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Lesedauer 3 Min.

Zoom erweitert KI-Plattform mit Agentenfunktionen

Neue KI-Funktionen sollen Unternehmensprozesse stärker automatisieren. Dazu führt Zoom agentenbasierte Workflows ein, die Aktionen direkt aus Meetings, Anrufen oder Kundeninteraktionen heraus auslösen können.
© (Quelle: shutterstock / SuPatMaN)

Auf der UC-Messe Enterprise Connect in Las Vegas hat der Anbieter neue Funktionen für seine KI-Plattform vorgestellt. Im Mittelpunkt steht eine Erweiterung des KI-Assistenten AI Companion sowie die Einführung sogenannter agentenbasierter Workflows, mit denen sich Aufgaben automatisiert über verschiedene Unternehmenssysteme hinweg anstossen lassen.

Die neuen Funktionen sollen es ermöglichen, Gespräche aus Meetings, Telefonaten oder Kundeninteraktionen direkt in konkrete Aktionen zu überführen. Dazu kann die Plattform automatisch Workflows starten, Informationen abrufen oder Aufgaben in angebundenen Anwendungen auslösen. Ziel ist es, die Lücke zwischen Kommunikationstools und operativen Geschäftssystemen zu schliessen.

KI-Agenten steuern Workflows

Ein zentraler Bestandteil der Erweiterung ist die Möglichkeit, eigene KI-Agenten zu erstellen. Unternehmen können damit automatisierte Abläufe definieren, die etwa Informationen zusammenstellen, Aufgaben anstossen oder Prozesse in Drittanbietersystemen koordinieren.

Die Agenten lassen sich laut Zoom ohne Programmierkenntnisse konfigurieren und sowohl mit vorgefertigten Vorlagen als auch individuell erstellen. Unterstützt werden Integrationen mit verschiedenen Unternehmensanwendungen, darunter Plattformen wie Salesforce, Slack oder ServiceNow.

Darüber hinaus erweitert Zoom seinen KI-Assistenten AI Companion, der künftig stärker in die Anwendungen der Plattform integriert werden soll. Die neue Version AI Companion 3.0 wird in Zoom Workplace sowie in verschiedenen Business-Services des Unternehmens eingeführt.

Neue Anwendungen und Integrationen

Parallel dazu erweitert Zoom sein Angebot um mehrere KI-basierte Anwendungen, darunter Tools zur Erstellung von Dokumenten, Tabellen und Präsentationen auf Basis von Meeting-Inhalten. Gespräche aus Meetings können so automatisch in strukturierte Dokumente, Analysen oder Präsentationsentwürfe überführt werden.

Auch für das Contact-Center- und Telefoniegeschäft kündigte Zoom zusätzliche Funktionen an. Dazu gehören automatisierte Zusammenfassungen von Anrufen, KI-gestützte Nachverfolgung von Aufgaben sowie neue Analysefunktionen für Kundeninteraktionen.

Fokus auf Automatisierung

Mit den neuen Funktionen will Zoom die Rolle von KI in der täglichen Zusammenarbeit ausbauen. Laut Velchamy Sankarlingam, President of Product & Engineering bei Zoom, soll die nächste Phase von Unternehmens-KI vor allem darin bestehen, Gespräche direkt in operative Prozesse zu überführen.

Die agentenbasierte KI-Plattform sei darauf ausgelegt, Aktivitäten über verschiedene Systeme hinweg zu koordinieren und Kommunikationsereignisse – etwa Meetings oder Kundenanrufe – automatisch in Workflows umzusetzen.

Die neuen Funktionen wurden im Rahmen der Enterprise Connect vorgestellt, einer der wichtigsten Branchenveranstaltungen für Unified Communications und Contact-Center-Technologien. Angaben zur breiteren Verfügbarkeit einzelner Funktionen will Zoom schrittweise veröffentlichen.

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