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Polizei setzt auf LINDA-Kampagne gegen Phishing

Card Security und die Polizei wollen zeigen, wie man sich gegen Phishing wehren kann und für den sicheren Umgang mit Debit- und Kreditkarten sensibilisieren.
Bild zur Kampagne LINDA schützt vor Phishing
© Card Security

Phishing-Angriffe erreichen in der Schweiz neue Höchststände. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Bevölkerung unsicher ist, wie sie sich schützen kann. Die Polizei verstärkt deshalb ihre Präventionsarbeit und sensibilisiert mit Card Security für den sicheren Umgang mit Debit- und Kreditkarten.

Phishing-Angriffe erreichen in der Schweiz neue Höchststände. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Bevölkerung unsicher ist, wie sie sich schützen kann. Anfang Juni startet die Kampagne «LINDA schützt vor Phishing!».

Phishing bleibt eine der häufigsten Betrugsformen

Aktuelle Auswertungen des Bundesamts für Cybersicherheit BACS zeigen, dass 19 Prozent der im Jahr 2025 registrierten Cybervorfälle im Zusammenhang mit Phishing standen. Parallel dazu weist die polizeiliche Kriminalstatistik 2025 im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Phishing-Fälle um 24,9 Prozent aus.

Neben der steigenden Fallzahl verändert sich auch die Qualität der Angriffe. Laut dem BACS setzen Täter vermehrt auf mehrstufige Betrugsstrategien und kombinieren verschiedene Kanäle wie E-Mail, Kurznachrichten, Anrufe oder gefälschte Webseiten, um an sensible Informationen zu gelangen. Betrüger nehmen sich auch vermehrt Zeit für individuell auf ihre Opfer zugeschnittene Angriffe.

LINDA - fünf Buchstaben mit grosser Wirkung

Technische Sicherheitsmassnahmen allein reichen nicht, um Phishing wirksam zu bekämpfen. Grösstes Einfallstor ist der Mensch. Phishing-Angriffe zielen auf Aufmerksamkeit, Vertrauen und Reaktionsverhalten ab. Entsprechend kommt der Sensibilisierung der Bevölkerung und Präventionsarbeit eine zentrale Rolle zu.

Genau hier setzen die Polizei und Card Security mit ihrer diesjährigen Kampagne gegen Kartebetrug an. Unter dem Motto «LINDA schützt vor Phishing!» unterstützt Fischerin LINDA Kartennutzer:innen dabei, sich an die wichtigsten Verhaltensregeln im Umgang mit Debit- und Kreditkarten zu erinnern. Jeder Buchstabe von LINDAs Name steht für einen Merksatz, mit dem man Phishing verhindern kann:

L = Links und Anhängen misstrauen

I = Inhalte kritisch prüfen

N = Neutrale Anrede anzweifeln

D = Dringlichkeit hinterfragen

A = Absender überprüfen

«Nur wer typische Betrugsmuster und verdächtige Signale erkennt, kann sich wirksam schützen», unterstreicht Pascal Simmen, Chef Prävention und stellvertretender Leiter Kommunikation der Kantonspolizei Schwyz sowie Vorstandsmitglied des Vereins Card Security. «Unser Ziel mit der Card-Security-Kampagne ist es, die Bevölkerung mit einfachen und wirksamen Schutzmassnahmen zu sensibilisieren. LINDA unterstützt uns dabei.»

Kartenzahlungen gewinnen an Bedeutung - Prävention auch

Die Ergebnisse des Swiss Payment Monitor 2026 zeigen auch, dass Debit- und Kreditkarten im Alltag weiter an Bedeutung gewinnen. Sowohl bei Präsenzgeschäften als auch im Onlinehandel zählen sie zu den meistgenutzten Zahlungsmitteln. Mit der zunehmenden Nutzung digitaler Zahlungsmethoden steigt jedoch auch das Risiko, Opfer von Kartenbetrug zu werden. Die obengenannte gfs.bern-Umfrage macht deutlich, dass es dabei kein klares Opferprofil gibt: Weder Alter noch Einkommen sind ausschlaggebende Faktoren. Auffällig ist lediglich, dass Personen, die ihre Karte regelmässig einsetzen, häufiger betroffen sind als Gelegenheitsnutzer. Gleichzeitig gaben 36 Prozent der Befragten an, nicht zu wissen, wie sie sich besser schützen können.

Umso wichtiger ist die Präventionskampagne «LINDA schützt vor Phishing!», die konkrete Hilfestellungen für einen sicheren Umgang mit digitalen Zahlungsmitteln bietet.

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