Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Überwachungskameras werden Feuermelder

Eine neue Bildauswertungs-Software der NYU Tandon School of Engineering nutzt Aufnahmen von Überwachungskameras auf Strassen und in Gebäuden zur frühzeitigen Erkennung von Bränden.

The AI system analyzes raw video footage (left column) to detect fires and smoke using an AI ensemble. Blue boxes show detected fire, red boxes show detected smoke. The system requires multiple algorithms to agree before confirming a fire detection.

© (Quelle: Prabodh Panindre)

Damit lassen sich Tausende Menschenleben retten und Milliarden einsparen, glauben die Entwickler. Laut den Forschern Prabodh Panindre und Sunil Kumar sterben allein in den USA jedes Jahr fast 3.700 Menschen bei Bränden. Die Schäden lägen bei 23 Mrd. Dollar.

Bisschen Rauch genügt

"Eine Kamera kann einen viel grösseren Bereich überwachen als herkömmliche Brandmelder, und wir können Brände schon im Anfangsstadium erkennen, wenn sie noch so wenig Rauch entwickeln, dass herkömmliche Systeme nicht ansprechen", so Pandindre. Dass Videomaterial werde mit einer auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Software ausgewertet, die Brände binnen 0,016 Sekunden erkennt und so zusätzliche Minuten für die Evakuierung und Notfallmassnahmen gewinnt.

In der Software sind mehrere KI-Algorithmen kombiniert. Anstatt sich auf ein einziges KI-Modell zu verlassen, das ein rotes Auto oder einen Sonnenuntergang mit einem Brand verwechseln könnte, erfordert das System die Übereinstimmung mehrerer Indizien, bevor ein Brand gemeldet wird, wodurch Fehlalarme, die die Glaubwürdigkeit eines solchen Alarmsystems verringern würden, erheblich reduziert werden.

Durch die Analyse der Veränderungen von Grösse und Form aufeinanderfolgender Videobilder von Bereichen mit Anfangsverdacht eines Brandes unterscheidet der Algorithmus zwischen einem echten, sich ausbreitenden Brand und einem statischen Bild von Flammen an einer Wand. "Echte Brände sind dynamisch, breiten sich aus und verändern ihre Form. Unser System verfolgt diese Veränderungen im Zeitverlauf und erreicht eine Genauigkeit von 92,6 Prozent bei der Eliminierung von Fehlalarmen", so Kumar.

Zentralserver analysiert

Die Forscher haben die Software trainiert, indem sie einen umfassenden benutzerdefinierten Bilddatensatz erstellten, der alle fünf von der National Fire Protection Association anerkannten Brandklassen abdeckt - von gewöhnlichen brennbaren Materialien bis hin zu Kabelbränden und Unfällen beim Kochen. Das System hat eigenen Angaben nach bei Tests eine Trefferquote von 80,6 Prozent erreicht.

Die Standard-Überwachungskameras senden Rohvideos an einen zentralen Server, der sie analysiert. Erkennt dieser einen Brand, werden automatisch Videoclips generiert und sendet Echtzeit-Warnmeldungen per E-Mail und SMS. Es funktioniere auch mit mobilen Überwachungskameras in Drohnen oder anderen unbemannten Luftfahrzeugen, die sich zur Erkennung von Waldbränden einsetzen lassen. (pressetext.com)

Kommentare

Künstliche Intelligenz Forschung KI & Trends
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Fun
Mini-Cup-Game in der Google-Suche spielen
So finden Sie das Easter Egg von Google und üben sich im Elfmeterschiessen.
2 Minuten
19. Jun 2026
Elektromobilität: Schweiz gehört zu den entwickelten Märkten
Die Schweiz zählt zu den »entwickelten” Ländern, hat jedoch - verglichen mit den top platzierten skandinavischen Ländern Nachholbedarf bei den Kosten und den Steuervorteilen.
4 Minuten
18. Jun 2026
Die besten PCtipp-Artikel aus der Kalenderwoche 24
In der Kalenderwoche 24 vom 08. bis zum 14. Juni 2026 standen die Artikel «Ubuntu 26.04 LTS ist da!» und «Mini-Cup-Game in der Google-Suche spielen» ganz oben in der Gunst unserer Leserschaft.  
2 Minuten
19. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

NFC-Angriffe auf Android verdreifacht
Cyberkriminelle nutzen zunehmend NFC-Technologie, um Bankdaten von Android-Nutzern zu stehlen. Die Angriffszahlen sind in wenigen Monaten dramatisch gestiegen.
2 Minuten
28. Mai 2026
Radios können Gesuche einreichen
BAKOM publiziert UKW-Frequenzen
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat am 28. Mai 2026 die Frequenzpakete für die Verbreitung von UKW publiziert.
2 Minuten
29. Mai 2026
Viele Mobilfunk-Anbieter senken Roaming-Preise
Die Sommerferien stehen vor der Tür. Daher hat der Online-Vergleichsdienst moneyland.ch die Kosten für die Nutzung des Smartphones im Ausland analysiert.
6 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare