Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Seidenbluse wird zum Ladegerät fürs Handy

Forscher der Technischen Universität Chalmers haben Seidenfasern entwickelt, die elektrischen Strom leiten. Sie haben die natürlichen Fasern hauchdünn mit einem elektrisch leitfähigen Kunststoff ummantelt.
© (Quelle:  Hanna Magnusson, chalmers.se)

Diese Fasern lassen sich nutzen, um Stoffe zu weben, aus denen sich etwa Blusen schneidern lassen. Es ist auch möglich und bereits realisiert, konventionelle Stoffe nachträglich mit diesem Fasern anzureichern. In beiden Fällen ist das Produkt elektrisch aktiv.

Fehlendes Puzzleteil gefunden

Die Experten betonen den gewohnten Tragekomfort und die Möglichkeit des herkömmlichen Waschens. Die Fasern sollen mindestens ein Jahr lang ihre ungewöhnlichen Eigenschaften behalten, heisst es. "Wir haben das fehlende Puzzleteil gefunden, um einen optimalen Faden herzustellen - eine Art Polymer, das erst kürzlich entdeckt wurde", so Mariavittoria Craighero, Doktorandin von Forschungsleiter Christian Müller.

"Die Faser weist eine hervorragende Stabilität bei Kontakt mit Luft auf und besitzt gleichzeitig eine sehr gute elektrische Leitfähigkeit. Durch die Verwendung von Polymeren benötigen wir keine Seltenerdmetalle, die in der Elektronik weitverbreitet sind", ergänzt Müller. Die beiden Chemiker verwenden die Fasern, um thermoelektrische Generatoren herzustellen. Diese erzeugen elektrische Energie, wenn sie auf der einen Seite erwärmt werden, während die andere kalt bleibt.

Ziel automatische Produktion

Die Wärme soll der menschliche Körper liefern, die Kälte die umgebende Luft. Zwar lassen sich so nur geringe Ströme erzeugen, Für das Ladern der Akkus von elektronischen Geräten langt es jedoch allemal, meinen die Experten. "Thermoelektrische Textilien bieten fantastische Möglichkeiten und unsere Forschung kann für die Gesellschaft von grossem Nutzen sein", unterstreicht Müller.

So weit ist es allerdings noch nicht. Die neue Hightech-Faser kann ebenso wie die thermoelektrischen Generatoren bisher nur aufwendig in Handarbeit hergestellt werden. Doch die schwedischen Wissenschaftler arbeiten bereits an der Entwicklung eines automatischen Herstellungsverfahrens, das die Nutzung der leitfähigen Seide erschwinglich machen dürfte. (pressetext.com)

Kommentare

Forschung
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Apple bietet Versicherung für mehrere Geräte auch in Deutschland an
Ein Jahr nach der Einführung in den USA kommt AppleCare One auch nach Deutschland. Die Versicherung umfasst mindestens drei Endgeräte der Kunden und ergänzt das bestehende Angebot AppleCare+, das nur für jeweils ein Produkt gilt.
3 Minuten
30. Jul 2026
Bundesnetzagentur übernimmt die KI-Aufsicht in Deutschland
Die Bundesnetzagentur übernimmt ab sofort die zentrale Rolle bei der Umsetzung der europäischen KI-Verordnung in Deutschland und wird damit zur Marktüberwachungsbehörde, Anlaufstelle und Beschwerdestelle.
3 Minuten
4. Aug 2026
Honor: Neues Logo und der Wandel zum KI-Ökosystem-Anbieter
Der Technologiekonzern Honor hat sein neues Markenlogo vorgestellt. Es soll für die Ambiotionen stehen, mit denen sich der Smartphonehersteller zum Anbeiter eines offen KI-Geräte-Ökosystems transformieren will.
3 Minuten
4. Aug 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Publireportage
Eine Kamera. Alles im Blick: Die Reolink OMVI 3i PoE
Die neue Reolink OMVI 3i PoE (P931) vereint eine 180°-Panoramakamera mit einem motorisierten PT-Objektiv. So behält die smarte Kamera gleichzeitig das grosse Ganze im Blick und verfolgt Bewegungen in Echtzeit. Sie ist ab sofort für 279 Fr. bei digitech.ch erhältlich.
4 Minuten
6. Jul 2026
Anpassung der Energieetikette für Neuwagen ab 1. Januar 2027
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat die Grundlagendaten der Energieetikette für Personenwagen aktualisiert.
3 Minuten
Jubiläum
40 Jahre Macintosh
Am 24. Januar 1984 wurde der erste Macintosh von Apple vorgestellt. Wir gratulieren zu 40 Jahren Mac!
2 Minuten
24. Jan 2024
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare