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YouTuber sind oft wichtiger als lose Bekannte

52 Prozent der Befragen haben laut Studie der University of Essex zumindest starke parasoziale Beziehung zu ihren Lieblingsyoutubern.

Zum Youtube-Kanal vom PCtipp

© (Quelle: PCtipp)

Einseitige Beziehungen mit YouTubern sind emotional erfüllender als das Reden mit losen Freunden. Blogger oder Influencer wie "Zoella", "KSI" und "PewDiePie" können eher aufmuntern als flüchtige Bekannte wie Nachbarn oder Arbeitskollegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of Essex. Laut Forschungsleiterin Veronica Lamarche fühlen sich die Menschen von diesen fiktionalen Charakteren auch gemocht, respektiert und verstanden. Details sind in den "Scientific Reports" nachzulesen.

1.080 Personen untersucht

Lamarche nach spielen parasoziale Beziehungen auch dann eine wichtige Rolle, wenn es um das Gefühl geht, dass im Notfall Unterstützung vorhanden ist. Das gilt, so die Expertin, auch dann, wenn Menschen diese Personen nie tatsächlich werden treffen können. Dabei handelt es sich auch nicht um die letzte Zuflucht für sehr junge oder einsame Menschen.

"Personen jeden Alters haben angegeben, dass sie eine starke Verbindung zu zumindest einem fiktionalen Charakter, einer Berühmtheit oder einer Online-Persönlichkeit haben, die sie allerdings nie persönlich getroffen haben. Im Verlauf von insgesamt drei Studien wurden mehr als 1.080 Personen zu ihrer Wahrnehmung von parasozialen Beziehungen befragt. 52 Prozent gaben in der Folge eine starke parasoziale Beziehung an und 36 Prozent fühlten sich einem YouTuber nahe."

Enge Beziehung bleibt ideal

Das Sample bestand aus Briten und US-Amerikanern mit einem Durchschnittsalter von 36 Jahren. Die imaginierten Beziehungen mit einer Person, die sie nie getroffen haben oder die überhaupt eine Fiktion ist, wurden als erfüllender als der Kontakt zu unter anderem nur flüchtig bekannten Menschen angesehen. Eine starke beidseitige Beziehung, wie eine Liebesbeziehung oder eine sehr enge Freundschaft, wurden jedoch einheitlich als die beste Möglichkeit zur Stillung emotionaler Bedürfnisse angesehen.

Wurden die Teilnehmer jedoch von Lamarche ersucht, an das letzte Mal zu denken, bei dem ihre Gefühle in diesem Bereich verletzt wurden, war sich zumindest ein Teil sicherer, dass ihre parasozialen Beziehungen dazu in der Lage wären, ihre emotionalen Bedürfnisse zu erfüllen. (pressetext.com)

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