Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Angepasste Unternehmensabgabe für Radio und TV

Der Bundesrat will das Tarifmodell der Unternehmensabgabe für Radio und Fernsehen anpassen und damit einen Entscheid des Bundesgerichts umsetzen. Die Vernehmlassung zur Teilrevision der Radio- und Fernsehverordnung wird am 23. Juni 2026 eröffnet.
fernseher radio büro grok.jpg
© Grok

Künftig sollen Unternehmen mit hohem Umsatz einen verhältnismässig höheren Betrag entrichten als kleinere Unternehmen.

Die neue Tarifstruktur umfasst 60 Umsatzstufen (heute: 18) und ist progressiv ausgestaltet. Das heisst, dass kleinere und mittlere Unternehmen gegenüber der aktuellen, degressiven Regelung weniger zahlen müssen. Unternehmen ab einem Umsatz von rund 111 Millionen Franken sollen im Vergleich zu heute eine höhere Abgabe entrichten. Die neuen Umsatzstufen und Tarife sollen per 1. Januar 2028 in Kraft treten. Die Einnahmen aus der Unternehmensabgabe sollen unverändert bei etwa 180 Millionen Franken pro Jahr liegen. Dies entspricht rund 13 Prozent des Gesamtertrags aus der Radio- und Fernsehabgabe. Damit wird die Vorgabe aus der Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen eingehalten.

Die Vernehmlassung dauert bis am 27. Oktober 2026.

Kritik des Bundesgerichts an bisherigem Modell

Das Bundesgericht hat in seinem Urteil vom 27. November 2024 festgestellt, dass die heutige degressive Tarifstruktur der Unternehmensabgabe für Radio und Fernsehen gegen das Gebot der Rechtsgleichheit verstösst und somit verfassungswidrig ist. Die leicht progressiven Umsatzstufen der Vernehmlassungsvorlage entsprechen den massgeblichen verfassungsrechtlichen Grundsätzen im Steuerbereich.

Anhebung der Umsatzschwelle auf 1,2 Millionen Franken

Unabhängig von dieser Vorlage wird ab 1. Januar 2027 die Umsatzschwelle, ab der Unternehmen die Abgabe bezahlen müssen, von 500 000 Franken auf 1,2 Millionen Franken angehoben. Dies hatte der Bundesrat im Rahmen seines Gegenprojekts zur SRG-Initiative beschlossen, die am 8. März 2026 vom Stimmvolk abgelehnt wurde. Damit bezahlt künftig noch rund jedes fünfte mehrwertsteuerpflichtige Unternehmen eine Abgabe anstatt jedes dritte.

Kommentare

Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Bundesamt für Statistik lanciert neuen Online-Auftritt
Das Bundesamt für Statistik (BFS) erneuert seinen Webauftritt mit zwei Plattformen: Die neue Amtswebseite «Das Bundesamt für Statistik» informiert über die Organisation und Dienstleistungen des BFS, das Fachportal «Statistik Schweiz» vereinfacht den Zugang zu statistischen Daten für Menschen und die künstliche Intelligenz.  
3 Minuten
29. Okt 2026
Netzbetreiber prüfen gemeinsames Gebot für Satellitenfrequenzen
Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und Orange wollen gemeinsam prüfen, ob sie auf künftige Frequenzen für mobile Satellitendienste in Europa bieten. Ein eigenes Satellitennetz planen sie nicht.
3 Minuten
29. Okt 2026
Die besten PCtipp-Artikel aus der Kalenderwoche 43
In der Kalenderwoche 43 vom 19. bis 25. Oktober 2026 standen die Artikel «10 Gratis-Tools für Windows» und «6 Regeln im Umgang mit Druckern» oben in der Gunst unserer Leserschaft.
2 Minuten
30. Okt 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Der Zenit für Gamer, Cosplayer und Fans von Star Wars
Fantasy Basel 2024: der grosse Rückblick
Sie war auch dieses Jahr die wichtigste Messe für Gamer, Cosplayer oder einfach für alle, die galaktische und fantastische Geschichten lieben. PCtipp hat die coolsten Bilder auf der Fantasy Basel 2024, der grössten Schweizer Comic Con, gesammelt.
3 Minuten
13. Mai 2024
Kritische Schwachstellen in PHP - Sicherheitsupdates sofort einspielen
Zwei kritische Schwachstellen in PHP können Angreifern ermöglichen, ohne Anmeldung Schadcode auf betroffenen Servern auszuführen. Sicherheitsupdates sind jetzt verfügbar. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) empfiehlt, betroffene Systeme unverzüglich zu aktualisieren.
2 Minuten
21. Okt 2026
Sprachbarrieren überwinden
Alertswiss informiert, warnt und alarmiert neu auch in Leichter Sprache
Hunderttausenden Menschen in der Schweiz fällt das Lesen schwer. Informationen, Warnungen und Alarmmeldungen müssen aber auch für sie verständlich sein. Deshalb bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) Meldungen in der Alertswiss-App neu auch in Leichter Sprache an.
4 Minuten
21. Okt 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare