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KI im Ladenalltag: So profitieren auch kleine Händler

Künstliche Intelligenz hilft nicht nur den Grossen: Laut einer neuen Umfrage sparen auch kleine Einzelhändler mit KI-Anwendungen bares Geld – und gewinnen Zeit fürs Wesentliche.
© (Quelle: DALL-E)

Im stationären Einzelhandel setzt sich Künstliche Intelligenz zunehmend durch – auch bei kleineren und unabhängigen Betrieben. Laut einer von Faire beauftragten Umfrage des Marktforschungsinstituts OnePoll nutzen bereits 91 Prozent der befragten Einzelhändler mit weniger als 250 Mitarbeitern entsprechende Technologien. 40 Prozent davon sogar täglich.

Besonders häufig werden KI-basierte Tools in den Bereichen Marketing (39 %), Texterstellung (38 %) und als digitale Assistenten (ebenfalls 39 %) eingesetzt. Die Gründe dafür sind klar: Im Durchschnitt sparen Händler durch den Einsatz von KI-Technologien rund zwei Stunden und 13 Minuten pro Tag. Umgerechnet auf eine sechstägige Arbeitswoche ergibt das eine Zeitersparnis von über 13 Stunden.

Diese Effizienz zahlt sich auch finanziell aus. Laut Befragung geben Händler an, durch KI-Nutzung durchschnittlich 97 Euro pro Tag einzusparen – bei täglicher Nutzung ergibt das eine jährliche Ersparnis von mehr als 30.000 Euro. Insbesondere vor dem Hintergrund steigender Betriebskosten sehen viele Einzelhändler die Technologie daher als wichtigen wirtschaftlichen Hebel.

Gleichzeitig nutzen immer mehr Händler KI auch strategisch: 37 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen die Technologie hilft, besser mit grösseren Marktteilnehmern zu konkurrieren. Ein Drittel berichtet sogar von direkten Umsatzsteigerungen durch den KI-Einsatz.

Die Nutzung erfolgt dabei oft als Reaktion auf konkrete Herausforderungen. So nennen 38 Prozent der Befragten steigende Geschäftskosten als derzeit grösste Belastung, gefolgt von sinkender Konsumlaune (34 %) sowie wachsender Bürokratie und regulatorischen Anforderungen (31 %). Für viele wird KI so zu einem Instrument, um Prozesse zu vereinfachen, manuelle Aufgaben zu reduzieren (33 %), die Gesamteffizienz zu steigern (30 %) oder die Kundenbindung zu verbessern (25 %).

Trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es auch Vorbehalte: 14 Prozent der Befragten, die bereits KI nutzen, vertrauen der Technologie nicht vollständig. Weitere 13 Prozent befürchten eine zu starke Abhängigkeit, 18 Prozent empfinden einen Mangel an persönlicher Ansprache. Zudem fühlen sich 12 Prozent bei der Einführung neuer Tools generell unsicher. Besonders deutlich wird der Beratungsbedarf: 82 Prozent der Händler wünschen sich mehr Unterstützung bei der Auswahl und dem effektiven Einsatz von KI-Lösungen. Die Sorge, langfristig den Anschluss zu verlieren, bewegt immerhin die Hälfte derjenigen, die bislang noch keine KI einsetzen.

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