Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Menschelnde Chatbots können gefährlich sein

Forscher der University of California Davis warnen vor positiver und negativer Beeinflussung durch KI-Chatbots.
© (Quelle: Shutterstock/Pingingz)

"Chatbots übermitteln Informationen und Nachrichten auf eine sehr menschliche Art und Weise, sodass man das Gefühl hat, mit einem anderen Menschen zu sprechen. Sie können menschliche Gedanken und Verhaltensweisen beeinflussen, auch im negativen Sinn", warnt Jingwen Zhang von der University of California Davis.

Debatte um Regulierung

Der Lauf der KI-Chatbots ähnelt der Entwicklung der sozialen Medien, so Zhang. Beide veränderten das Leben der Menschen, und beide hätten neue bedrohliche Risiken mit sich gebracht, insbesondere für Kinder. "Allerdings will niemand Kindern Schaden zufügen. Es wäre eine ungeheuerliche Verschwörungstheorie, zu unterstellen, dass die Unternehmen, die Chatbots entwickeln, Kindern Schaden zufügen wollen", ergänzt Kollege Martin Hilbert.

Die eigentliche Frage sei, ob die Anreize und Vorschriften so aufeinander abgestimmt sind, dass sie Kinder effektiv schützen. Im Negativfall müsse schnell gehandelt werden, denn die Entwicklung bei KI sei weitaus dynamischer als die der sozialen Medien. Tatsächlich erreichte Facebook 2014, zehn Jahre nach seiner Gründung, rund 1,3 Mrd. aktive Nutzer. Dagegen hat es ChatGPT-Erfinder Sam Altman in nur drei Jahren geschafft, die Zahl der Nutzer auf 800 Mio. zu steigern. Ein Bericht von 2024 schätzt, dass bereits 40 Prozent der US-Bürger zwischen 18 bis 64 Jahren KI in gewissem Umfang nutzen.

Gesunde Vorsicht ratsam

Chatbots verkaufen, anders als soziale Medien, keine Produkte, aber sie sammeln sehr viele Daten. Da sich die Kommunikation mit ihnen wie die mit einer realen Person anfühlt, sind intime Interaktionen fast schon die Norm. Beides führt dazu, dass KI-Chatbots zunehmend wie menschliche Wesen empfunden werden und ähnlich wie diese Einfluss nehmen können - im positiven, aber auch im negativen Sinn. "Ich glaube, dass gesunde Vorsicht angebracht ist", so Hilbert. Bewusste Interaktion sei elementar. (pressetext.com)

Kommentare

Künstliche Intelligenz Gesellschaft Forschung KI & Trends
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Adobe integriert lizenzierte Musik von UMG und WMG in Premiere Mobile
Adobe erweitert Premiere Mobile um lizenzierte Musik: In Zusammenarbeit mit der Universal Music Group (UMG) und der Warner Music Group (WMG) stellt das Unternehmen Creatorn künftig eine Auswahl an Musikclips bekannter Künstler direkt in der App zur Verfügung.
2 Minuten
Gartner nennt die zehn wichtigsten Technologietrends für 2027
Das Analystenhaus Gartner hat die zehn bedeutendsten strategischen Technologietrends für 2027 vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen spezialisierte KI-Modelle, die Kontrolle autonomer KI-Agenten und digitale Souveränität.
3 Minuten
TWINT Rechnung für einfacheres digitales Bezahlen lanciert
Mit TWINT Rechnung können Kunden QR-Rechnungen ab sofort direkt mit der TWINT App bezahlen und den Zahlungstermin innerhalb der Zahlungsfrist selbst bestimmen.
3 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Der Zenit für Gamer, Cosplayer und Fans von Star Wars
Fantasy Basel 2024: der grosse Rückblick
Sie war auch dieses Jahr die wichtigste Messe für Gamer, Cosplayer oder einfach für alle, die galaktische und fantastische Geschichten lieben. PCtipp hat die coolsten Bilder auf der Fantasy Basel 2024, der grössten Schweizer Comic Con, gesammelt.
3 Minuten
13. Mai 2024
Kritische Schwachstellen in PHP - Sicherheitsupdates sofort einspielen
Zwei kritische Schwachstellen in PHP können Angreifern ermöglichen, ohne Anmeldung Schadcode auf betroffenen Servern auszuführen. Sicherheitsupdates sind jetzt verfügbar. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) empfiehlt, betroffene Systeme unverzüglich zu aktualisieren.
2 Minuten
21. Okt 2026
Sprachbarrieren überwinden
Alertswiss informiert, warnt und alarmiert neu auch in Leichter Sprache
Hunderttausenden Menschen in der Schweiz fällt das Lesen schwer. Informationen, Warnungen und Alarmmeldungen müssen aber auch für sie verständlich sein. Deshalb bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) Meldungen in der Alertswiss-App neu auch in Leichter Sprache an.
4 Minuten
21. Okt 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare