Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

KI krempelt 40 Prozent der Arbeitsplätze um

Der Weltmarkt für Künstliche Intelligenz (KI) wird bis 2033 laut einer Schätzung der UN-Welthandelsorganisation UNCTAD rund 4,8 Bio. Dollar erreichen. Das entspricht in etwa der Grösse der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr.
© (Quelle: EMGenie)

Gleichzeitig sieht die Organisation eine gewaltige Umwälzung des Arbeitsmarktes. 40 Prozent der Jobs würden bis dahin durch KI wegfallen oder völlig veränderte Fähigkeiten erfordern.

Während frühere Technologiewellen hauptsächlich Arbeitsplätze im Bereich der manuellen Arbeit betrafen, würden wissensintensive Sektoren am stärksten von KI betroffen sein. Fortgeschrittene Volkswirtschaften werde das am härtesten treffen. Andererseits seien diese besser in der Lage, die Vorteile von KI zu nutzen als Entwicklungsländer, so die Einschätzung der Experten.

Verschärfte Ungleichheit

"Die Vorteile der KI-gesteuerten Automatisierung begünstigen oft das Kapital gegenüber der Arbeit, was die Ungleichheit vergrössern und den Wettbewerbsvorteil der Niedriglohnarbeit in Entwicklungsländern verringern könnte", heisst es. In diesem Zusammenhang fordert UNCTAD-Leiterin Rebeca Grynspan, den Menschen in den Mittelpunkt der KI-Entwicklung zu stellen, sowie eine stärkere internationale Zusammenarbeit.

"Die Geschichte hat gezeigt, dass der technologische Fortschritt zwar das wirtschaftliche Wachstum antreibt, aber allein keine gerechte Einkommensverteilung gewährleistet oder eine integrative menschliche Entwicklung fördert", warnt sie. 2023 stellten Spitzentechnologien wie das Internet, Blockchain, 5G, 3D-Druck und KI einen Markt von 2,5 Bio. Dollar dar. Bis 2035 werde er voraussichtlich auf 16,4 Bio. Dollar ansteigen. Mit 4,8 Bio. Dollar werde KI dann die führende Technologie sein.

USA und China weit vorne

Grynspan beklagt, dass der Zugang zu KI-Infrastruktur und -Fachwissen nach wie vor auf einige wenige Volkswirtschaften konzentriert sei. Derzeit seien weltweit nur 100 Unternehmen, hauptsächlich in den USA und China, für 40 Prozent der KI-Umsätze verantwortlich.

Die bisher zurückhaltend agierenden Länder sollten jetzt handeln, um durch Investitionen in die digitale Infrastruktur, den Aufbau von Kapazitäten und die Stärkung der KI-Governance das KI-Potenzial für eine nachhaltige Entwicklung nutzen zu können. KI-Governance sei ein Leitkonzept, das sicherstellt, dass KI ethisch und verantwortungsvoll eingesetzt wird.

Auch Investitionen in Umschulung, Weiterbildung und Anpassung der Arbeitskräfte seien unerlässlich, um sicherzustellen, dass KI die Beschäftigungsmöglichkeiten verbessert und nicht beseitigt. "KI gestaltet die wirtschaftliche Zukunft der Welt, doch 118 Länder - vor allem im globalen Süden - sind bei den wichtigsten Diskussionen über die KI-Governance nicht vertreten", kritisiert Grynspan. Entwicklungsländer müssen mit am Tisch sitzen. (pressetext.com)

Kommentare

Künstliche Intelligenz KI & Trends
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Amazon plant offenbar ein eigenes Smartphone
Amazon entwickelt offenbar ein eigenes Smartphone. Das berichtet Reuters unter Berufung auf Insider im Unternehmen. Es wäre der zweite Anlauf in diesem Segment für den Web-Riesen.
2 Minuten
23. Mär 2026
«ZüriA»
Stadt Zürich lanciert eigene KI-Assistenz
Seit Kurzem steht den Mitarbeitenden der Stadt Zürich mit «ZüriA» eine KI-Assistenz zur Verfügung, die die Bearbeitung von internen, vertraulichen und streng vertraulichen Informationen ermöglicht.
2 Minuten
18. Mär 2026
Apple-Ecke
iCloud-Backups: wenig Aufwand, viel Wirkung
Apples iCloud ist kein Ersatz für klassische Backups. Doch mit dem richtigen Ansatz wird sie zur wichtigsten Verteidigungslinie gegen Datenverlust. Mit den folgenden Einstellungen werden wasserdichte Sicherheitskopien bei minimalem Aufwand realisiert.
6 Minuten
19. Mär 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Künstliche Intelligenz
KI-Tools verhindern das Lernen am Arbeitsplatz
Berufseinsteiger erledigen an ihrem ersten Arbeitsplatz wegen Künstlicher Intelligenz (KI) immer weniger Routineaufgaben und erwerben auch nicht mehr nebenbei spezielle Qualifikationen durch die Zusammenarbeit mit erfahrenen Kollegen.
3 Minuten
Smartphone
Vivo bringt Zeiss-Kameras in die Mittelklasse
Vivo hat zwei Smartphones der neuen V70-Serie gezeigt, die auch nach Deutschland und in die Schweiz kommen könnten. Sie sollen mit Zeiss-Technologie bei den Kameras punkten.
2 Minuten
24. Feb 2026
Forschung
Strahlenresistente Elektronik für das All kreiert
Laut Forschern der Fudan-Universität eignen sich Schichten aus Molybdändisulfid für strahlungsbeständige Elektronik in Raumfahrzeugen.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare