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Schon vor KI gerieten Arbeitsplätze in Gefahr

Der technologiebedingte Verlust von Arbeitsplätzen begann lange vor dem Aufkommen Künstlicher Intelligenz (KI), deren prominentester Vertreter ChatGPT ist.
© (Quelle: EMGenie)

Das zeigt eine Analyse von Nick O'Donovan von der Keele University Business School. Der Ersatz qualifizierter Arbeitskräfte durch Technologie begann danach bereits vor fast zwei Jahrzehnten.

Zunehmender Kapitaleinsatz

"Der wissensintensive Dienstleistungssektor ist seit den frühen 2000er-Jahren zunehmend kapitalintensiver geworden, da führende Unternehmen stark in digitale Infrastruktur, proprietäre Plattformen und geistiges Eigentum investieren", so O'Donovan. Parallel dazu wurden Arbeitsplätze abgebaut. "Das fällt mit dem Aufstieg des Cloud Computing und der zunehmenden Dominanz digitaler Plattformen zusammen, die wahrscheinlich lange vor dem KI-Einzug in den Mainstream zur Automatisierung hochqualifizierter Aufgaben beigetragen haben", sagt der Ökonom.

Da Unternehmen immer fortschrittlichere KI-Tools einsetzen, werden sich diese Trends laut dem Wissenschaftler voraussichtlich noch beschleunigen. Er warnt davor, dass diese Entwicklungen die Annahme infrage stellen, dass allein Bildung und Weiterqualifizierung die Arbeitnehmer im digitalen Zeitalter vor dem Jobverlust schützen können. Die Folgen werden laut O'Donovan wahrscheinlich zu einer Neugestaltung der Beschäftigungsmuster, einer Vergrösserung der Einkommensungleichheit und zu Risiken für den sozialen Zusammenhalt führen.

Herausforderung für die Politik

Die Forscher fordern mit ihrer Studie die politischen Entscheidungsträger dazu auf, die Reaktion der Volkswirtschaften auf die Automatisierung zu überdenken - nicht nur durch traditionelle Arbeitsmarktpolitik, sondern auch durch mutige Reformen, die auf die Regulierung der KI, die Umverteilung der Gewinne aus dem technologischen Fortschritt und die Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Haushalte abzielen. (pressetext.com)

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Künstliche Intelligenz Digitalisierung KI & Trends
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