Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Smartphones verlieren an Tempo, IT legt spürbar zu

Der Home-Electronics-Markt zeigt laut HEMIX eine stabile Entwicklung. Während Smartphones und Wearables leicht nachgaben, verzeichnete die IT-Sparte ein deutliches Plus.
© (Quelle: shutterstock / David Gyung)

Mit einem Umsatz von 9,7 Milliarden Euro bleibt die Telekommunikation das zweitgrösste Segment im Home-Electronics-Markt. Laut HEMIX sank der Umsatz in den ersten drei Quartalen 2025 um 2,7 Prozent. Smartphones, mit über 8,6 Milliarden Euro nach wie vor die wichtigste Produktgruppe, lagen leicht im Minus.

Trotz stabiler Nachfrage setzt sich die Marktsättigung fort. Neue Modelle sorgen seltener für starke Impulse, viele Verbraucher behalten ihre Geräte länger. Gleichzeitig stieg der durchschnittliche Verkaufspreis leicht an, was auf eine anhaltende Nachfrage nach hochwertigen Geräten hinweist. Core Wearables entwickelten sich mit einem Minus von 1,6 Prozent ebenfalls leicht rückläufig. Klassische Mobiltelefone verlieren weiter an Bedeutung.

Audio und Video mit gemischter Bilanz

Im Bereich Consumer Electronics blieb der Markt mit rund 19,6 Milliarden Euro Umsatz nahezu unverändert. Während TV-Geräte mit einem Rückgang von 6,9 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro erneut schwächelten, zeigten andere Produktgruppen eine positive Entwicklung. Action-Cams legten um 19,1 Prozent auf 101 Millionen Euro zu, Media Boxes und Streaming-Sticks um 10,3 Prozent auf ebenfalls 101 Millionen Euro. Besonders stark wuchs der Umsatz mit Videogame-Konsolen, die um 27,9 Prozent auf 478 Millionen Euro zulegten.

Im Audiobereich blieb die Nachfrage gedämpft. Home-Audio-Systeme verloren 7,7 Prozent auf 432 Millionen Euro, Personal Audio 7,5 Prozent auf 93 Millionen Euro. Leicht positiv entwickelte sich dagegen das Zubehörgeschäft, insbesondere Kopfhörer und Headsets, die um 2,4 Prozent auf 856 Millionen Euro zulegten.

IT und Gaming als Wachstumstreiber

Nach mehreren Jahren mit rückläufigen Ergebnissen zeigte die Informationstechnologie 2025 wieder ein deutliches Plus. Der Umsatz stieg um 6,4 Prozent auf 4,94 Milliarden Euro. Besonders gefragt waren Notebooks (+12,8 % auf 1,8 Milliarden Euro), Desktop-PCs (+34,9 %) und Monitore (+3,9 %).

Damit profitierte die IT von einer stabilen Nachfrage aus dem Homeoffice- und Bildungsbereich. Auch Modernisierungsschübe in Unternehmen sowie neue Anforderungen durch KI-Anwendungen sorgten für Impulse.

Stabile Lage trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Insgesamt erzielte der Home-Electronics-Markt von Januar bis September 2025 einen Umsatz von 31,47 Milliarden Euro – nur 0,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Kleine Elektrogeräte legten um 1,9 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro zu, grosse Geräte gaben um 2,2 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro nach. Besonders gefragt blieben Produkte, die Energieeffizienz und Komfort miteinander verbinden.

„Der Home-Electronics-Markt zeigt erneut seine Widerstandskraft. Nach Jahren mit teils deutlichen Rückgängen sehen wir jetzt eine Phase der Stabilität – und in einigen Bereichen bereits spürbare Wachstumsimpulse. Verbraucherinnen und Verbraucher investieren gezielt in Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit. Das sorgt für Bewegung in den Märkten und macht uns vorsichtig optimistisch für die kommenden Monate“, sagte Carine Chardon, Geschäftsführerin der GFU Home & Consumer Tech.

Die Marktzahlen des HEMIX – Home Electronics Market Index – werden von der GFU Consumer & Home Electronics GmbH gemeinsam mit NIQ erhoben. Der Index gilt als zentrale Datengrundlage für die Branche und wird quartalsweise veröffentlicht.

Kommentare

Telekommunikation
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Adobe integriert lizenzierte Musik von UMG und WMG in Premiere Mobile
Adobe erweitert Premiere Mobile um lizenzierte Musik: In Zusammenarbeit mit der Universal Music Group (UMG) und der Warner Music Group (WMG) stellt das Unternehmen Creatorn künftig eine Auswahl an Musikclips bekannter Künstler direkt in der App zur Verfügung.
2 Minuten
Video-Tipps
So faszinierende Videos drehen
Video ist das Leitmedium unserer Zeit. Allerdings ist die Produktion guter Inhalte gar nicht so simpel. Wir zeigen Ihnen einige effiziente, aber einfache Tricks, mit denen Sie Videos besser filmen und bearbeiten.
11 Minuten
TWINT Rechnung für einfacheres digitales Bezahlen lanciert
Mit TWINT Rechnung können Kunden QR-Rechnungen ab sofort direkt mit der TWINT App bezahlen und den Zahlungstermin innerhalb der Zahlungsfrist selbst bestimmen.
3 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Der Zenit für Gamer, Cosplayer und Fans von Star Wars
Fantasy Basel 2024: der grosse Rückblick
Sie war auch dieses Jahr die wichtigste Messe für Gamer, Cosplayer oder einfach für alle, die galaktische und fantastische Geschichten lieben. PCtipp hat die coolsten Bilder auf der Fantasy Basel 2024, der grössten Schweizer Comic Con, gesammelt.
3 Minuten
13. Mai 2024
Kritische Schwachstellen in PHP - Sicherheitsupdates sofort einspielen
Zwei kritische Schwachstellen in PHP können Angreifern ermöglichen, ohne Anmeldung Schadcode auf betroffenen Servern auszuführen. Sicherheitsupdates sind jetzt verfügbar. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) empfiehlt, betroffene Systeme unverzüglich zu aktualisieren.
2 Minuten
21. Okt 2026
Sprachbarrieren überwinden
Alertswiss informiert, warnt und alarmiert neu auch in Leichter Sprache
Hunderttausenden Menschen in der Schweiz fällt das Lesen schwer. Informationen, Warnungen und Alarmmeldungen müssen aber auch für sie verständlich sein. Deshalb bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) Meldungen in der Alertswiss-App neu auch in Leichter Sprache an.
4 Minuten
21. Okt 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare