Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Apple-ID: Knacken leicht gemacht

Mit drei Klicks und wenigen Informationen über eine Person lässt sich die Apple-ID von Bekannten knacken. So schützen Sie sich dagegen.

Vorbildliche Sicherheit bietet der Gratis-Mailanbeiter GMX

© Quelle: PCtipp.ch

Wer das Passwort zu seiner Apple-ID vergisst, kann es zurücksetzen lassen. Dazu stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Anwender lassen es sich entweder per E-Mail zuschicken oder beantworten eine Sicherheitsfrage, die bei der Registrierung der Apple-ID erstellt worden ist.

Grosse Sicherheitslücke

Die Sicherheitsfrage bedeutet eine grosse Gefahr für alle Apple-Nutzer. Denn die vordefinierten Fragen sind oft so simpel formuliert, dass sich die Antworten darauf entweder mit einer kurzen Recherche im Internet, via Facebook oder schlicht, indem man jemanden gut kennt, herausfinden lassen. Die zwei abgefragten Zusatzinformationen – die Apple-ID selbst und das Geburtsdatum – sind kein grosses Hindernis mehr, um Nutzer wirklich zu schützen. Ist die Sicherheitsfrage richtig beantwortet, kann das Passwort ohne weiteres zurückgesetzt und das Konto inklusive hinterlegter Kreditkarteninfos übernommen werden.

So wirds richtig gemacht

Vorbildliche Sicherheit bietet der Gratis-Mailanbeiter GMX

© Quelle: PCtipp.ch

Es bräuchte eine zusätzliche Sicherheitsabfrage, um den Kontoinhaber unzweifelhaft zu identifizieren, damit Passwörter nicht von Dritten so einfach zurückgesetzt werden können. Das wäre beispielsweise machbar, indem ein einmaliger Code an die Handy-Nummer oder ein Brief an die Postadresse geschickt wird. Das macht der Gratismailanbeiter GMX, ein Konzern mit weit weniger finanziellen Mitteln als Apple, vorbildlich.

PCtipp hat Apple auf die Sicherheitslücke und mögliche Schutzmechanismen angesprochen. Das Unternehmen verweist in einer Antwort auf Informationen zur Apple-ID und Tipps zum Schutz der Sicherheit des Accounts.

Schützen Sie sich

Um sich gegen diese ungenügenden Sicherheitsmassnahmen zu schützen, empfehlen wir Ihnen zwei Massnahmen:

1. Nutzen Sie eine E-Mail-Adresse als Apple-ID, die Sie weder bei Facebook noch anderen Internetdiensten verwenden.

2. Definieren Sie eine Sicherheitsfrage, die sich nicht eindeutig beantworten lässt.

So gehts: Loggen Sie sich mit Ihren bestehenden Nutzerdaten bei https://appleid.apple.com (via Apple-ID verwalten) ein und klicken Sie bei «Apple-ID und primäre E-Mail-Adresse» auf Bearbeiten. Um zusätzlich die Sicherheitsfrage anzupassen, selektieren Sie Kennwort und Sicherheit, definieren im Ausklappmenü «Sicherheitsfrage» z.B. Was ist dein Geheimwort? und tippen Sie eines oder mehrere Wörter ein, die keinen Rückschluss auf Ihre Person ziehen lassen. Alternativ dazu lässt sich eine eigene Sicherheitsfrage definieren, die sich nur von Ihnen selbst beantworten lässt.

Kommentare

Firmen Betriebssysteme Internet Sicherheit Smartphones Software Web-Dienste Internet & Sicherheit Software & Tools
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Honor: Neue Oberklasse mit zwei Modellen der 600-Serie
Die neuen Honor-Smartphones 600 und 600 Pro sollen in der Oberklasse mit schnellen Snapdragon-Prozessoren und umfangreichen KI-Funktionen der Kameras punkten.
3 Minuten
6. Mai 2026
Stromverbrauch und Effizienzpotenziale von Rechenzentren in der Schweiz
2024 betrug der Stromverbrauch der Rechenzentren in der Schweiz 2,1 TWh, was ungefähr 3,6 Prozent des Gesamtverbrauchs entspricht. Bis 2030 wird ein Anstieg des Stromverbrauchs der inländischen Rechenzentren auf 2,5 bis 3,2 TWh erwartet. 
3 Minuten
Echtzeittext - Bundesrat schafft Grundlage für neue Notruffunktion
Der Bundesrat hat mehrere Verordnungen angepasst, um ein sicheres Notrufsystem zu fördern. In Zukunft können Menschen in Notlage die Notdienste von Polizei, Feuerwehr und Sanität per Echtzeittext auf den Smartphones auch schriftlich erreichen. 
3 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Sicherheitstipps
Ist Biometrie sicher?
Viele Anwender nutzen Biometrie, um zum Beispiel das Smartphone per Gesichtserkennung oder das Notebook mittels Fingerscanner zu entsperren. Aber ist das wirklich sicher? Und wo lauern die Fallen?
9 Minuten
Publireportage
Ist öffentliches WLAN sicher? Das solltest du wissen
Öffentliche WLAN-Netze sind überall: in Flughäfen, Hotels, Bibliotheken, Einkaufszentren und vielen anderen Orten. Sich schnell und kostenlos mit dem Internet zu verbinden, war noch nie so einfach. Doch so praktisch diese Netzwerke auch sind – für Cyberkriminelle sind sie ein echtes Einfallstor.
3 Minuten
Vergabe der UKW-Konzessionen für Radios 2027 bis 2034
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat das Verfahren für die Vergabe der UKW-Funkkonzessionen zur Verbreitung von Radioprogrammen ab 2027 festgelegt. Die SRG und Privatradios mit Leistungsauftrag können auf Gesuch hin ihre bisherigen Frequenzen weiter nutzen. SRG vor UKW-Rückkehr?
3 Minuten
21. Apr 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare