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Lesedauer 3 Min.

Schlafmangel schädigt das Gehirn nachhaltig

Forscher der Universität Hongkong um Tatia M.C. Lee bringen Schlafmangel mit Hirnschäden in Zusammenhang. Abfallstoffe werden nicht mehr abtransportiert, Gedächtnisverlust und neurologische Störungen drohen.
© (Quelle: pisauikan/pixabay)

Vor allem bei älteren Menschen funktioniert das glymphatische System, das für die Beseitigung von Abfallstoffen aus dem Gehirn verantwortlich ist, durch schlechten Schlaf nicht mehr zuverlässig, heisst es. Die Folgen: Gedächtnisverlust und neurologische Störungen.

Gesunder Schlaf wichtig

"Schlafqualität, Gehirnaktivitäten und glymphatische Funktion stehen in einem engen Zusammenhang. Das Verständnis, wie die Schlafqualität das glymphatische System und die menschlichen Gehirnnetzwerke beeinflusst, bietet wertvolle Einblicke in die neurophysiologischen Mechanismen, die den altersbedingten Gedächtnisveränderungen zugrunde liegen", unterstreicht Lee.

Das Team hat 72 ältere Erwachsene mithilfe von funktionellen MRT-Scans und Schlafaufzeichnungen untersucht. Demnach beeinträchtigt schlechte Schlafqualität die normale Gehirnfunktion, indem sie das regenerierende glymphatische System lähmt. "Die Ergebnisse zeigen deutlich die Auswirkungen des Schlafs auf das Netzwerk des menschlichen Gehirns durch das glymphatische System, das wiederum die Gedächtnisleistung bei älteren Erwachsenen beeinflusst", sagt Lee.

Hinweise für bessere Ruhe

Schätzungen zufolge leiden 40 bis 70 Prozent der älteren Erwachsenen an chronischen Schlafproblemen. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die Schlafqualität zu verbessern. So rät die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin zu regelmässigem Sport, allerdings keinem zu belastenden Sport am Abend. Vor dem Zubettgehen sollten zudem Entspannungsrituale stattfinden, zum Beispiel 30 Minuten Meditation.

Mindestens vier Stunden vor dem Zubettgehen, so die Wissenschaftler weiter, sollten keine koffeinhaltigen Getränke oder Medikamente eingenommen werden. Wer auf den Mittagsschlaf verzichtet, habe zudem bessere Chancen, nachts durchzuschlafen - wer Alkohol meidet ebenfalls. Von Schlaftabletten rät die Gesellschaft ab. Sie sollten maximal zehn Tage lang in Folge eigenommen werden. Und vor dem Einschlafen nicht auf die Uhr schauen, um sich keinen Druck zu machen. (pressetext.com)

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