Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

KI verelffacht Energiehunger von Rechenzentren

Die vermehrte Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) treibt den Energieverbrauch in Rechenzentren hoch.
© (Quelle: Shutterstock/Vladimir Timofeev)

Laut Berechnungen des Öko-Instituts im Auftrag von Greenpeace Deutschland wird der Stromverbrauch in dem Bereich bis 2030 um das Elffache ansteigen - von aktuell rund 50 auf dann etwa 550 Mrd. Kilowattstunden.

Mehr Emissionen

Den Prognosen zufolge werden zusammen mit den übrigen Rechenzentren im Jahr 2030 ungefähr 1.400 Mrd. Kilowattstunden Strom für die zentrale Datenverarbeitung eingesetzt. Damit verbunden ist ein Anstieg der Treibhausgas-Emissionen von Rechenzentren von 212 Mio. Tonnen (Jahr 2023) auf 355 Mio. Tonnen (Jahr 2030) zu erwarten.

Den Experten nach entstehen weitere Belastungen durch den Wasserbedarf für die Kühlung, der sich im gleichen Zeitraum auf 664 Mrd. Liter dann fast vervierfacht, sowie die bis zu fünf Mio. Tonnen zusätzlich anfallender Elektronikabfälle, die durch den Ausbau der Rechenzentren und der angesichts steigender Nutzungsraten erforderlicher KI-Kapazitäten entstehen.

Monokulturen und Co

KI wird laut den Fachleuten bereits heute schon zur Beschleunigung umweltschädlicher Geschäftspraktiken eingesetzt - beispielsweise zur schnelleren und effektiveren Erschliessung neuer fossiler Energiequellen. Dies fördere Monokulturen und stärke privaten Konsum weiter. Negative Umwelteffekte seien auch ungewollt wegen Fehlern in der Datengrundlage möglich.

"Auch in den kommenden Jahren werden Rechenzentren weiterhin auf fossile Energieträger wie Erdgas und Kohle angewiesen sein - mit entsprechend hohen ökologischen Kosten", so Jens Gröger, Forschungskoordinator für nachhaltige digitale Infrastrukturen am Öko-Institut. (pressetext.com)

Kommentare

Nachhaltigkeit Künstliche Intelligenz KI & Trends
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Echtzeittext - Bundesrat schafft Grundlage für neue Notruffunktion
Der Bundesrat hat mehrere Verordnungen angepasst, um ein sicheres Notrufsystem zu fördern. In Zukunft können Menschen in Notlage die Notdienste von Polizei, Feuerwehr und Sanität per Echtzeittext auf den Smartphones auch schriftlich erreichen. 
3 Minuten
Honor: Neue Oberklasse mit zwei Modellen der 600-Serie
Die neuen Honor-Smartphones 600 und 600 Pro sollen in der Oberklasse mit schnellen Snapdragon-Prozessoren und umfangreichen KI-Funktionen der Kameras punkten.
3 Minuten
6. Mai 2026
Stromverbrauch und Effizienzpotenziale von Rechenzentren in der Schweiz
2024 betrug der Stromverbrauch der Rechenzentren in der Schweiz 2,1 TWh, was ungefähr 3,6 Prozent des Gesamtverbrauchs entspricht. Bis 2030 wird ein Anstieg des Stromverbrauchs der inländischen Rechenzentren auf 2,5 bis 3,2 TWh erwartet. 
3 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Publireportage
Ist öffentliches WLAN sicher? Das solltest du wissen
Öffentliche WLAN-Netze sind überall: in Flughäfen, Hotels, Bibliotheken, Einkaufszentren und vielen anderen Orten. Sich schnell und kostenlos mit dem Internet zu verbinden, war noch nie so einfach. Doch so praktisch diese Netzwerke auch sind – für Cyberkriminelle sind sie ein echtes Einfallstor.
3 Minuten
Vergabe der UKW-Konzessionen für Radios 2027 bis 2034
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat das Verfahren für die Vergabe der UKW-Funkkonzessionen zur Verbreitung von Radioprogrammen ab 2027 festgelegt. Die SRG und Privatradios mit Leistungsauftrag können auf Gesuch hin ihre bisherigen Frequenzen weiter nutzen. SRG vor UKW-Rückkehr?
3 Minuten
21. Apr 2026
Lederarmbänder werden zu Stromspeichern
Forscher der Jilin-Universität machen aus ledernen Jacken, Trachtenhosen und Uhrarmbändern Batterien. Dabei bleibt ihre ursprüngliche Funktion erhalten.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare