Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Böse KI-Bots infiltrieren Social Web kinderleicht

Richtlinien grosser Social-Media-Betreiber in Bezug auf die Verwendung von KI-Bots sowie technischer Mechanismen zur Durchsetzung dieser Regeln können von KI-Bots leicht umgangen werden. Das haben Wissenschaftler der University of Notre Dame in Tests herausgefunden.
© (Quelle: nd.edu)

Acht Plattformen im Visier

KI-Bots können legitimen Zwecken dienen, etwa im Marketing oder im Kundenservice. Doch einige sind dafür ausgelegt, öffentliche Diskussionen zu manipulieren, zu Hassreden anzustiften, Fake News zu verbreiten oder zu betrügen und zu fälschen. Soziale Medien versuchen zwar, das zu verhindern, doch viele Bots sind so geartet, dass sie sich von den Hindernissen, die die Betreiber errichten, nicht aufhalten lassen.

Die Computerwissenschaftler haben acht Plattformen ins Visier genommen: LinkedIn, Mastodon, Reddit, TikTok, X und die Meta-Plattformen Facebook, Instagram und Threads. Darauf starteten sie Bots, um die Wirksamkeit der Massnahmen gegen schädliche Bots zu testen. Das ernüchternde Ergebnis: Keiner davon wurde erkannt.

"Als Computerwissenschaftler wissen wir, wie diese Bots erstellt werden, wie sie sich einklinken und wie bösartig sie sein können. Aber wir hofften, dass die Social-Media-Plattformen diese Bots blockieren oder abschalten würden und es kein wirkliches Problem geben würde. Also haben wir uns angesehen, was die Plattformen nach eigener Aussage tun, und dann getestet, ob sie ihre Richtlinien tatsächlich durchsetzen", sagt Experte Paul Brenner.

Meta bietet besten Schutz

Die Forscher haben festgestellt, dass es am schwierigsten war, Bots auf den Meta-Seiten zu starten. Sie benötigten mehrere Versuche, deren Mechanismen zur Durchsetzung von Richtlinien zu umgehen. Obwohl die Forscher drei Suspendierungen hinnehmen mussten, gelang es ihnen beim vierten Versuch, einen Bot zu starten und einen Test-Post zu veröffentlichen. Die einzige andere Plattform, die einen gewissen Schutz bot, war TikTok, da oft CAPTCHAs verwendet werden.

"Bei Reddit, Mastodon und X war es ganz einfach. Sie setzen ihre Richtlinien offensichtlich nicht effektiv durch", urteilt Brenner. Dabei waren es keine Experten, die die Bots einschleusten, sondern Praktikanten, die nur über eine minimale Ausbildung verfügten. Trotzdem waren sie in der Lage, die Test-Bots mithilfe von Technologien zu starten, die für die Öffentlichkeit leicht zugänglich sind.

Insgesamt kommen die Forscher zu dem Schluss, dass keine der acht getesteten Social-Media-Plattformen ausreichenden Schutz und Überwachung bietet, um die Nutzer vor böswilligen Bot-Aktivitäten zu schützen. Brenner fordert Gesetze, wirtschaftliche Anreizstrukturen, Benutzerschulungen und technologische Fortschritte, um die Öffentlichkeit vor böswilligen Bots zu schützen.(pressetext.com)

Kommentare

Künstliche Intelligenz Social Media KI & Trends
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Video-Tipps
So faszinierende Videos drehen
Video ist das Leitmedium unserer Zeit. Allerdings ist die Produktion guter Inhalte gar nicht so simpel. Wir zeigen Ihnen einige effiziente, aber einfache Tricks, mit denen Sie Videos besser filmen und bearbeiten.
11 Minuten
Adobe integriert lizenzierte Musik von UMG und WMG in Premiere Mobile
Adobe erweitert Premiere Mobile um lizenzierte Musik: In Zusammenarbeit mit der Universal Music Group (UMG) und der Warner Music Group (WMG) stellt das Unternehmen Creatorn künftig eine Auswahl an Musikclips bekannter Künstler direkt in der App zur Verfügung.
2 Minuten
TWINT Rechnung für einfacheres digitales Bezahlen lanciert
Mit TWINT Rechnung können Kunden QR-Rechnungen ab sofort direkt mit der TWINT App bezahlen und den Zahlungstermin innerhalb der Zahlungsfrist selbst bestimmen.
3 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Der Zenit für Gamer, Cosplayer und Fans von Star Wars
Fantasy Basel 2024: der grosse Rückblick
Sie war auch dieses Jahr die wichtigste Messe für Gamer, Cosplayer oder einfach für alle, die galaktische und fantastische Geschichten lieben. PCtipp hat die coolsten Bilder auf der Fantasy Basel 2024, der grössten Schweizer Comic Con, gesammelt.
3 Minuten
13. Mai 2024
Kritische Schwachstellen in PHP - Sicherheitsupdates sofort einspielen
Zwei kritische Schwachstellen in PHP können Angreifern ermöglichen, ohne Anmeldung Schadcode auf betroffenen Servern auszuführen. Sicherheitsupdates sind jetzt verfügbar. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) empfiehlt, betroffene Systeme unverzüglich zu aktualisieren.
2 Minuten
21. Okt 2026
Sprachbarrieren überwinden
Alertswiss informiert, warnt und alarmiert neu auch in Leichter Sprache
Hunderttausenden Menschen in der Schweiz fällt das Lesen schwer. Informationen, Warnungen und Alarmmeldungen müssen aber auch für sie verständlich sein. Deshalb bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) Meldungen in der Alertswiss-App neu auch in Leichter Sprache an.
4 Minuten
21. Okt 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare