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Lesedauer 3 Min.

Soziale Medien helfen vor allem Behinderten

Die Nutzung sozialer Medien durch Studenten mit und ohne Behinderung und die Bedeutung für beide Gruppen unterscheidet sich sehr stark. Das schliesst Christine Greenhow von der Michigan State University aus den Antworten von 147 Studenten im Grundstudium.
© (Quelle: pixabay.com, PIRO4D))

Die Wissenschaftlerin und ihr Team haben jeweils fünf Behinderte und Nicht-Behinderte befragt.

Social Web im täglichen Leben

Gefragt worden ist nach der Nutzung sozialer Medien im Alltag - welche Plattformen zu welchem Zweck am besten nützlich sind. Die Forscher ermutigten die Probanden zudem, darüber nachzudenken, wie soziale Medien ihre zwischenmenschlichen Beziehungen beeinflussen - ob sie ihnen helfen, Kontakte aufzubauen, und welche negativen Erfahrungen wie Cybermobbing sie bei der Nutzung von Social Media bereits gemacht haben.

Studenten mit Behinderungen nutzen demnach soziale Medien oft als Hilfsmittel zur Bewältigung ihrer Behinderung, mit anderen in Kontakt zu treten, die ein ähnliches Schicksal haben, zum Erlernen von Bewältigungsstrategien und zum Einholen von professionellem Rat. "Bei der Nutzung sozialer Medien haben einige Studierende mit Behinderungen ein Mass an Kontrolle, das sie bei persönlichen Interaktionen nicht hätten. Sie können sich so zeigen, wie sie von anderen gesehen werden möchten", so Greenhow.

Mehr als reine Kommunikation

"Für Studenten mit Behinderungen sind soziale Medien mehr als nur ein Kommunikationsmittel - sie sind ein leistungsstarkes Instrument zur Selbstvertretung, Identitätsfindung und zum Zugang zu wichtigen Ressourcen und unterstützenden Gemeinschaften, die Zugehörigkeit und Wohlbefinden fördern", sagt Connie Sung, die zum Team gehörte und heute Professorin für Sozialwissenschaften an der University of Michigan ist.

Die Ergebnisse unterstreichen die Rolle der sozialen Medien bei der Förderung des Zugehörigkeitsgefühls und der Bereicherung von Lernumgebungen, die Greenhow als "entscheidend für alle Studenten, insbesondere aber für Studenten mit Behinderungen" bezeichnet. Dieses Gefühl der Verbundenheit sei der Schlüssel zu akademischem Erfolg und Wohlbefinden. (pressetext.com)

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