Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

KI-Bots passen Antworten an Bildungsstand an

Nutzer mit geringeren Englischkenntnissen, weniger formaler Bildung und nicht-amerikanischer Herkunft erhalten von KI-Chatbots schlechtere, oft falsche Infos.

Elinor Poole-Dayan  präsentiert ihre Forschungsergebnisse

© (Quelle: Clayton Cohn, mit.edu)

Zu dem Schluss kommen Forscher des Center for Constructive Communication am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Am ausgeprägtesten ist der Effekt demnach bei Usern, die sich an der Schnittstelle dieser Kategorien befinden: Bei Benutzern mit geringer formaler Bildung, die zudem Nicht-Muttersprachler sind, ist der Rückgang der Antwortqualität am grössten, heisst es.

Korrektes US-Englisch nötig

Die Forscher haben die modernsten KI-Chatbots, darunter GPT-4 von OpenAI, Claude 3 Opus von Anthropic und Llama 3 von Meta getestet. In einigen Fällen reagierten sie sogar mit herablassender oder bevormundender Sprache, wenn die Frage nicht in korrektem amerikanischem Englisch gestellt worden war. Die Sprachmodelle machen oft auch Unterschiede bei Nutzern aus unterschiedlichen Ländern.

Bei Tests mit Fragestellern aus den Vereinigten Staaten, dem Iran und China mit gleichwertigem Bildungshintergrund hat Claude 3 Opus bei Nutzern aus dem Iran deutlich schlechter abgeschnitten. Das Modell hat sich auch geweigert, Nutzern aus dem Iran oder Russland Infos zu bestimmten Themen zu geben, unter anderem bei Fragen zu Kernenergie, Anatomie und historischen Ereignissen, obwohl das Tool dieselben Fragen für andere Nutzer zuvor korrekt beantwortete.

Tools werden oft überschätzt

"Wir waren motiviert von der Aussicht, dass KI-Sprachmodelle dazu beitragen könnten, die ungleiche Zugänglichkeit von Informationen weltweit zu beseitigen. Diese Vision kann jedoch nicht Wirklichkeit werden, ohne sicherzustellen, dass Modellverzerrungen und schädliche Tendenzen für alle Nutzer, unabhängig von Sprache, Nationalität oder anderen demografischen Merkmalen, sicher gemildert werden", erklärt MIT-Expertin Elinor Poole-Dayan.

"Werden solche KI-Tools in grossem Massstab genutzt, besteht das Risiko, dass Fehlinformationen ausgrechnet an diejenigen weitergegeben werden, die am wenigsten in der Lage sind, dies zu erkennen", warnt MIT-Computerwissenschaftler Jad Kabbara abschliessend. (pressetext.com)

Kommentare

Künstliche Intelligenz KI & Trends
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Fun
Mini-Cup-Game in der Google-Suche spielen
So finden Sie das Easter Egg von Google und üben sich im Elfmeterschiessen.
2 Minuten
19. Jun 2026
Die besten PCtipp-Artikel aus der Kalenderwoche 24
In der Kalenderwoche 24 vom 08. bis zum 14. Juni 2026 standen die Artikel «Ubuntu 26.04 LTS ist da!» und «Mini-Cup-Game in der Google-Suche spielen» ganz oben in der Gunst unserer Leserschaft.  
2 Minuten
19. Jun 2026
Vernehmlassung
Angepasste Unternehmensabgabe für Radio und TV
Der Bundesrat will das Tarifmodell der Unternehmensabgabe für Radio und Fernsehen anpassen und damit einen Entscheid des Bundesgerichts umsetzen. Die Vernehmlassung zur Teilrevision der Radio- und Fernsehverordnung wird am 23. Juni 2026 eröffnet.
2 Minuten
19. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

NFC-Angriffe auf Android verdreifacht
Cyberkriminelle nutzen zunehmend NFC-Technologie, um Bankdaten von Android-Nutzern zu stehlen. Die Angriffszahlen sind in wenigen Monaten dramatisch gestiegen.
2 Minuten
28. Mai 2026
Radios können Gesuche einreichen
BAKOM publiziert UKW-Frequenzen
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat am 28. Mai 2026 die Frequenzpakete für die Verbreitung von UKW publiziert.
2 Minuten
29. Mai 2026
Viele Mobilfunk-Anbieter senken Roaming-Preise
Die Sommerferien stehen vor der Tür. Daher hat der Online-Vergleichsdienst moneyland.ch die Kosten für die Nutzung des Smartphones im Ausland analysiert.
6 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare