Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Handy-Verbot im Klassenzimmer bringt nichts

Grundlegende Probleme bestehen laut Wissenschaftlern der Brock University auch bei Smartphone-Verbot im Klassenzimmer weiterhin fort.

Symbolbild

© (Quelle: Skyler Ewing/Pexels)

Ein Verbot von Mobiltelefonen in den Klassenzimmern würde zwar die Ablenkung im Unterricht verringern, doch viele der zugrundeliegenden Probleme, die sich auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen auswirken, könnten so nicht gelöst werden. Zu dem Schluss kommt Forscherin Naomi Andrews von der Brock University. Sie bezieht sich damit auf Bestrebungen in Ontario, ein solches Verbot durchzusetzen.

Ursachen bleiben unberücksichtigt

"Der Schwerpunkt scheint auf der Einführung eines Verbots und dessen Durchsetzung zu liegen, also auf den Strafen und Konsequenzen für die Nichteinhaltung der Richtlinie. Doch damit werden die Ursachen für die Konzentrationsschwierigkeiten der Jugendlichen im Klassenzimmer nicht angegangen, wie psychische Probleme, Beziehungsprobleme mit Gleichaltrigen oder die Abhängigkeit von sozialen Medien. Ein einfaches Verbot von Mobiltelefonen wird nicht all diese Probleme lösen, ebenso wenig wie die Einführung von Strafen für Schüler, die sich nicht daran halten", so Andrews.

Ein solches Verbot könne auch Mobbing nicht ausschalten. "Online-Mobbing kann aus vielen Gründen zwar problematischer sein als persönliches Mobbing, zum Beispiel weil die Mobber anonym bleiben können und weniger Empathie zeigen, da sie die Reaktion der Zielperson nicht sehen können. Es gibt jedoch Überschneidungen zwischen Cybermobbing und persönlichem Mobbing, sodass Mobbing im Klassenzimmer fortbestehen wird, auch wenn man keinen Zugang zu Handys hat, und es wird nach der Schule oder auf anderen Geräten weitergehen", betont die Wissenschaftlerin.

Schüler gehören besser unterstützt

Der Aufbau gesunder Beziehungen zwischen Gleichaltrigen ist gefragt: "Wir müssen den Ursachen für diese Probleme mehr Aufmerksamkeit schenken und die Schüler beim Erwerb wichtiger Kompetenzen unterstützen: Beim sozial-emotionalen Lernen, sozialer Medienkompetenz und Beziehungsfähigkeit", sagt sie. Kollege David Hutchison ergänzt, dass Eltern, Lehrer und Sozialdienstleister eine wichtige Rolle bei der Förderung der psychischen Gesundheit junger Menschen spielen sollten. "Schulen sollten sichere Räume für Schüler schaffen, in denen sie darüber diskutieren können, wie sich die Nutzung sozialer Medien und von Mobiltelefonen mit ihrer sozialen Identität und ihrem Selbstwertgefühl überschneidet." (pressetext.com)

Kommentare

Gesellschaft Smartphones
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Honor: Neue Oberklasse mit zwei Modellen der 600-Serie
Die neuen Honor-Smartphones 600 und 600 Pro sollen in der Oberklasse mit schnellen Snapdragon-Prozessoren und umfangreichen KI-Funktionen der Kameras punkten.
3 Minuten
6. Mai 2026
Echtzeittext - Bundesrat schafft Grundlage für neue Notruffunktion
Der Bundesrat hat mehrere Verordnungen angepasst, um ein sicheres Notrufsystem zu fördern. In Zukunft können Menschen in Notlage die Notdienste von Polizei, Feuerwehr und Sanität per Echtzeittext auf den Smartphones auch schriftlich erreichen. 
3 Minuten
Stromverbrauch und Effizienzpotenziale von Rechenzentren in der Schweiz
2024 betrug der Stromverbrauch der Rechenzentren in der Schweiz 2,1 TWh, was ungefähr 3,6 Prozent des Gesamtverbrauchs entspricht. Bis 2030 wird ein Anstieg des Stromverbrauchs der inländischen Rechenzentren auf 2,5 bis 3,2 TWh erwartet. 
3 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Sicherheitstipps
Ist Biometrie sicher?
Viele Anwender nutzen Biometrie, um zum Beispiel das Smartphone per Gesichtserkennung oder das Notebook mittels Fingerscanner zu entsperren. Aber ist das wirklich sicher? Und wo lauern die Fallen?
9 Minuten
Publireportage
Ist öffentliches WLAN sicher? Das solltest du wissen
Öffentliche WLAN-Netze sind überall: in Flughäfen, Hotels, Bibliotheken, Einkaufszentren und vielen anderen Orten. Sich schnell und kostenlos mit dem Internet zu verbinden, war noch nie so einfach. Doch so praktisch diese Netzwerke auch sind – für Cyberkriminelle sind sie ein echtes Einfallstor.
3 Minuten
Vergabe der UKW-Konzessionen für Radios 2027 bis 2034
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat das Verfahren für die Vergabe der UKW-Funkkonzessionen zur Verbreitung von Radioprogrammen ab 2027 festgelegt. Die SRG und Privatradios mit Leistungsauftrag können auf Gesuch hin ihre bisherigen Frequenzen weiter nutzen. SRG vor UKW-Rückkehr?
3 Minuten
21. Apr 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare