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Satelliten schliessen Lücken im Telekom-Netz

Die Telekom erweitert ihr Portfolio um Satellitenkonnektivität. Gemeinsam mit Iridium soll die Abdeckung für vernetzte Geräte künftig auch dort funktionieren, wo Mobilfunknetze an ihre Grenzen stossen.

Das Satellitennetz von Iridium besteht aus 66 erdnahen Satelliten und soll künftig auch direkt mit Telekom-Geräten kommunizieren

© (Quelle: Iridium)

Die Deutsche Telekom setzt bei der Vernetzung von Maschinen und Sensoren künftig auch auf Satelliten. Dafür hat der Konzern einen Vertrag mit dem US-Betreiber Iridium geschlossen, der seit den 1990er-Jahren ein weltweites Netz aus erdnahen Satelliten (Low Earth Orbit, LEO) betreibt. Ziel ist es, Geräte auch ausserhalb der Reichweite klassischer Mobilfunkmasten anzubinden – etwa in der Schifffahrt, in abgelegenen Industrieanlagen oder im Energiesektor.

Technisch basiert die Kooperation auf dem sogenannten Direct-to-Device-Ansatz. Dabei greifen die Endgeräte automatisch auf terrestrische Netze zu, solange diese verfügbar sind. Fehlt die Abdeckung, übernimmt ein Iridium-Satellit die Verbindung. Die Telekom setzt hier auf den 3GPP-Standard für nicht-terrestrische Netze (NTN), der die Integration von Satellitenkommunikation in 5G vorsieht. Vorteil für Anwender: Es sind keine speziellen Endgeräte erforderlich, sondern nur Module, die mit beiden Netzen arbeiten können.

Für Geschäftskunden erweitert die Telekom ihr IoT-Portfolio um eine globale Reichweite. Branchen wie Logistik, Energie oder Landwirtschaft können damit Systeme vernetzen, die bislang wegen fehlender Netzabdeckung offline bleiben mussten. Angaben zu Vertragslaufzeit oder finanziellen Details machten die Partner nicht.

Mit Iridium setzt die Telekom auf einen Anbieter, der seit Jahrzehnten im Satellitenmarkt etabliert ist. Das Unternehmen betreibt 66 aktive Satelliten und positioniert sich im Wettbewerb mit neuen Konstellationen wie Starlink oder AST SpaceMobile bewusst über Standardisierung und Integration in bestehende Mobilfunknetze.

Für den klassischen Telekommunikationsfachhandel spielt die Vereinbarung zunächst keine Rolle. Langfristig könnten sich jedoch Anknüpfungspunkte ergeben, etwa wenn Systemhäuser oder Geschäftskunden-Projekte von der erweiterten Netzabdeckung profitieren.

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