Kompaktes Headset
Im Test – Jabra Evolve3 65 Flex
Zusammenfaltbar und nur 143 Gramm schwer: Das Jabra Evolve3 65 Flex punktet tatsächlich mit Kompaktheit und ausgezeichneter Portabilität. Mitgeliefert wird eine kleine, robuste und praktische Tragehülle, die das Headset unterwegs schützt. In dieser lässt sich auch der beigelegte USB-Bluetooth-Dongle verstauen und sogar das USB-Ladekabel.
Das Jabra Evolve3 65 Flex macht seinem Namen alle Ehre
JabraWeitere Beigaben sind in der Verpackung keine vorhanden, ausser man kauft die teurere Variante des Headsets mit drahtloser Ladestation. Diese fehlt bei der Basisversion.
Die drahtlose Ladestation gibt es nur optional
JabraDie sehr kurze Kurzanleitung ist direkt auf der Verpackung aufgedruckt. Wer das Gerät per USB-Dongle verbindet, braucht aber nicht mehr: einfach Dongle im Notebook oder PC einstecken, Headset einschalten – schon steht die Verbindung. Beim Kauf sollte unbedingt auf die USB-Version des Dongles geachtet werden: Diesen gibt es als USB-C- oder USB-A-Variante.
Wer eine ausführlichere Anleitung benötigt, etwa um das Headset über eine normale Bluetooth-Verbindung zu koppeln, findet auf der Verpackung einen QR‑Code. Dieser führt zum digitalen Handbuch. Auch die Verbindung über Bluetooth ohne Dongle funktionierte im Test problemlos. Es sind sogar zwei gleichzeitige Verbindungen möglich.
Bequem, aber rutschig
Lob verdient das nachhaltige Konzept: Sowohl Akku als auch Ohrpolster des Evolve3 65 Flex lassen sich austauschen. Die Verarbeitung ist gut. Nichts wackelt oder knarzt. Da das Headset allerdings ganz aus Kunststoff besteht, wirkt es nicht sehr wertig. Dafür lässt es sich durch das leichte Gewicht den ganzen Arbeitstag lang bequem tragen. Der Sitz dürfte allerdings etwas fester sein. Bei heftigen Kopfbewegungen rutscht das Evolve3 65 Flex, da der Anpressdruck sehr sanft ist.
Was bei mir leider nicht funktionierte: Das Headset hat eine integrierte Trageerkennung, die beim Absetzen automatisch die Musikwiedergabe stoppen soll. Im Test spielten Songs aber auch nach dem Absetzen munter weiter.
Das Jabra Evolve3 65 Flex besteht ganz aus Kunststoff, ist dafür aber sehr leicht
Jabra
Die Jabra-Plus-App empfiehlt sich
PCtippWährend das herkömmliche Evolve3 65 mit einem Mikrofonarm ausgestattet ist, fehlt dieser beim Flex. Mir ist diese Variante lieber. Das Rauf- und Runterklappen des Arms stört in Sitzungen. Hier gibt es eine Taste zum Stummstellen.
Auch die weitere Bedienung erfolgt über Tasten. Touch gibt es nicht. Alle wichtigen Aktionen sind schnell ausführbar. Es findet sich sogar eine dedizierte Teams-Taste, die spezielle Funktionen für Microsofts Konferenz-Software bietet. So lässt sich die Anwendung per Knopfdruck in den Vordergrund holen oder die Hand kann in virtuellen Meetings mit einem längeren Druck gehoben werden – sehr praktisch.
Empfehlenswert ist die Jabra-Plus-App. Sie umfasst weitere nützliche Einstellmöglichkeiten, von der Geräuschunterdrückung über Audioeinstellungen und einen 5-Band-Equalizer bis hin zur Steuerung. Schade: Sie ist zumindest in der Schweiz erst auf Englisch verfügbar. Immerhin klappte das Umstellen der Ansagesprache von Englisch auf Deutsch.
Sehr gute Gesprächsqualität
Gespräche mit dem Evolve3 65 Flex sind selbst bei Hintergrundgeräuschen klar, verständlich und haben einen natürlichen Klang. Enttäuscht war ich von der Geräuschunterdrückung. Die ist minimal, sodass man sie fast nicht wahrnimmt. Im Test waren Umgebungsgeräusche mit aktivierter ANC fast gleich gut hörbar wie ohne. Dies hängt wohl auch mit der On-Ear-Konstruktion zusammen. Diese dichtet schlechter ab als ein Over-Ear-Kopfhörer oder ein In-Ear.
Die Geräuschunterdrückung enttäuschte im Test
JabraDas Evolve3 65 Flex eignet sich nicht nur für Gespräche, sondern ebenfalls zum Musikhören. Der Klang ist natürlich und warm. Er überzeugt mit einem satten Bass und Details. Das Headset ist kein High-End-Kopfhörer, aber es ersetzt unterwegs oder im Büro durchaus einen Musikkopfhörer.
Die angegebene Akkulaufzeit von 16,5 Stunden für Gespräche und 35 Stunden Musik mit ANC reicht locker für einen Arbeitstag. Ohne ANC sind es beim Musikhören sogar bis zu 80 Stunden. Da die Geräuschunterdrückung schwach ist, würde ich sie ausgeschaltet lassen.
Fazit: guter Allrounder
Das Jabra Evolve3 65 Flex eignet sich sowohl als Headset als auch als Musikkopfhörer. Portabilität, Bedienung und Klangqualität überzeugen. Kritik gibt es für die Geräuschunterdrückung, die englischsprachige App und den zu niedrigen Anpressdruck.
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