Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

KI-Auswertung von Videos verhindert Unfälle

Forscher der New York University nutzen mit "SeeUnsafe" die unzähligen Videos von Verkehrskameras zur systematischen Erfassung von Unfallschwerpunkten. Das scheiterte bisher daran, dass es bei weitem zu wenig Menschen gibt, die die Aufnahmen sichten und bewerten können.
© (Quelle: Pexels)

"In New York City sind tausende Kameras rund um die Uhr in Betrieb. Es ist unmöglich, all dieses Filmmaterial manuell zu überprüfen und zu analysieren", so Experte Kaan Ozbay.

Kostengünstige Verkehrssicherheit

SeeUnsafe soll städtischen Planern eine hochwirksame Möglichkeit bieten, alle Infos voll auszuschöpfen. Das System funktioniert auf der Basis von Künstlicher Intelligenz (KI), das durch visuelle Intelligenz Kollisionen und Beinaheunfälle in vorhandenen Verkehrsaufnahmen automatisch erkennt.

Diese Passagen werden dann von menschlichen Verkehrsplanern ausgewertet und als Grundlage für Verbesserungen genutzt. "Das könnte die Art und Weise revolutionieren, wie Städte die Verkehrssicherheit ohne grössere Neuinvestitionen verbessern können", unterstreicht Ozbay.

Trainingsdaten für autonome Autos

Ozbay und sein Team haben SeeUnsafe mit dem "Toyota Woven Traffic Safety"-Datensatz (WTS) trainiert. Dieser besteht aus zahlreichen Videos, die das Zusammenspiel von Fussgängern und Fahrzeugen in realen Verkehrssituationen zeigen. WTS wurde eigentlich entwickelt, um autonome Fahrzeuge zu trainieren.

Derart vorbereitet, hat SeeUnsafe fast 77 Prozent der festgehaltenen Verkehrssituationen korrekt als Kollisionen, Beinahe-Unfälle und normalen Verkehr klassifiziert. Das System identifiziert auch Verkehrsteilnehmer, die kritische Situationen und Unfälle verursachen. Die Trefferquote liegt bei bis zu 87,5 Prozent.

Präventivmassnahmen jetzt möglich

Traditionell werden Massnahmen zur Verkehrssicherheit erst nach Unfällen umgesetzt. Durch die Analyse von Beinaheunfällen, beispielsweise Fahrzeuge, die zu dicht an Fussgängern und Radfahrern vorbeifahren oder riskante Manöver an Kreuzungen durchführen, können Behörden proaktiv Gefahrenzonen identifizieren.

Dieser Ansatz ermöglicht die Umsetzung von Präventivmassnahmen wie verbesserte Beschilderung, optimierte Ampelschaltungen und neu gestaltete Strassenführungen, bevor es zu schweren Unfällen kommt, sagen die Wissenschaftler.

Das System erstellt Verkehrssicherheitsberichte, in denen Faktoren wie Wetterbedingungen, Verkehrsaufkommen und die spezifischen Bewegungen berücksichtigt werden, die zu Beinaheunfällen oder Kollisionen geführt haben. Das geschieht in natürlicher Sprache, sodass jeder Verkehrsplaner sie auf Anhieb versteht, heisst es. (pressetext.com)

Kommentare

Überwachung Forschung Künstliche Intelligenz KI & Trends
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Elektromobilität: Schweiz gehört zu den entwickelten Märkten
Die Schweiz zählt zu den »entwickelten” Ländern, hat jedoch - verglichen mit den top platzierten skandinavischen Ländern Nachholbedarf bei den Kosten und den Steuervorteilen.
4 Minuten
18. Jun 2026
Vernehmlassung
Angepasste Unternehmensabgabe für Radio und TV
Der Bundesrat will das Tarifmodell der Unternehmensabgabe für Radio und Fernsehen anpassen und damit einen Entscheid des Bundesgerichts umsetzen. Die Vernehmlassung zur Teilrevision der Radio- und Fernsehverordnung wird am 23. Juni 2026 eröffnet.
2 Minuten
19. Jun 2026
Fun
Mini-Cup-Game in der Google-Suche spielen
So finden Sie das Easter Egg von Google und üben sich im Elfmeterschiessen.
2 Minuten
19. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

NFC-Angriffe auf Android verdreifacht
Cyberkriminelle nutzen zunehmend NFC-Technologie, um Bankdaten von Android-Nutzern zu stehlen. Die Angriffszahlen sind in wenigen Monaten dramatisch gestiegen.
2 Minuten
28. Mai 2026
Radios können Gesuche einreichen
BAKOM publiziert UKW-Frequenzen
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat am 28. Mai 2026 die Frequenzpakete für die Verbreitung von UKW publiziert.
2 Minuten
29. Mai 2026
Viele Mobilfunk-Anbieter senken Roaming-Preise
Die Sommerferien stehen vor der Tür. Daher hat der Online-Vergleichsdienst moneyland.ch die Kosten für die Nutzung des Smartphones im Ausland analysiert.
6 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare