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Lesedauer 3 Min.

KI liefert oft inhaltsarme, unbrauchbare Texte

"Workslop" verursacht laut Studie von BetterUp und der Stanford University viel Mehrarbeit.
© (Quelle: Gerd Altmann, pixabay.com)

Laut einer Umfrage der Coaching-Plattform BetterUp und der Stanford University unter 1'150 US-Vollzeitkräften haben 40 Prozent im vergangenen Monat sogenannten KI-"Workslop" erhalten. In Anlehnung an "KI-Slop" subsummiert der Begriff mit einer KI generierte Inhalte geringer Qualität. Es sieht zwar professionell aus, aber es mangelt oft an Substanz, Qualität oder tieferer Bedeutung.

40 Prozent leiden unter Workslop

Durchschnittlich 15 Prozent der Inhalte, die die Angestellten erhalten hatten, empfanden sie als wenig aufwendig ausgearbeitet und kaum hilfreich. Sie hatten mehrheitlich den Verdacht, dass diese Texte KI generiert waren. Das ist branchenübergreifend, besonders ausgeprägt, jedoch in den Bereichen professionelle Dienstleistungen und Technologie.

Einer der Befragten, ein Finanzfachmann, erinnerte sich daran, wie er durch die KI-generierte Arbeit eines Kollegen in eine Zwickmühle geriet: "Ich musste mich entscheiden, ob ich den Text selbst umschreiben, ihn umschreiben lassen oder ihn einfach als gut genug akzeptieren sollte." Ein anderer Befragter, ein Direktor im Einzelhandel, verschwendete eigenen Angaben nach Zeit damit, die ihm zugesandten Infos zu ergänzen und eigene Recherchen anzustellen. Die verlorene Zeit pro Workslop läge bei fast zwei Stunden.

Blumige Sprache, aufgeblähte Texte

Workslop lässt sich oft an "blumiger Sprache" erkennen, sagt Stanford-Forscher Jeff Hancock. Auch seien solche Texte oft aufgebläht. Es gebe beispielsweise drei Absätze, wenn einer gereicht hätte. Das Phänomen habe viele verschiedene Erscheinungsformen, von Präsentationen mit unvollständigen Infos bis hin zu seltsam formulierten E-Mails.

Laut dem Experten hat alles denselben Effekt: Der Empfänger müsse unverhältnismässig viel Zeit aufwenden, um die fehlenden Infos zu beschaffen. Das gehe zulasten der Produktivität. Gallup-Marktforscher schätzen, dass sich der Einsatz von KI am Arbeitsplatz seit 2023 von 21 auf 40 Prozent fast verdoppelt hat, doch 95 Prozent der Fachleute sehen laut einem aktuellen Bericht des MIT Media Lab keinen messbaren Return on Investment für diese Technologie. (pressetext.com)

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