Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

KI beurteilt wissenschaftliche Arbeiten besser

Ein KI-Coach der Stanford University für Wissenschaftler verbessert die Qualität von Peer Reviews erheblich und macht sie für Autoren klarer und hilfreicher.
© (Quelle: paperreview.ai Stanford)

Peer Review ist ein essenzieller Qualitätskontrollprozess in der Wissenschaft. Dabei prüfen unabhängige Experten (Peers) aus demselben Fachgebiet bei Fachzeitschriften eingereichte Manuskripte vor der Veröffentlichung auf Methodik, Relevanz und Validität. Erst nach erfolgreicher Prüfung werden die Texte veröffentlicht.

Bewertungen oft zu vage

Viele Forscher sind mit der Qualität des Feedbacks, das sie erhalten, unzufrieden. Häufig beschweren sie sich über vage, kurze und wenig hilfreiche Bewertungen. In einer Umfrage unter 11'800 Forschern haben nur 55,4 Prozent angegeben, mit der Qualität des Feedbacks zufrieden zu sein. Das Problem wird durch die schiere Menge an Artikeln noch verschärft, wodurch sich die Gutachter überfordert fühlen. Entsprechend knapp fällt ihr Feedback oft aus.

Genau hier setzt das "Review Feedback Agent" genannte System an, das fünf grosse KI-Sprachmodelle nutzt, um Gutachterurteile zu prüfen und zu verbessern. 27 Prozent der Gutachter, die KI-Feedback erhalten haben, aktualisierten ihre Arbeit. Insgesamt nahmen sie über 12'000 Vorschläge des Tools an, heisst es.

Fachwissen weiter gefragt

Die nach dem Feedback aktualisierten Gutachten waren in der Regel 80 Wörter länger als die der Kontrollgruppe. Als andere Experten die Gutachten überprüften, ohne zu wissen, welche einen KI-Anstoss erhalten hatten, bewerteten sie die KI-unterstützten Gutachten durchweg als informativer und klarer, so die Forscher.

"Durch informativere Bewertungen für Autoren hat der Review Feedback Agent das Potenzial, die Gesamtqualität der wissenschaftlichen Kommunikation zu verbessern", schreiben die Entwickler. Nicht zuletzt könnte die KI-Hilfe auch zu schnelleren Peer Reviews führen. Davon würden nicht zuletzt Forscherinnen profitieren. Sie haben den Verdacht, dass ihre Einreichungen später beurteilt werden als die von männlichen Kollegen, wie pressetext berichtete. Die Entwickler des Tools weisen aber darauf hin, dass das System kein Ersatz für menschliches Fachwissen ist. (pressetext.com)

Kommentare

Künstliche Intelligenz Wissenschaft KI & Trends
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Echtzeittext - Bundesrat schafft Grundlage für neue Notruffunktion
Der Bundesrat hat mehrere Verordnungen angepasst, um ein sicheres Notrufsystem zu fördern. In Zukunft können Menschen in Notlage die Notdienste von Polizei, Feuerwehr und Sanität per Echtzeittext auf den Smartphones auch schriftlich erreichen. 
3 Minuten
ggs netz übernimmt sämtliche Kommunikationsnetze der GIB-Solutions
Die ggs netz ag übernahm per 1. Mai 2026 sämtliche Kommunikations-netze der GIB-Solutions AG. Mit der Transaktion kommen rund 10’000 Digitalanschlüsse hinzu. Die übernommenen Netze werden künftig über die neu gegründete Tochtergesell-schaft ggs plus ag betrieben.
3 Minuten
Honor: Neue Oberklasse mit zwei Modellen der 600-Serie
Die neuen Honor-Smartphones 600 und 600 Pro sollen in der Oberklasse mit schnellen Snapdragon-Prozessoren und umfangreichen KI-Funktionen der Kameras punkten.
3 Minuten
6. Mai 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Publireportage
Ist öffentliches WLAN sicher? Das solltest du wissen
Öffentliche WLAN-Netze sind überall: in Flughäfen, Hotels, Bibliotheken, Einkaufszentren und vielen anderen Orten. Sich schnell und kostenlos mit dem Internet zu verbinden, war noch nie so einfach. Doch so praktisch diese Netzwerke auch sind – für Cyberkriminelle sind sie ein echtes Einfallstor.
3 Minuten
Vergabe der UKW-Konzessionen für Radios 2027 bis 2034
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat das Verfahren für die Vergabe der UKW-Funkkonzessionen zur Verbreitung von Radioprogrammen ab 2027 festgelegt. Die SRG und Privatradios mit Leistungsauftrag können auf Gesuch hin ihre bisherigen Frequenzen weiter nutzen. SRG vor UKW-Rückkehr?
3 Minuten
21. Apr 2026
Lederarmbänder werden zu Stromspeichern
Forscher der Jilin-Universität machen aus ledernen Jacken, Trachtenhosen und Uhrarmbändern Batterien. Dabei bleibt ihre ursprüngliche Funktion erhalten.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare