Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Swatch lanciert lang erwartete Smartwatch

Die Swatch Group hat ihre lang erwartete Smartwatch angekündigt. Lanciert wird diese unter der Marke Tissot.  Die Uhr verfügt über ein Schweizer Betriebssystem und soll sechs Monate lang ohne Aufladen auskommen.
© (Quelle: Tissot)

Ende letzte Woche hat die Swatch Group ihre Bilanzmedienkonferenz abgehalten. Nebst den Geschäftszahlen stellte Nick Hayek, der Chef des Uhrenkonzerns, noch etwas vor, was am Markt schon lange erwartet wird: eine Smartwatch. Lanciert wird diese unter der Marke Tissot.

Bei der Tissot T-Touch Connect Solar handelt es sich um eine hybride Uhr. Heisst, dass sie nach wie vor über ein normales Zifferblatt und Zeiger verfügt. Das Display, auf dem etwa Nachrichten angezeigt werden, füllt dabei nur das untere Drittel aus. Die smarte T-Touch ist daher nicht direkt mit Vollblut-Smartwatches wie beispielsweise der Apple Watch vergleichbar.

Das Konzept der Uhr stellt sicher, dass sie massiv weniger Strom verbraucht. Laut Hersteller soll sie rund ein halbes Jahr ohne Aufladen nutzbar sein. Eine integrierte Solarzelle – daher auch der Name – sorgt derweil dafür, dass die Tissot-Smartwatch dennoch mit etwas Saft versorgt wird. Zum sparsamen Verbrauch des Akkus trägt auch ein eigens von der Swatch Group und dem CSEM entwickeltes Betriebssystem bei. Das «SwAlps» (Swiss Autonomous Low Power System) soll mit iOS- und Android-Smartphones kompatibel sein. Es funktioniere gar mit Huaweis kommendem HarmonyOS. Der Uhrenkonzern geht hier also eigene Wege. Allerdings verzichten die Bieler bei der Tissot T-Touch Connect Solar auf Funktionalitäten wie NFC oder eSIM. Ein Schrittzähler ist zwar mit an Bord, nicht aber ein Pulsmesser. 

Der Fokus liegt bei der Uhr also klar auf dem ultraniedrigen Stromverbrauch. Und auch ein Wearable will die Schweizer Smartwatch gemäss Silvain Dolla nicht sein. Der Leiter der Konzernmarke Hamilton leitete das Projekt gemeinsam mit dem Tissot-Vize Nicolas Clerc. Daher auch der Verzicht auf jegliche Gesundheits-Sensoren, wie sie etwa bei Watches von Apple oder Fitbit verbaut sind. 

Mehr Infos und Specs zur Tissot T-Touch Connect Solar gibt es aktuell übrigens nicht. Denn ein offizielles Communiqué steht derzeit noch aus. Die Uhr soll aber laut der «Handelszeitung» ab Juni erhältlich sein – zunächst in der Schweiz. Allerdings sei dies noch abhängig von Entwicklungen hinsichtlich der Corona-Krise. Der Einstiegspreis soll dem Bericht zufolge bei knapp 1000 Franken liegen.

Wie es darin weiter heisst, zeigt sich Hayek gegenüber der Konkurrenz im Smartwatch-Markt, wo Apple nach wie vor klarer Leader ist, gelassen. Man profitiere ihm zufolge gar vom Tech-Konzern aus Cupertino. «Die Apple Watch hilft uns sehr. Schauen Sie sich all die Amerikaner an, die dank ihr wieder Uhren tragen. Apple hat die Arbeit für uns erledigt und uns keine Marktanteile abgenommen. In den USA und anderswo hat Tissot überhaupt nicht unter der Apple Watch gelitten», sagte der Firmenchef im Interview mit «Le Temps».

Kommentare

Hardware Smartwatch Smartphone & Apps
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Apple-Ecke
iCloud-Backups: wenig Aufwand, viel Wirkung
Apples iCloud ist kein Ersatz für klassische Backups. Doch mit dem richtigen Ansatz wird sie zur wichtigsten Verteidigungslinie gegen Datenverlust. Mit den folgenden Einstellungen werden wasserdichte Sicherheitskopien bei minimalem Aufwand realisiert.
6 Minuten
19. Mär 2026
Sunrise passt Roaming-Optionen an
Sunrise packt neu mehr Leistung in die Roaming-Optionen für beliebte Reiseziele in Europa, Nordamerika und vielen weiteren Ländern – zu gleichen oder tieferen Preisen.
3 Minuten
23. Mär 2026
Amazon plant offenbar ein eigenes Smartphone
Amazon entwickelt offenbar ein eigenes Smartphone. Das berichtet Reuters unter Berufung auf Insider im Unternehmen. Es wäre der zweite Anlauf in diesem Segment für den Web-Riesen.
2 Minuten
23. Mär 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Künstliche Intelligenz
KI-Tools verhindern das Lernen am Arbeitsplatz
Berufseinsteiger erledigen an ihrem ersten Arbeitsplatz wegen Künstlicher Intelligenz (KI) immer weniger Routineaufgaben und erwerben auch nicht mehr nebenbei spezielle Qualifikationen durch die Zusammenarbeit mit erfahrenen Kollegen.
3 Minuten
Smartphone
Vivo bringt Zeiss-Kameras in die Mittelklasse
Vivo hat zwei Smartphones der neuen V70-Serie gezeigt, die auch nach Deutschland und in die Schweiz kommen könnten. Sie sollen mit Zeiss-Technologie bei den Kameras punkten.
2 Minuten
24. Feb 2026
Forschung
Strahlenresistente Elektronik für das All kreiert
Laut Forschern der Fudan-Universität eignen sich Schichten aus Molybdändisulfid für strahlungsbeständige Elektronik in Raumfahrzeugen.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare