Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Weiche Batterie passt sich allen Geräten an

Mit einer Batterie zum Kuscheln wollen Forscher der Universität Linköping den Designern von tragbaren elektronischen Geräten nahezu unbegrenzten Spielraum verschaffen. Der Speicher passt sich flexibel an beliebig geformte Untergründe an.

Flexible Batterie: Neuentwicklung ist beliebig verformbar.

© (Quelle: Thor Balkhed, liu.se)

Das gelingt mit Elektroden, die formbar und flexibel sind. "Die Konsistenz ähnelt der von Zahnpasta. Wir können die Paste als Tinte verwenden und Batterien mit dem 3D-Drucker herstellen", sagt Entwickler Aiman Rahmanudin.

Geräte brauchen Strom

Schätzungen zufolge werden in zehn Jahren mehr als eine Bio. Geräte mit dem Internet verbunden sein. Neben Mobiltelefonen, Smartwatches, Computern und einer Fülle von Sensoren in der Produktion sind dies auch tragbare medizinische Geräte wie Insulinpumpen, Herzschrittmacher, Hörgeräte und verschiedene Sensoren zur Gesundheitsüberwachung. Aber auch langfristig besteht Bedarf bei Softrobotern, E-Textilien und vernetzten Nervenimplantaten.

Alle benötigen Strom, der oft aus Batterien stammen wird. Wenn diese nicht starr, sondern flexibel sind, lassen sich die Geräte kleiner bauen, weil die flexiblen keinen eigenen Platz benötigen, sondern jede konstruktionsbedingte Lücke ausfüllen können, heisst es. Rahmanudin und sein Team hat die Elektroden aus sogenannten konjugierten Polymeren und Lignin hergestellt, einem Nebenprodukt der Papierherstellung.

Der Clou sind konjugierte Polymere. Dies sind Kunststoffe, deren Moleküle auf eine spezielle Art angeordnet sind, die ihnen unter anderem Halbleitereigenschaften verleihen können oder die Fähigkeit, besonders viele Elektronen zu speichern. Diese verlieren sie auch dann nicht, wenn sie gedehnt und verformt werden, verdeutlichen die Materialforscher.

Minderwertiger Rohstoff

"Die Ausgangsmaterialien sind in grossen Mengen auf der Erde vorhanden. Indem wir ein minderwertiges Nebenprodukt wie Lignin in ein hochwertiges Gut wie ein Batteriematerial umwandeln, tragen wir zu einem stärker kreislauforientierten Modell bei. Es handelt sich also um eine nachhaltige Alternative", sagt Mohsen Mohammadi, der bei Rahmanudin promoviert hat.

"Die Batterie ist noch nicht perfekt", gibt Rahmanudin zu. "Wir haben zwar gezeigt, dass das Konzept funktioniert, aber wir brauchen eine höhere Spannung. Derzeit beträgt sie 0,9 Volt. Wir werden jetzt versuchen, die Spannung durch die Verwendung anderer chemischer Verbindungen zu erhöhen. Eine Möglichkeit, die wir untersuchen, ist die Dotierung der Pasten mit Zink- oder Manganatomen. Das sind Metalle, die in der Erdkruste weitverbreitet, also billig sind", erklärt Rahmanudin. (pressetext.com)

Kommentare

Forschung Stromversorgung
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Fun
Mini-Cup-Game in der Google-Suche spielen
So finden Sie das Easter Egg von Google und üben sich im Elfmeterschiessen.
2 Minuten
19. Jun 2026
Die besten PCtipp-Artikel aus der Kalenderwoche 24
In der Kalenderwoche 24 vom 08. bis zum 14. Juni 2026 standen die Artikel «Ubuntu 26.04 LTS ist da!» und «Mini-Cup-Game in der Google-Suche spielen» ganz oben in der Gunst unserer Leserschaft.  
2 Minuten
19. Jun 2026
Vernehmlassung
Angepasste Unternehmensabgabe für Radio und TV
Der Bundesrat will das Tarifmodell der Unternehmensabgabe für Radio und Fernsehen anpassen und damit einen Entscheid des Bundesgerichts umsetzen. Die Vernehmlassung zur Teilrevision der Radio- und Fernsehverordnung wird am 23. Juni 2026 eröffnet.
2 Minuten
19. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

NFC-Angriffe auf Android verdreifacht
Cyberkriminelle nutzen zunehmend NFC-Technologie, um Bankdaten von Android-Nutzern zu stehlen. Die Angriffszahlen sind in wenigen Monaten dramatisch gestiegen.
2 Minuten
28. Mai 2026
Radios können Gesuche einreichen
BAKOM publiziert UKW-Frequenzen
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat am 28. Mai 2026 die Frequenzpakete für die Verbreitung von UKW publiziert.
2 Minuten
29. Mai 2026
Viele Mobilfunk-Anbieter senken Roaming-Preise
Die Sommerferien stehen vor der Tür. Daher hat der Online-Vergleichsdienst moneyland.ch die Kosten für die Nutzung des Smartphones im Ausland analysiert.
6 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare