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Lesedauer 3 Min.

Städteplaner beziehen Instagram-Beiträge ein

Laut Jayedi Aman von der University of Missouri wird das künftige Design von Städten so sehr von menschlichen Erfahrungen gesteuert sein wie von tatsächlichen Materialien.
© (Quelle: Jayedi Aman, missouri.edu)

Mit seinem Kollegen Tim Matisziw hat er mittels Künstlicher Intelligenz (KI) die emotionale Seite des Stadtlebens erforscht - vor allem den Zusammenhang zwischen körperlichen Eigenschaften einer Stadt und wie sich Menschen in diesem Umfeld fühlen.

Insta mit Standort-Tags

Basierend auf öffentlichen Instagram-Beiträgen mit Standort-Tags haben die Experten ein KI-Tool zur Erkennung der emotionalen Färbung der Bilder und der Texte entwickelt. Das Tool hat daraus erkannt, ob die Menschen glücklich, frustriert oder entspannt waren.

Mittels Google Street View und einem weiteren KI-Tool wurde anschliessend analysiert, wie diese Orte tatsächlich aussahen und diese Eigenschaften damit in Verbindung gebracht, wie sich die User zum Zeitpunkt ihrer Posts fühlten.

Digitale "Gefühlslandkarte"

Aman and Matisziw haben daraus eine digitale "Gefühlslandkarte" erstellt. Sie zeigt, wie sich die Menschen in einer Stadt fühlen. In einem nächsten Schritt wollen sie, basierend auf den gesammelten Infos, die digitale Version einer Stadt erstellen, einen sogenannten "Urban Digital Twin".

Der Zwilling kann dann die Gefühle der Nutzer in Echtzeit darstellen. Diese Art des "Emotional Mapping", der emotionalen Kartierung, bringt für die moderne Stadtplanung ein sehr leistungsstarkes neues Tool, sind sich die Wissenschaftler sicher.

Bekommt zum Beispiel ein Park viele glückliche Posts, kann untersucht werden, warum das so ist. Mit dem Tool könnten aber auch jene Bereiche identifiziert werden, in den sich die Menschen nicht sicher fühlen und entsprechend reagiert werden.

Aman stellt sich eine Zukunft vor, in der die Daten zu den Gefühlen der Menschen zu einem Herzstück von City Dashboards werden. Die aktuellen Forschungsergebnisse sind in "Frontiers in Computer Science" nachzulesen. (pressetext.com)

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