Deutsche horten weniger alte Handys und Smartphones
Langsam sinkt die Zahl der eingelagerten und nicht mehr genutzten Handys und Smartphones in Deutschland: Laut einer repräsentativen Befragung durch den Branchenverband Bitkom werden noch 167 Millionen Geräte gehortet. Im Vorjahr waren es noch 195 Millionen. Der Rekordwert wurde Ende 2022 mit 210 Millionen erreicht.
Trotz des Rückgangs haben noch immer 86 Prozent der Befragten mindestens ein ungenutztes Altgerät. Der wichtigste Grund für die Aufbewahrung ist mit 48 Prozent die Möglichkeit, das alte Handy oder Smartphones noch einmal brauchen zu müssen. 28 Prozent haben Sorgen, dass ihre persönlichen Daten auf dem Gerät in falsche Hände geraten könnten. 25 Prozent hängen emotional an den mobilen Begleitern. 19 Prozent geben an, im Alltag keine Zeit für die Entsorgung oder Weitergabe zu finden. Und 11 Prozent wissen nicht genau, wo und wie sie ein Altgerät abgeben können.
Dabei zeigen sich Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Unter 30-Jährige hängen überdurchschnittlich oft emotional an ihren alten Geräten (30 Prozent). Von den über 65-Jährigen wissen vergleichsweise viele nicht, wo sie die Geräte abgeben können (16 Prozent).
«Es ist ein gutes Zeichen, dass die Zahl der gehorteten Alt-Handys zurückgeht. Aber noch immer liegen in deutschen Haushalten enorme Mengen wertvoller Rohstoffe ungenutzt herum», sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. «Alte Smartphones enthalten unter anderem Gold, Silber, Kupfer und Seltene Erden. Diese Rohstoffe sollten im Kreislauf gehalten werden.»
Kommentare