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Drohnen und Software gegen Kaffeeschädlinge

Forscher der Edith Cowan University haben eine schnelle Methode zur Erkennung von Infektionen in Kaffeekirschen identifiziert, die das Potenzial hat, Kaffeeernten auf der ganzen Welt zu retten.
© (Quelle: unsplash.com/de/@clintmckoy)

Die weltweite Kaffeeindustrie erlitt 2023 Verluste in Höhe von mehr als einer Mrd. Dollar durch den Kaffeekirschenkäfer, der die Früchte zerstört. Seitdem hat sich die Lage keineswegs gebessert, sodass die Kosten für Kaffeebohnen weiter stiegen, wenn kein Gegenmittel gefunden worden wäre. Bis zu 90 Prozent der Ernten werden je nach Region auf diese Art vernichtet.

Suche nach den Frassspuren

Forscher David Cook und sein Team haben Drohnen eingesetzt, um die gefährdeten Gebiete zu überfliegen und zu fotografieren. Ausgewertet werden sie mit einer Methode, die das menschliche Sehvermögen nachahmt. Gesucht wird nicht nach den Insekten selbst, die so klein sind, dass sie nicht zu erkennen sind, sondern nach den Spuren, die die gefrässigen Winzlinge hinterlassen.

"Kaffeekirschenkäfer hinterlassen, wenn sie sich in eine Kaffeekirsche bohren, eine enorme Menge an Rückständen, die viel leichter zu erkennen sind als die Schädlinge selbst", so Cook. Diese schnell zu identifizieren sei enorm wichtig, denn die Schädlinge wandern in kurzer Zeit von einer Pflanze zur anderen, sodass die Ernte flächig zerstört werden kann.

Für wichtige Anbaugebiete

"Künftig können Kaffeebauern schnell erkennen, welche Regionen befallen sind und schnell Gegenmassnahmen ergreifen", unterstreicht Cook. Hilfreich seien Insektizide wie Endosulfan und Chlorpyrifos. Im Test seien auch biologische Waffen wie Insekten, die sich von den Käfern ernähren.

"Der Kaffeekirschenkäfer ist in Südamerika sowie in Indonesien und Teilen Afrikas verbreitet. Für die drei weltweit wichtigsten Kaffeeanbaugebiete ist das also eine Katastrophe", erklärt Computerwissenschaftlerin Leisa Armstrong. Würde dieses Problem in den Griff zu bekommen sein, könne eine Kaffeeknappheit verhindert werden. Ob dann auch die Preise sinken würden - da will sich die Wissenschaftlerin nicht festlegen. (pressetext.com)

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