Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Drohnen und Software gegen Kaffeeschädlinge

Forscher der Edith Cowan University haben eine schnelle Methode zur Erkennung von Infektionen in Kaffeekirschen identifiziert, die das Potenzial hat, Kaffeeernten auf der ganzen Welt zu retten.
© (Quelle: unsplash.com/de/@clintmckoy)

Die weltweite Kaffeeindustrie erlitt 2023 Verluste in Höhe von mehr als einer Mrd. Dollar durch den Kaffeekirschenkäfer, der die Früchte zerstört. Seitdem hat sich die Lage keineswegs gebessert, sodass die Kosten für Kaffeebohnen weiter stiegen, wenn kein Gegenmittel gefunden worden wäre. Bis zu 90 Prozent der Ernten werden je nach Region auf diese Art vernichtet.

Suche nach den Frassspuren

Forscher David Cook und sein Team haben Drohnen eingesetzt, um die gefährdeten Gebiete zu überfliegen und zu fotografieren. Ausgewertet werden sie mit einer Methode, die das menschliche Sehvermögen nachahmt. Gesucht wird nicht nach den Insekten selbst, die so klein sind, dass sie nicht zu erkennen sind, sondern nach den Spuren, die die gefrässigen Winzlinge hinterlassen.

"Kaffeekirschenkäfer hinterlassen, wenn sie sich in eine Kaffeekirsche bohren, eine enorme Menge an Rückständen, die viel leichter zu erkennen sind als die Schädlinge selbst", so Cook. Diese schnell zu identifizieren sei enorm wichtig, denn die Schädlinge wandern in kurzer Zeit von einer Pflanze zur anderen, sodass die Ernte flächig zerstört werden kann.

Für wichtige Anbaugebiete

"Künftig können Kaffeebauern schnell erkennen, welche Regionen befallen sind und schnell Gegenmassnahmen ergreifen", unterstreicht Cook. Hilfreich seien Insektizide wie Endosulfan und Chlorpyrifos. Im Test seien auch biologische Waffen wie Insekten, die sich von den Käfern ernähren.

"Der Kaffeekirschenkäfer ist in Südamerika sowie in Indonesien und Teilen Afrikas verbreitet. Für die drei weltweit wichtigsten Kaffeeanbaugebiete ist das also eine Katastrophe", erklärt Computerwissenschaftlerin Leisa Armstrong. Würde dieses Problem in den Griff zu bekommen sein, könne eine Kaffeeknappheit verhindert werden. Ob dann auch die Preise sinken würden - da will sich die Wissenschaftlerin nicht festlegen. (pressetext.com)

Siehe auch:

Kommentare

Forschung Drohnen Künstliche Intelligenz KI & Trends
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

AI Frontier Hackathon
Neurodiverse IT-Lernende entwickeln bei Microsoft eigene KI-Agenten
Über 40 neurodiverse IT-Lernende und Ausbildner, darunter Lernende im Autismus-Spektrum und mit ADHS, entwickelten beim AI Frontier Hackathon von Kauz Informatik Medien AG und Microsoft Schweiz eigene KI-Agenten.
3 Minuten
21. Jun 2026
Vernehmlassung
Angepasste Unternehmensabgabe für Radio und TV
Der Bundesrat will das Tarifmodell der Unternehmensabgabe für Radio und Fernsehen anpassen und damit einen Entscheid des Bundesgerichts umsetzen. Die Vernehmlassung zur Teilrevision der Radio- und Fernsehverordnung wird am 23. Juni 2026 eröffnet.
2 Minuten
19. Jun 2026
Fun
Mini-Cup-Game in der Google-Suche spielen
So finden Sie das Easter Egg von Google und üben sich im Elfmeterschiessen.
2 Minuten
19. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

NFC-Angriffe auf Android verdreifacht
Cyberkriminelle nutzen zunehmend NFC-Technologie, um Bankdaten von Android-Nutzern zu stehlen. Die Angriffszahlen sind in wenigen Monaten dramatisch gestiegen.
2 Minuten
28. Mai 2026
Smartphones
Die 7 besten Handys für jeden Bedarf
Für viele ist das Smartphone ein unverzichtbarer Begleiter im Alltag. Dabei ist die Auswahl am Markt gigantisch: Onlineshops wie Galaxus listen mehrere tausend Geräte und Varianten von weniger als 100 bis zu mehr als 2000 Franken. Eine Entscheidungshilfe.
6 Minuten
4. Jun 2026
Radios können Gesuche einreichen
BAKOM publiziert UKW-Frequenzen
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat am 28. Mai 2026 die Frequenzpakete für die Verbreitung von UKW publiziert.
2 Minuten
29. Mai 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare