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Lesedauer 7 Min.

Staubsaugroboter Samsung Jet Bot AI+ (VR9500) im PCtipp-Test

Wie sauber putzt der smarte Staubsaugroboter und wie reagieren Haustiere auf den Jet Bot AI+?

Der Jet Bot AI+ kommt grundsätzlich auch mit Tierhaaren klar

© (Quelle: Samsung)

Durch die aktuelle Wohnung der Autorin kurvt seit langem ein rundes Modell von Roomba, testweise war auch schon ein Staubsaugroboter in D-Form putzend unterwegs (Neato D10, zum Test gehts hier lang). Einen etwas anderen Weg geht Samsung: Der Jet Bot AI ist zwar teilweise rund, hat aber vorne eine Art dreieckigen Vorbau.

Samsung Jet Bot AI+ vorne, mit sichtbarer Frontkamera

© Quelle: Samsung

Auch fehlt die mittlerweile gewohnte kleine Bürste an der Seite (Edge-Sweeping-Brush), hier reinigt eine lange runde Bürste.

Die Bürste des Jet Bot AI von Samsung

© Quelle: cma/PCtipp.ch

Das Testgerät kommt in Weiss und dazu gehört auch eine Absaugstation (Clean Station), welche PCtipp ebenfalls zum Testen erhalten hat. Nach dem Auspacken ist der Jet Bot AI+ von Samsung zunächst einfach mal ein Hingucker: Das Gerät ist sehr wertig verarbeitet und ist wirklich chic anzusehen.

Aber gleichzeitig ist es auch gross und schwer. Nur schon der Roboter misst 30,5 × 32 × 12 cm (B×T×H) und wiegt 4,4 kg; die Absaugstation misst 28 × 40 × 52,5 cm (B×T×H) und wiegt 5,1 kg. Kurz: Man braucht also etwas Platz für den smarten Helfer. Allerdings frage ich mich von Beginn weg, ob er wohl unter alle Möbel passen wird. Doch wir werden sehen.

Klein und schnittig ist er nicht unbedingt. Aber wenn man sich an das Design gewöhnt hat, ist der Jet Bot AI+ recht effizient

© Quelle: cma/PCtipp.ch

Clean Station

Ab dem Jet Bot+ gehört standardmässig die automatisierte Clean Station dazu, die eine komfortable und hygienische Entleerung des Staubbehälters ermöglicht. Das Gerät kommt mit zwei Staubbeuteln à 2,5 Liter.

Der Jet Bot AI+ wurde in einer einstöckigen Mietwohnung mit circa 70 Quadratmetern Fläche, ohne Schwellen und hauptsächlich Parkett- oder Plattenboden getestet. PCtipp konnte den Saugroboter von Samsung circa zwei Monate ausprobieren.

Samsung Jetbot AI+ mit Absaugstation in Weiss (Funfact: Mit Absaugstation ist der Roboter zwar nicht klein, aber kleiner als Redaktionshund Cody)

© Quelle: cma/PCtipp.ch

Zum Produktdatenblatt gehts hier lang.

Lieferumfang und Inbetriebnahme

Lieferumfang

Die SmartThings-App fand den Saugroboter beim ersten Versuch

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Im Lieferumfang befinden sich nebst dem Staubsaugroboter die Reinigungsstation, ein Netzkabel, zwei Staubbeutel (1 in der Clean Station, 1 Ersatz), sowie 2 Absaugluftfilter (1 im Inneren des Geräts), eine Grenzmarkierung (recht kurz) und ein Benutzerhandbuch.

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme verlief sehr benutzerfreundlich. Entweder nutzt man den QR-Code auf dem Saugroboter oder man startet via SmartThings-App.

Ich habe den Jet Bot AI+ via App hinzugefügt.

Die Geräteerkennung verlief schnell und einwandfrei, die App führt durch den ganzen Prozess.

SmartThings-App

Wer einen smarten Staubsauger von Samsung verwendet, kann diesen (wie andere Geräte des Herstellers) via SmartThings-App (Android, iOS) verwalten und steuern. Unter Geräte fügt man den Staubsaugroboter hinzu. Dieser wurde im Test rasch erkannt und problemlos hinzugefügt. Szenarien und Routinen für den Jet Bot AI+ erstellen Sie unter Regeln. Mit Szenarien können Sie zum Beispiel mehrere Geräte gleichzeitig mit einem einzelnen Tipp- oder Sprachbefehl steuern.

SmartThings-App für Android im Juni 2023

© Quelle: Screenshots/PCtipp.ch

Eine Routine kann beispielsweise das regelmässige Starten des Roboters zur gleichen Tageszeit sein oder wenn Sie das Haus verlassen.  Interessant ist auch der Alltag-Tab. Dort holen Sie sich nicht nur Rezeptideen oder Tipps für die Wäschepflege, sondern können mit Pet Care auch Ihr Haustier dank Frontkamera auf dem Jet Bot AI bespitzeln, äh, nachsehen, wie es Ihrem Hund so geht, wenn Sie nicht daheim sind. Wie das funktioniert, ist hier erklärt.

