Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

KI löst spielend fast alle Prüfungsaufgaben

Generative künstliche Intelligenz (GenKI) wie ChatGPT könnte so manche Prüfung an Hochschulen bestehen, so Antoine Bosselut von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL).
© (Quelle: ETHZ)

Sein Team hat den GenKI-Varianten GPT 3.5 und GPT 4 Prüfungsfragen aus 50 Kursen vorgelegt, die ein breites Spektrum an MINT-Disziplinen abdecken, darunter Informatik, Mathematik, Biologie, Chemie, Physik und Materialwissenschaften.

Trefferquote bei 65,8 Prozent

Die Forscher haben festgestellt, dass GPT 4 im Schnitt 65,8 Prozent der Fragen richtig beantwortete, wenn sie jemand stellt, der von der Technik nichts versteht, die hinter der KI steckt. Die besser Informierten kamen auf eine Erfolgsquote von bis zu 85,1 Prozent.

"Wir waren von den Ergebnissen überrascht. Niemand hatte erwartet, dass die KI-Assistenten in so vielen Kursen einen so hohen Prozentsatz an richtigen Antworten erzielen würden", sagt Anna Sotnikova, Postdoc im Natural Language Processing Laboratory der EPFL.

Studenten vertrauen auf GenKI

Im Hochschulbereich setzen Studenten zunehmend KI-Assistenten ein, um Aufgaben zu lösen und zu lernen. Diese Tools bieten zwar Möglichkeiten für eine verbesserte Lehre und Ausbildung, stellen aber auch eine grosse Herausforderung für die Bewertung und die Lernergebnisse dar.

Bislang gibt es kaum Studien über potenzielle Folgen auf Bewertungsmethoden, die Hochschulen anwenden. Gute Arbeiten können durchaus von Studenten abgeliefert werden, die gar nichts verstehen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Sprachmodelle Bachelor- oder noch anspruchsvollere Prüfungen bestehen.

"Wir hatten das Glück, dass uns ein grosses Konsortium von EPFL-Professoren, Lehrern und Lehrassistenten dabei half, den bisher grössten Datensatz an Kursmaterialien, Bewertungen und Prüfungen zu sammeln, um eine Vielzahl von Materialien für unsere Studiengänge zu erhalten", so Bosselut.

Und weiter: "Diese Daten brachten wir in ein Format, von dem wir annehmen, dass es der Art und Weise am ehesten ähnelt, wie Studenten diese Informationen tatsächlich an grosse Sprachmodelle weitergeben. Anschliessend generierten wir Antworten von den Modellen und sahen, wie gut sie antworteten."

Strengere Bewertungen in Anflug

Kurzfristig spricht sich Bosselut für strengere Bewertungen aus - nicht im Sinne der Schwierigkeit der Fragen, sondern im Sinne der Komplexität der Bewertung selbst, bei der mehrere Fähigkeiten aus verschiedenen Konzepten, die im Laufe des Semesters erlernt werden und in einer ganzheitlichen Bewertung zusammengeführt werden, berücksichtigt werden müssen.

"Die Modelle sind noch nicht wirklich darauf ausgelegt, auf diese Art und Weise zu planen und zu arbeiten, und letztendlich sind wir der Meinung, dass dieses projektbasierte Lernen für die Studierenden ohnehin besser ist", unterstreicht Bosselut abschliessend. (pressetext.com)

Kommentare

Künstliche Intelligenz KI & Trends
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

ggs netz übernimmt sämtliche Kommunikationsnetze der GIB-Solutions
Die ggs netz ag übernahm per 1. Mai 2026 sämtliche Kommunikations-netze der GIB-Solutions AG. Mit der Transaktion kommen rund 10’000 Digitalanschlüsse hinzu. Die übernommenen Netze werden künftig über die neu gegründete Tochtergesell-schaft ggs plus ag betrieben.
3 Minuten
Honor: Neue Oberklasse mit zwei Modellen der 600-Serie
Die neuen Honor-Smartphones 600 und 600 Pro sollen in der Oberklasse mit schnellen Snapdragon-Prozessoren und umfangreichen KI-Funktionen der Kameras punkten.
3 Minuten
6. Mai 2026
Stromverbrauch und Effizienzpotenziale von Rechenzentren in der Schweiz
2024 betrug der Stromverbrauch der Rechenzentren in der Schweiz 2,1 TWh, was ungefähr 3,6 Prozent des Gesamtverbrauchs entspricht. Bis 2030 wird ein Anstieg des Stromverbrauchs der inländischen Rechenzentren auf 2,5 bis 3,2 TWh erwartet. 
3 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Publireportage
Ist öffentliches WLAN sicher? Das solltest du wissen
Öffentliche WLAN-Netze sind überall: in Flughäfen, Hotels, Bibliotheken, Einkaufszentren und vielen anderen Orten. Sich schnell und kostenlos mit dem Internet zu verbinden, war noch nie so einfach. Doch so praktisch diese Netzwerke auch sind – für Cyberkriminelle sind sie ein echtes Einfallstor.
3 Minuten
Vergabe der UKW-Konzessionen für Radios 2027 bis 2034
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat das Verfahren für die Vergabe der UKW-Funkkonzessionen zur Verbreitung von Radioprogrammen ab 2027 festgelegt. Die SRG und Privatradios mit Leistungsauftrag können auf Gesuch hin ihre bisherigen Frequenzen weiter nutzen. SRG vor UKW-Rückkehr?
3 Minuten
21. Apr 2026
Lederarmbänder werden zu Stromspeichern
Forscher der Jilin-Universität machen aus ledernen Jacken, Trachtenhosen und Uhrarmbändern Batterien. Dabei bleibt ihre ursprüngliche Funktion erhalten.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare