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Apollo 11: Mit 1 MHz zum Mond

Vor 45 Jahren landete die Apollo 11 auf dem Mond. Dabei geholfen hat ein Computer, der heutzutage mit einfachsten Apps überfordert wäre.

Das DSKY-Interface des AGC im eingebauten Zustand

© Quelle: PCtipp.ch

Als drei NASA-Astronauten am 20. Juli 1969 auf dem Mond landeten, schrieben sie Geschichte. Ohne die Hilfe eines Computers, wären Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins wohl nie am Ziel angekommen. Dabei sieht der Apollo Guidance Computer (AGC) im heutigen Vergleich wahrhaftig alt aus: Bereits einfachste Apps würden den AGC überfordern. Von modernen Betriebssystemen ganz zu schweigen.

Der AGC wurde Anfang der 60er-Jahre vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) gebaut. Über ein spezielles DSKY-Interface konnten dem Computer einfache Befehle erteilt werden. Insgesamt verfügte der AGC über 36 Kilobyte Speicher. 32 KB wurden als ROM für diverse gespeicherte Software verwendet. Die restlichen 4 KB dienten als RAM.  Verarbeitet wurden die Daten mit einer Geschwindigkeit von einem ganzen Megahertz. Zusammen mit dem Interface wog der AGC stolze 32 kg.

Im Vergleich dazu das iPhone 5S: Die 1,3 GHz des iPhone 5S sind rund 1270-mal schneller als der AGC. Bei RAM und Speicher sind die Unterschiede noch extremer: Das iPhone 5s verfügt über 250'000-mal mehr RAM und 2'000'000-mal mehr Speicherplatz (64-GB-Version). Dabei wiegt das Smartphone 268-mal weniger als der Computer der Apollo 11.

Auch der Verwendungszweck hat sich geändert. Flog man 1969 mit einem MHz noch auf den Mond, braucht man die heutigen 1,3 GHz hauptsächlich für Katzenbilder und Angry Birds. Ein besseres Beispiel für den Einsatz von Rechenleistung ist das Apollo-11-Video von Nick Acosta. Der Videomacher hat aus Aufnahmen der NASA einen Kurzfilm im Stile des Stanley Kubrick Sci-Fi-Klassikers «2001: A Space Odyssey» zusammengeschnitten.

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