Die Alltags-Funktion Pet Care schickt den Roboter auf die Suche nach Ihrem Haustier

© Quelle: Screenshots/PCtipp.ch

Für Puristen und App-Hasser: Alternativ kann man den Saugroboter über zwei Tasten auf dem Gerät steuern (Start/Stop, nach Hause).

Wer möchte, kann den Staubsauger auch direkt auf dem Gerät steuern – Start/Ende bzw. nach Hause (zur Station) zu schicken

© Quelle: Videostill aus Samsung-Anleitung

Staubsaugroboter reinigen

Falls Sie den Jet Bot AI für die manuelle Entleerung öffnen möchten: Schalten Sie das Gerät zunächst aus. Dann finden Sie die Öffnung oben auf der hinteren Seite.

Jet Bot AI mit geöffneter Abdeckung. Hier kann man manuell den Staubbehälter entfernen

© Quelle: cma/PCtipp.ch

PCtipp empfiehlt, via QR-Code in der beigelegten Anleitung Details zur Verwendung bzw. Reinigung aufzurufen (aufrufbar auch über diesen Link).

Jet Bot AI mit geöffneter Abdeckung, hier ist der Filter zu finden

© Quelle: cma/PCtipp.ch

Positiv ist im Test die Absaugstation bzw. der enthaltene 2,5-Liter-Staubbeutel aufgefallen. Obwohl das Gerät circa zwei Monate in einem Haushalt mit einem langhaarigen Hund unterwegs war, war der Beutel erst circa halb voll.

Der Staubbehälter in der Absaugstation (à 2,5 Liter)

© Quelle: cma/PCtipp.ch

Falls das Herausnehmen des Staubbeutels nicht selbsterklärend sein sollte, gibts eine Anleitung auf der Innenseite der Absaugstation

© Quelle: cma/PCtipp.ch

Reinigungserfahrungen (Teil 1)

Der Staubsaugroboter von Samsung erkennt zuverlässig Gegenstände (und Lebewesen) und fährt gemütlich drumherum. Die Testwohnung wurde mehrheitlich sauber, es gab allerdings manchmal in den Ecken noch übersehene Reste. Manchmal war er mit langen Tierhaaren, die eine Art Knäuel bildeten, überfordert. Der Roboter dachte wohl, es handle sich um einen Gegenstand, stoppte und bewegte sich daran vorbei.

Falls Sie nicht gern selbst unter Möbel kriechen zum Staubsaugen: Die Höhe des Jet Bot AI könnte ein Problem darstellen. Bei mir kurvt der Roomba zum Beispiel fleissig unter dem Bett herum, der Jet Bot AI+ passt knapp nicht darunter.

Der Staubsaugroboter war in der Praxis in einigen Dingen zuverlässiger als mein iRobot i7 von Roomba. So «verirrte» er sich beispielsweise nie, fand zuverlässig zurück zur Station, blieb nicht stecken und man sieht, ob das Gerät wirklich lädt bzw. erhält es in der App angezeigt, falls der Akku langsam leer ist. Auch die App-Bedienung (SmartThings) ist nochmals intuitiver.

Eine Reinigungsstation verwendete ich zum ersten Mal, ich fand es jedenfalls nicht nur hygienisch, sondern auch sehr praktisch, denn beim Roomba muss ich den Staubbehälter manuell alle zwei bis drei Tage leeren. Beim Jet Bot AI dürfte es wohl nur rund alle 3 Monate nötig sein, einen neuen Staubbeutel zu verwenden (je nach Wohnungsgrösse). Sie können den Staubbehälter natürlich auch manuell leeren, das ist sehr praktisch und einfach machbar (so hält der Staubbeutel noch länger, bis Sie einen neuen kaufen müssen).

Fährt der Roboter zurück zur Absaugstation, wird der Staubbehälter automatisch geleert, was sehr angenehm ist. Allerdings: Dies sollte nicht während einer Videokonferenz passieren, denn das Absauggeräusch ist sehr laut und liess mich beim ersten Mal aufschrecken. Auch der Jet Bot ist nicht gerade superleise, doch dies lässt sich in der SmartThings-App anpassen (Saugkraft).

Reinigungserfahrungen (Teil 2)

Die beiden Räder unten am Roboter sind übrigens recht gross und damit soll der Jet Bot AI auch gut mit höheren Schwellen klarkommen. Leider habe ich in meiner jetzigen Wohnung praktisch keine mehr und konnte dies nicht überprüfen. Mangels Teppichen konnte dies ebenfalls nicht ausprobiert werden.

Der Test-Hund, Cody, ist Staubsaugroboter bereits gewohnt und reagierte teilweise gelassen, tendenziell ging er ihm jedoch aus dem Weg. Nervöse Haustiere, die Saugroboter noch nicht kennen, sollen Sie langsam dran gewöhnen, denn der Jet Bot AI+ ist nicht gerade leise.

Go- und No-Go Zonen sowie Grenzmarkierung

Die Erstellung der Karte dauerte länger als zum Beispiel beim Roomba iRobot, doch sie war dafür relativ präzise. Wer sie personalisieren möchte, kann Sperrzonen oder Räume erstellen, die Raum-Namen ändern oder Räume mit Linien aufteilen und nach Wunsch sogar die via 3D-Objekterkennung erkannten Möbel und Geräte bearbeiten. Bei mir steht beispielsweise keine Klimaanlage herum, wie vom Jet Bot erdacht und der Kühlschrank steht auch woanders. Aber das kann man ändern oder Möbel hinzufügen.

In der App kann man Sperrzonen erstellen

© Quelle: Screenshots/PCtipp.ch

Das mitgelieferte Grenzmarkierungs-Band war recht kurz (ca. 93 cm). Für meine Wohnung ergab das ohnehin nicht viel Sinn. In einer mehrstöckigen Wohnung oder einem Haus könnte die Grenzmarkierung etwa vor einer Treppe zum Einsatz kommen, damit sich der Saugroboter nicht todesmutig hinunterstürzt.

Mit einem Grenzmarkierung-Band hält man zum Beispiel bei Treppenabsätzen oder beim Hundeplatz samt Futter oder Wasserschüssel den Roboter fern

© Quelle: cma/PCtipp.ch

Zur Anzahl der Grenzmarkierungen: Es ist möglich, dass das Testgerät bereits früher von jemand anderem getestet wurde und dass das kurze Band nur ein Restposten ist; denn laut Betriebsanleitung sollten es eigentlich mehrere Grenzmarkierungen sein.

Preis, Zubehörkosten und Fazit

Ja, es hat Spass gemacht, den Samsung-Saugroboter zu verwenden und nützlich war er auch. Der Putzspass ist allerdings sehr teuer und schlägt derzeit im Onlinehandel mit satten 1225 Franken zu Buche (gesehen bei melecronics.ch, Stand: 12.6.2023).

Zubehörkosten

Ungefähr alle 3 Monate (je nach Haushaltsgrösse) benötigt man einen neuen 2,5-Liter-Staubbeutel für die Clean Station. Diese gibts zum Beispiel im 5-er-Pack bei Steg für Fr. 20.90 (einer kostet somit Fr. 4.18).

Fazit

Der Saugroboter Jet Bot AI+ war im Test wirklich gut. Gefallen haben die Inbetriebnahme, die SmartThings-App, Sperrzonen, Raumbenennung bzw. Raumtrenner, die Objekterkennung und dass man die bearbeiten kann und auch die Szenen/Routinen. Und zudem kann man per Tasten auf dem Gerät den Roboter auch noch manuell steuern.

Abzug gabs für den wirklich sehr hohen Preis, die Lautstärke und dass er manchmal mit langen Hundehaaren überfordert war, was der Halterin von Redaktionshund Cody natürlich nicht gefiel. Aber erwachsene Spielkinder, die Unterstützung im Haushalt möchten und bei denen das Portemonnaie locker sitzt: Go for it.

Testergebnis

Pros + Cons

  • Bedienung per Gerät oder per SmartThings-App
  • nutzerfreundliche App
  • Szenen/Routinen
  • autom. Entleerung Staubbehälter in Clean Station
  • sehr gute Reinigungsleistung auf Hartboden
  • gute 3D-Objekterkennung
  • recht laut
  • relativ hoch (passt nicht unter alle Möbel)
  • sehr teuer

Details:  Staubsaugroboter Jet Bot AI+ samt Absaugstation, AI-Objekterkennung (reinigt rundherum), Anti-Kollisionssensor (3D-Sensor), Raum-Navigation (LiDAR), Frontkamera, Home Monitoring, Live Cleaning-Support, Go- und No-Go-Zonen, Intel-Movidius-Myriad-X-CPU, automatisches Andocken, Wi-Fi, Samsung-SmartThings-App-Steuerung, Sprachsteuerung (Bixby, Alexa und Google Assistant), Gewicht Roboter: 4,4 kg, Masse Roboter: 30,5 × 32 × 12 cm (B×T×H), Gewicht Station: 5,1 kg, Masse Station: 28 × 40 × 52,5 cm (B×T×H), SmartThings-App-Version 1.8.01.22

Preis:  Fr. 1225.- (gesehen bei melecronics.ch, Stand: 12.6.2023)

Infos: 

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