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Lesedauer 2 Min.

Videospiele können das Wohlbefinden steigern

Persönlich gestaltbare Videospiel-Avatare können Transgender-Personen und Menschen mit unterschiedlichen Geschlechtsidentitäten zu mehr Wohlbefinden verhelfen.

Transgender-Avatar: sorgt für mehr Wohlbefinden

© (Quelle: nottingham.ac.uk)

Das schliessen Experten der School of Psychology der University of Nottingham aus Forschungsergebnissen der vergangenen zehn Jahre und einer Analyse von 14 Studien.

Leidensdruck verringert

Die Teilnehmer an mehreren Studien haben von einer Verringerung der Geschlechtsdysphorie und einer Zunahme der Geschlechtseuphorie berichtet, wenn die Avatare mit ihrer Geschlechtsidentität und ihrem gewünschten Ausdruck übereinstimmten. Dieser Effekt war immer dann besonders stark, wenn andere Spieler die Geschlechtsidentität der Spieler anhand ihres Avatars im Spiel bestätigten.

Ein Beispiel ist das Spiel "Baldur's Gate 3", das von Teilnehmern wegen seiner reichhaltigen, emotional bewegenden Erzählung und wegen seiner Avatar-Anpassungsmöglichkeiten hervorgehoben wurde. "In Zeiten zunehmender Verletzungen der Rechte und des Zugangs zu Gesundheitsversorgung von Transgender-Personen und Menschen mit unterschiedlichen Geschlechtsidentitäten wird es wichtig, neue Wege zur Unterstützung dieser Personen zu erkunden", so Studienleiterin Cecilie Lolansen.

Mehr als nur Unterhaltung

Insbesondere wenn die geschlechtsbejahende Versorgung möglicherweise begrenzt ist, seien Avatare sinnvoll. "Unsere Ergebnisse sind nicht nur für die Cyber-Psychologie wichtig, sondern auch für Kliniker und Gesundheitsdienstleister, die Transgender-Personen und Menschen mit unterschiedlichen Geschlechtsidentitäten mit kostengünstigen Massnahmen unterstützen möchten, um deren Wohlbefinden zu verbessern", ergänzt Lolansen.

"Wir haben gezeigt, dass Videospiele mehr als nur Unterhaltung sein können. Videospiele können auch die Identitätsentwicklung unterstützen. Spieledesigner und Fachleute für psychische Gesundheit haben die Möglichkeit, diese Erkenntnisse für inklusives Design und psychologische Interventionen zu nutzen", unterstreicht Psychologiedozentin Nikki Dean Marshall. (pressetext.com)

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