Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Künstliche Intelligenz sagt Erdbeben vorher

Seismologen des Los Alamos National Laboratory nutzen maschinelles Lernen zur Erkennung der verborgenen Signale, die einem Erdbeben vorausgehen. Die Experten haben den KI-Algorithmus mit Daten des Kīlauea-Vulkans auf Hawaii gefüttert und entsprechend trainiert.
© (Quelle: USGS)

Dieser war zwischen dem 1. Juni und dem 2. August 2018 aktiv. In dieser Zeit verursachte er rund 50 Erdbeben, die das Hawaiian Volcano Observatory registrierte, das vom U.S. Geological Survey betrieben wird.

Rund 50 Beben analysiert

Die Forscher haben sich auf 30-Sekunden-Fenster seismischer Daten der rund 50 Beben konzentriert. Ihr Modell hat dabei eine Art Fingerabdruck identifiziert, ein verstecktes Signal, das jedem Erdstoss durch den Vulkanausbruch vorausging. Während dieser Zeit erfassten sie mit globalen Navigationssatellitensystem zusätzlich millimetergrosse Verschiebungen des Bodens.

Das maschinelle Lernmodell analysierte dann diese Daten, verarbeitete die seismischen Signale und schätzte erfolgreich die Bodenverschiebung sowie die Zeit bis zum nächsten Beben ab. Drücken tektonische Platten gegeneinander, erzeugen sie schwache Erschütterungen im Boden, die als kontinuierliche akustische oder seismische Emissionen bezeichnet werden. Diese Signale haben Wellenform, wurden aber bisher für Rauschen gehalten, also für Zufallsdaten ohne Infos.

Für viele gefährdete Gebiete

Die Forscher in Los Alamos haben herausgefunden, dass diese Wellenformen reich an Daten sind und sich dazu verwenden lassen, physikalische Eigenschaften einer Verwerfung wie Verschiebung, Reibung und Dicke zu ermitteln und damit Vorboten von Erdbeben zu erkennen.

"Wenn wir uns diese kontinuierlichen Signale ansehen, können wir Infos herausziehen, die uns sagen, wo sich die Verwerfung befindet, die Ursache eines Bebens. Wir sehen uns an, wie sich das Rauschen entwickelt, und das gibt uns Details über den aktuellen Zustand und die Position der Verwerfungen", so Forschungsleiter Christopher Johnson. Die Signale seien generell typisch, sodass sie an beliebigen Stellen der Erde zur Prognose von Beben genutzt werden können. (pressetext.com)

Kommentare

Künstliche Intelligenz Forschung KI & Trends
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Adobe integriert lizenzierte Musik von UMG und WMG in Premiere Mobile
Adobe erweitert Premiere Mobile um lizenzierte Musik: In Zusammenarbeit mit der Universal Music Group (UMG) und der Warner Music Group (WMG) stellt das Unternehmen Creatorn künftig eine Auswahl an Musikclips bekannter Künstler direkt in der App zur Verfügung.
2 Minuten
Gartner nennt die zehn wichtigsten Technologietrends für 2027
Das Analystenhaus Gartner hat die zehn bedeutendsten strategischen Technologietrends für 2027 vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen spezialisierte KI-Modelle, die Kontrolle autonomer KI-Agenten und digitale Souveränität.
3 Minuten
Video-Tipps
So faszinierende Videos drehen
Video ist das Leitmedium unserer Zeit. Allerdings ist die Produktion guter Inhalte gar nicht so simpel. Wir zeigen Ihnen einige effiziente, aber einfache Tricks, mit denen Sie Videos besser filmen und bearbeiten.
11 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Der Zenit für Gamer, Cosplayer und Fans von Star Wars
Fantasy Basel 2024: der grosse Rückblick
Sie war auch dieses Jahr die wichtigste Messe für Gamer, Cosplayer oder einfach für alle, die galaktische und fantastische Geschichten lieben. PCtipp hat die coolsten Bilder auf der Fantasy Basel 2024, der grössten Schweizer Comic Con, gesammelt.
3 Minuten
13. Mai 2024
Kritische Schwachstellen in PHP - Sicherheitsupdates sofort einspielen
Zwei kritische Schwachstellen in PHP können Angreifern ermöglichen, ohne Anmeldung Schadcode auf betroffenen Servern auszuführen. Sicherheitsupdates sind jetzt verfügbar. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) empfiehlt, betroffene Systeme unverzüglich zu aktualisieren.
2 Minuten
21. Okt 2026
Sprachbarrieren überwinden
Alertswiss informiert, warnt und alarmiert neu auch in Leichter Sprache
Hunderttausenden Menschen in der Schweiz fällt das Lesen schwer. Informationen, Warnungen und Alarmmeldungen müssen aber auch für sie verständlich sein. Deshalb bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) Meldungen in der Alertswiss-App neu auch in Leichter Sprache an.
4 Minuten
21. Okt 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare