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Marktforscher sehen das Ende von 4G am Horizont

Analysten rechnen damit, dass schon in wenigen Jahren in den ersten Ländern die heute noch so wichtige 4G-Technik abgeschaltet werden kann. Für IoT-Geräte könnte es bis dahin 5G-basierte Übergangstechnologien geben.
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© ChatGPT

Der Übergang von einer Mobilfunktechnologie auf die nächste ist immer ein fliessender Prozess mit paralleler Nutzung, doch irgendwann kommt immer der Punkt, an dem die alte Technik abgeschaltet wird. Das geschah mit 3G (UMTS) in Deutschland im Jahr 2021 und soll für 2G schrittweise ab 2028 kommen. Jetzt skizzieren die Marktforscher von Counterpoint in einen neuen Report, wie der Ausstieg aus der 4G-Technologie (LTE) erfolgen könnte.

Noch ist diese in den meisten Weltregionen aktuell der Leistungsträger in den Netzen, auch wenn die 5G-Verbreitung schnell wächst. Doch während die neueren Generationen bei Endkunden für ihre Smartphones schnell adaptiert werden, sind kostengünstige IoT-Geräte zum Beispiel für Messungen oder Telematik bei der technischen Evolution langsamer dabei. Sie basieren häufig immer noch auf 2G und 3G, auch wenn zunehmend die neueren 4G-basierten Standards LTE-M und NB-IoT zum Einsatz kommen.

Allerdings ist dieser Fortschritt nicht in allen Weltregionen gleich schnell: Japan, Südkorea, die USA und Italien haben bereits 3G und teilweise 2G abgeschaltet, auch in Europa ist man laut Counterpoint nicht weit dahinter. Doch in China, Indien und Lateinamerika dürften die älteren Technologien schon aus Kostengründen und einer hohen Nutzerbasis länger überleben. In Afrika und dem Mittleren Osten könnten 2G und 3G sogar bis Mitte der 2030er-Jahre genutzt werden.

Dort geht auch der 5G-Aufbau viel langsamer. Wenn dieser in stark entwickelten Märkten bei der Abdeckung vollzogen wird und 6G für die frühen 2030er-Jahre am Horizont auftaucht, werden sich laut den Analysten die Netzbetreiber Gedanken über den möglichen Ausstieg aus 4G machen. Um die Bedürfnisse der IoT-Geräte zu befriedigen, könnten die Technologien 5G RedCap und eRedCap zum Einsatz kommen. Deren Nutzung ist allerdings auf die 5G-Standalone-Technik angewiesen, deren Einführung in vielen Ländern aktuell eher schleppend verläuft. Zudem werden diese Empfangsmodule in den nächsten Jahren noch gegenüber den 4G-Modems zu teuer sein.

Bei Counterpoint rechnet man für die Jahre 2028/2029 mit ersten Initiativen zum 4G-Ende in China, Japan und Nordamerika, wobei Europa bald danach folgen könnte. Lateinamerika, Indien, der Mittlere Osten und Teile Südostasiens könnten zwischen 2035 und 2040 folgen. In Afrika und Russland könnte LTE dagegen auch nach 2040 noch zum Einsatz kommen.  

 

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