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Lesedauer 3 Min.

Brauerei stellt fünf virtuelle Mitarbeiter ein

Athena und Prometheus gehören zu fünf neuen Mitarbeitern, die die dänische Brauerei Royal Unibrew eingestellt hat. Das Besondere daran: Sie sind nicht aus Fleisch und Blut, sie existieren nur virtuell. Es sind Avatare, denen bestimmte Aufgaben zugewiesen worden sind.

Virtuelle Mitarbeiter Athena und KondiKai,

© (Quelle: markedsforing.dk)

Sie agieren wie menschliche Beschäftigte und kommunizieren auch mit den realen Angestellten.

Routine-Arbeiten und Info

Die fünf neuen Mitarbeiter hat das KI-Unternehmen Manifold AI geschaffen. "Kreativität, Einfühlungsvermögen und das Wissen über Kunden sind einzigartige menschliche Fähigkeiten", sagt Unibrew-Marketing-Ddirektorin Michala Svane. Doch für die Erledigung von Routine-Arbeiten sowie die Beschaffung von Infos seien virtuelle Mitarbeiter besser geeignet.

Anfangs arbeiteten die KI-Kollegen namen- und gesichtslos. Als Manifold das änderte und ihnen Gesichter und Namen verpasste, klappte die Zusammenarbeit mit Menschen besser. Sie wurden als Mitarbeiter akzeptiert und in die Kommunikation einbezogen. Athena analysiert die Märkte, KondiKai ist der Markenspezialist, Prometheus sammelt alle Verkaufsdaten, Moller ist als Sommelier auf die ideale Kombination von Speisen und Bier spezialisiert und Ella ist die Handelsspezialistin.

Athena besucht Konferenzen

Laut Jan Damsgaard von der Copenhagen Business School funktioniert die Zusammenarbeit von Menschen mit KI-Mitarbeitern, die als Personen dargestellt werden, besser als es bei anonymen virtuellen Helfern der Fall ist. "Sie werden geschaffen, um sich um spezielle Probleme zu kümmern."

Derzeit ist Athena damit beschäftigt, den Markt für alkoholfreie Biere zu durchleuchten. "Früher mussten wir Berichte dazu selbst zusammenstellen", sagt Karin Jorgensen, die bei Unibrew das Team für Datenerfassung und -analyse leitet. "Mit Athena geht es schneller und umfassender", erklärt sie. Athena wird in Kürze sogar an unternehmensinternen Konferenzen teilnehmen.

Es gibt allerdings auch Einschränkungen. Zwar steige die Produktivität menschlicher Mitarbeiter durch die Zuarbeit der Avatare. Doch sie müssten aufpassen, dass sie ihre Fähigkeit zum kritischen Denken nicht verlieren, warnt Lise Knuppert Hordam aus der Unibrew-Marketing-Abteilung. "Sie müssen alles, was von KondiKai kommt, kritisch hinterfragen, denn er ist eine Maschine." (pressetext.com)

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