstört Raketen und Drohnen allerdings nicht, sondern blendet sie nur, so dass diese ihr Ziel verfehlen.

Schutz für Flugzeuge und Schiffe

Dadurch kann es passieren, dass Raketen oder Drohnen an einer nicht vorhersehbaren Stelle am Boden einschlagen und in anderer Weise Schaden anrichten als ursprünglich geplant. Bei Raketenangriffen auf Flugzeuge und Schiffe hingegen schafft es YILDIRIM 100 durch die Blendung, dass Raketen ihr Ziel verfehlen, in den Weiten der Atmosphäre verschwinden oder ins Meer stürzen. Dass diese dabei noch Schaden anrichten, ist unwahrscheinlich.

Das System besteht aus einem radarbasierten Sucher, der anfliegende Raketen aufspürt. Er teilt seine Erkenntnisse dem Laser mit, der den Angreifer mit Lichtgeschwindigkeit attackiert. Der Strahl ist zwar nicht so stark, dass er die Rakete beschädigen kann. Für die Zerstörung der empfindlichen Sensoren an Bord reicht es jedoch allemal. Die Rakete wird quasi blind - kann also das Ziel, das sich meist durch Motorwärme verrät, nicht mehr anvisieren. Der Prozess läuft automatisch ab.

Mehrere Ziele im Visier

YILDIRIM 100 kann mehrere anfliegende Raketen gleichzeitig bekämpfen. Dazu muss das System lediglich kleine Bewegungen machen, die nur Sekunden benötigen. Der Laserstrahl steht sogar unterbrechungsfrei zur Verfügung. Bei einem Test gelang es bereits, mehrere Raketen abzufangen, die ihr Ziel mit Hilfe von Infrarotsensoren suchten. (pressetext.com)

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Forschung Drohnen
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