Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Datendiebstahl bei einer Mietbewerbung über gefälschtes Online-Formular

Ein ansprechendes Wohnungsinserat auf einer echten Immobilienplattform führt Interessierte auf eine gefälschte Webseite. Dort sollen sie im Rahmen einer angeblichen Bewerbung zahlreiche persönliche Daten und Dokumente einreichen.
© Cybercrimepolice

cybercrimepolice.ch der Kantonspolizei Zürich muss wieder eine Warnung aussprechen. Diesmal geht es um Datendiebstahl bei Mietbewerbungen.

Die Betrugsmasche

Auf bekannten Portalen wie Homegate, Immoscout, Flatfox, etc. wird eine vermeintlich attraktive Wohnung ausgeschrieben. Wer Interesse bekundet, wird über einen Messengerdienst wie WhatsApp kontaktiert. Dort treten die Täter unter dem Namen einer echten Immobilienagentur auf und verweisen auf ein angebliches Onlineformular für die Bewerbung. Interessenten werden angewiesen, über das Formular ein vollständiges Bewerbungsdossier mit zahlreichen Angaben zu ihrer Person einzureichen.

Abgefragt werden persönliche Daten sowie Kontakt- und Adressdaten. Solche Angaben geben Betrügern bei künftigen Phishingversuchen einen Informationsvorsprung und lassen die Kontaktaufnahme glaubwürdiger und vertrauenswürdiger erscheinen. Zudem können sie für missbräuchliche Bestellungen oder Vertragsabschlüsse unter dem Namen des Opfers verwendet werden. Teilweise werden auch finanzielle Daten eingefordert. Diese Angaben geben Auskunft darüber, wie gut eine Person finanziell dasteht. Sie können Hinweise auf eine belastete persönliche oder finanzielle Lage liefern und dazu dienen, besonders verletzliche Personen, etwa bei Schulden oder Arbeitslosigkeit, gezielt ins Visier zu nehmen.

© Cybercrimepolice

Besonders heikel sind Ausweiskopien und weitere amtliche Unterlagen. Wer solche Dokumente preisgibt, riskiert Identitätsmissbrauch. Dokumente wie Arbeitsverträge oder Krankenkassenpolicen enthalten zudem besonders schützenswerte Personendaten, die nicht für Dritte bestimmt sind. Hypothekarverträge und Lohnausweise lassen zudem Rückschlüsse auf die finanzielle Situation des Opfers zu.

Was muss ich tun

  • Leiten Sie potenzielle Betrugsfälle an Cybercrimepolice.ch weiter.
  • Bleiben Sie misstrauisch, wenn eine angebliche Immobilienplattform über Kanäle wie WhatsApp oder andere Messenger-Dienste Kontakt mit Ihnen aufnimmt.
  • Geben Sie sensible Daten und Dokumente erst preis, wenn Sie die Echtheit des Angebots und der Kontaktperson verlässlich überprüft haben, etwa durch eine persönliche Besichtigung vor Ort.
  • Seien Sie besonders vorsichtig bei Formularen, die ungewöhnlich viele Angaben zu Identität, Einkommen, Wohnsituation oder Bonität verlangen.


Ich habe meine Daten preisgegeben

  • Sofern Ihnen ein konkreter Fall bekannt ist, in dem Ihre Identität missbraucht wurde und Ihnen dadurch ein Schaden entstanden ist, begeben Sie sich nach telefonischer Voranmeldung zu Ihrer örtlichen Stelle der Kantonspolizei und erstatten Sie Anzeige.
  • Falls Sie Adressdaten übermittelt haben, achten Sie in nächster Zeit auf ungewöhnliche Bestellungen, Rechnungen oder Vertragsunterlagen in Ihrem Namen.
  • Falls Sie Ausweiskopien übermittelt haben, beantragen Sie neue, damit die alten ihre Gültigkeit verlieren.
  • Bleiben Sie wachsam bezüglich weiterer, gezielter Phishingversuche via E-Mail oder Telefon.

Kommentare

Phishing Internet & Sicherheit Sicherheit
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

10 Professorinnen und Professoren an den beiden ETH ernannt
Der ETH-Rat hat auf Antrag des Präsidenten der ETH Zürich, Prof. Dr. Joël Mesot, und der Präsidentin der EPFL, Prof. Dr. Anna Fontcuberta i Morral, insgesamt 7 Professorinnen und 3 Professoren ernannt, einer Person den Titel Professor und einer Person den Titel Professor of Practice verliehen sowie den Rücktritt von einem Professor mit Verdankung zur Kenntnis genommen.  
8 Minuten
16. Jul 2026
SBS Schweiz ruft den World Adapter USB wegen Brand- und Stromschlaggefahr zurück
In Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Starkstrominspektorat (EST) ruft die SBS Schweiz den World Adapter USB «TEADAPTUSB2CPD20UNI» zurück. Es besteht Brandgefahr und Stromschlaggefahr. Die Konsumenten erhalten den Kaufpreis rückerstattet.
2 Minuten
16. Jul 2026
Die besten PCtipp-Artikel aus der Kalenderwoche 28
In der Kalenderwoche 28 vom 6. bis zum 12. Juli 2026 standen die Artikel «So geht Smartphone-Schutz für Android und iOS» und «Europäisches Smartphone Punkt. MC03 ist ab sofort erhältlich» ganz oben in der Gunst unserer Leserschaft.
2 Minuten
17. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

«Vorsicht: Spam Verdacht»
Swisscom startet Warnhinweis bei verdächtigen Anrufen
Swisscom lanciert für ihren Callfilter eine neue Funktion. Mit der Erweiterung des Callfilters um die Funktion «Vorsicht: Spam Verdacht» erkennen Kunden potenzielle Werbe- und Betrugsanrufe bei ihrem Smartphone auf einen Blick.
2 Minuten
22. Jun 2026
Auswirkungen von Hitze auf Akkus in E-Autos, E-Bikes und E-Scooter
Die grosse Sommerhitze hat auch Folgen für die Akkus von E‑Bikes, E‑Scootern und E-Autos.
2 Minuten
25. Jun 2026
Europäisches Smartphone Punkt. MC03 ist ab sofort erhältlich
Das MC03 des Schweizer Unternehmens Punkt ist ein Smartphone, das mit dem Android-basierten Betriebssystem Aphy OS konsequent auf Datenschutz und Kontrolle durch den Anwender ausgerichtet sein soll. Es ist ab sofort in Europa erhältlich.
2 Minuten
6. Jul 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare