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Lesedauer 2 Min.

KI findet Schmuggelware in Containern

Forscher der Tufts University um Eric Miller nutzen Künstliche Intelligenz zum Aufstöbern von Schmuggelwaee in Frachtcontainern mit einer Trefferquote von 98 Prozent. Um die Software zu trainieren, setzen die Experten auf Datensätze mit Bildern gebündelter Gegenstände.
© (Quelle: violetta, pixabay.com)

So machen sie die KI auf Gegenstände aufmerksam, die anders aussehen als die deklarierten Weinflaschen oder Autoreifen.

Training mit Erfolg

Mit der Zeit ist es der Software gelungen selbst zu unterscheiden, wie sich Reifen und Weinflaschen von Uerwartetem unterscheiden. Zunächst ging es um einfache und gut zu erkennende Objekte wie zylinderförmige Gegenstände und Ninja-Sterne. Dann gingen die Forscher zu komplexen Gebilden über wie Gegenständen in Form von Geldbeuteln, Tierstosszähnen und Krügen. Auch diese Lektionen verinnerlichte die Software.

Im realen Einsatz soll die Software nicht selbstständig entscheiden, was legal im Container steckt oder was Drogen oder andere Schmuggelware sind. Sie soll lediglich Verdachtsfälle melden, die dann von Menschen überprüft werden, betonen die Wissenschaftler.

KI gegen das Chaos

Die Methode könnte auch in Bereichen wie Mikroskopie, medizinischer Forschung, Katastrophenhilfe und Qualitätskontrolle eingesetzt werden. Sie könnte auch Herstellern dabei helfen, Risse in Flugzeugtragflächen oder Mängel in Computerchips zu erkennen, so Miller. "Überall dort, wo man Objekte in einer unübersichtlichen Umgebung identifizieren muss, könnte dieses Modell eingesetzt werden. Es müsste nur entsprechend trainiert werden."

Der Bedarf an einer besseren Bildgebung ist enorm. Allein in den USA kommen jährlich mehr als elf Mio. Container per Schiff, ebenso viele auf Lastwagen und 2,7 Mio. auf der Schiene an, die alle laut der US-amerikanischen Zoll- und Grenzschutzbehörde überprüft werden müssen. Bisher ist das nur sporadisch möglich, und viele unerlaubte Waren werden nicht erkannt. (pressetext.com)

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