Pressemitteilung
So erkennen Sie im KI-Zeitalter, was online wirklich stimmt
Auch in der Schweiz zeigt sich, wie schnell diese Technik im Alltag angekommen ist. Laut Bundesamt für Statistik nutzten 2025 mehr als zwei von fünf Personen KI zur Erstellung von Inhalten. Bei den 15- bis 24-Jährigen lag der Anteil sogar bei vier von fünf Personen.
Eine kurze Prüfung kann verhindern, dass falsche Inhalte weiter verbreitet werden.
Prüfen Sie zuerst die Quelle
Ein professionell geschriebener Artikel oder ein realistisches Video kann trotzdem aus einer unseriösen Quelle stammen. Prüfen Sie deshalb zuerst, wer den Inhalt veröffentlicht hat und wann er online gestellt wurde.
Öffnen Sie die Website des Herausgebers oder das Profil des Autors. Seriöse Anbieter nennen normalerweise Informationen zur Redaktion und bieten klare Kontaktmöglichkeiten.
Suchen Sie danach die wichtigste Aussage auf zwei weiteren vertrauenswürdigen Websites. Stimmen mehrere seriöse Quellen überein, haben Sie deutlich bessere Anhaltspunkte.
Bilder vor dem Teilen überprüfen
KI-Bilder können heute realistische Personen oder Orte bei erfundenen Ereignissen zeigen. Kleine Bildfehler sind deshalb kein zuverlässiges Erkennungsmerkmal mehr.
Eine umgekehrte Bildersuche bietet einen besseren Ausgangspunkt. Mit Google Lens können Sie ältere Versionen eines Bildes oder ähnliche Fundstellen entdecken.
Diese Punkte helfen bei verdächtigen Bildern:
- Suchen Sie nach der ältesten verfügbaren Version des Bildes.
- Vergleichen Sie Bildbeschreibungen auf seriösen Nachrichtenseiten.
- Prüfen Sie, ob das genannte Ereignis am angegebenen Datum stattgefunden hat.
- Achten Sie auf vorhandene Content Credentials und Herkunftsinformationen.
C2PA Content Credentials können Informationen zur Herkunft digitaler Inhalte speichern. Sie können zudem Hinweise darauf geben, ob Medien mit generativen Systemen erstellt oder bearbeitet wurden.
Erkennungstools nur als Hinweis verwenden
Ein AI detector kann hilfreich sein, wenn ein verdächtiger Text zusätzlich geprüft werden soll. Das Ergebnis sollte jedoch nie als alleiniger Beweis verwendet werden.
Auch menschlich geschriebene Texte können fälschlicherweise als KI-Inhalte eingestuft werden. Gleichzeitig können KI-Texte nach einer Bearbeitung schwerer erkannt werden.
Kombinieren Sie das Ergebnis deshalb mit Quellenprüfung und Faktenkontrolle. So erhalten Sie deutlich mehr Kontext für Ihre Entscheidung.
Bei dringenden Nachrichten besonders vorsichtig sein
Betrüger nutzen inzwischen künstliche Stimmen und manipulierte Videos für Identitätsdiebstahl und Täuschungsversuche. Das Schweizer Bundesamt für Cybersicherheit registrierte im Jahr 2025 insgesamt 64'733 Cybermeldungen.
Die Behörde berichtete zudem über einen zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz durch Kriminelle. Bei Anlagebetrug kommen beispielsweise gefälschte Interviews oder professionell gestaltete Werbeanzeigen zum Einsatz.
Dringlichkeit sollte für Sie immer ein Grund zur zusätzlichen Prüfung sein. Kontaktieren Sie die betroffene Person über eine bekannte Telefonnummer oder einen vertrauten Account.
Verwenden Sie niemals Kontaktdaten direkt aus einer verdächtigen Nachricht. Ein zweiter Kommunikationsweg kann einen Betrugsversuch schnell entlarven.
Nutzen Sie eine einfache Prüfroutine
Bevor Sie ungewöhnliche Inhalte glauben oder teilen, hilft ein fester Ablauf.
- Finden Sie zuerst heraus, wer den Inhalt ursprünglich veröffentlicht hat.
- Prüfen Sie Datum und Zusammenhang der Veröffentlichung.
- Vergleichen Sie wichtige Aussagen mit zwei vertrauenswürdigen Quellen.
- Kontrollieren Sie verdächtige Bilder mit einer umgekehrten Bildersuche.
- Verwenden Sie Erkennungstools nur als zusätzliche Hilfe.
KI kann falsche Inhalte heute deutlich überzeugender darstellen als früher. Eine sorgfältige Prüfung bleibt deshalb Ihr bester Schutz.
Nehmen Sie sich vor dem Teilen überraschender Inhalte eine zusätzliche Minute. Dieser kleine Schritt kann verhindern, dass falsche Informationen viele weitere Menschen erreichen.
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