1981 - IBM lanciert den «Personal Computer»Am 12. August 1981 stellte schliesslich IBM in New York einen fertigen Allzweckrechner vor. Der schreibmaschinengrosse IBM 5150 samt Drucker, Bildschirm und Tastatur kam irgendwie doch noch zur rechten Zeit. Der PC kann aber nicht wirklich als eine Erfindung von IBM angesehen werden, sondern eher als schlagkräftige Antwort auf den bestehenden Markt der ersten «erschwinglichen» Kompaktrechner. Die Grundkonfiguration des IBM 5150, die in den Vereinigten Staaten für 3000 US-Dollar angeboten wurde (nach heutiger Kaufkraft 7600 Franken), hatte keine Festplatte, sondern nur ein Diskettenlaufwerk.
1983 – Debüt des Compaq PortableNur ein Jahr zuvor gegründet, wagt Compaq den ersten Schritt auf den Markt mit einem neuen PC – das erste, tragbare IBM-kompatible System und damit ein Vorläufer des modernen Mobile Computings. Compaq wurde daraufhin zu einer der grössten Firmen in der PC-Industrie – und zwei Jahrzehnte später von Hewlett-Packard (HP) aufgekauft.Bild: der Compaq Portable
1984 – Gründung von PCs LimitedEin College-Student namens Michael Dell gründet eine kleine Firma in seinem Zimmer im Studentenwohnheim: Dell. Er baut individuell zusammenstellbare PCs. Sein Unterfangen entwickelt sich zu einer der grössten Firmen in der Branche und weitet sich auch auf Drucker, Server und Netzwerkgeräte aus.
1985 – Windows 1.0 wird veröffentlichtErstmals munkelte man schon zwei Jahre zuvor über das mögliche Release einer Software namens Windows. Auch bis ins kommende Jahr hinein schenkt kaum jemand dem Programm Beachtung – niemand ahnt zu diesem Zeitpunkt, dass dieser eher plumpe, grafische Dateimanager sich einmal zum grössten und am weitesten verbreiteten Betriebssystem der Welt entwickeln würde.
1986 – Intel bringt den 386erDer erste 32-Bit-Prozessor, der 386er, kann auf scheinbar endlosen Speicher zugreifen – nun, zumindest für die damaligen Verhältnisse fühlte es sich ziemlich endlos an. Der 386er ist das Zugpferd für eine neue Generation von Software, darunter auch überarbeitete Versionen von Windows.
1987 – Startschuss für VGAVideo Graphics Array (VGA) kommt zusammen mit IBMs PS/2-Anschluss auf den Markt. VGA überlebt, wird ein neuer Standard und der kleinste gemeinsame Nenner von Windows, Grafikkarte und Monitor. Auch heute noch besitzen die meisten Monitore einen VGA-Anschluss.
1988 – EISA taucht aufKreiert als Antwort auf IBMs hauseigenes Micro-Channel-Interface, dient EISA in erster Linie dazu, ältere ISA (PC-AT)-Erweiterungskarten zu unterstützen. EISA beschert PC-Bauern einigen Erfolg, bis es von moderneren Standards (wie VESA, PCI und AGP) abgelöst wird.
1989 – HTML wird erfundenTim Berners-Lee entwickelt die Programmiersprache HyperText Markup Language – kurz HTML. Ein Jahr später benutzt er HTML, um den Kern dessen zu bilden, das später das World Wide Web wird.
1990 – Windows 3.0 kommt auf den MarktWindows 3.0 hat sich vom einfachen, grafischen Dateimanager zur verbreitetsten Art und Weise entwickelt, wie Menschen mit ihrem PC interagieren. Windows 3.0 verfügt über umwerfende 16 MB Speicher. Scharenweise Software-Verkäufer haben das neue Betriebssystem in ihren Händlerregalen stehen.
1991 – Geburt des PCI-AnschlussesDer Peripheral Component Interconnect (kurz PCI), entwickelt von Intel, erleichtert PC-Herstellern und -Nutzern das Leben beachtlich. PCI (der Vorläufer von PCI-Express) erlaubt die automatische Konfiguration von Interface-Karten, verbessert die Geschwindigkeit und erweitert die generelle Kompatibilität.
1992 – AMD darf geklonte x86er-CPUs verkaufenZehn Jahre zuvor, im Jahr 1982, lizenzierte Intel den Hersteller AMD, «geklonte» x86er-Chips zu produzieren. Im Jahr 1986 löst Intel diese Vereinbarung wieder auf, doch AMD fochte diese Entscheidung an und brach einen jahrelangen Rechtsstreit vom Zaun. 1992 ging dieser Streit zu Ende und AMD bekam vor Gericht das Recht zugesprochen, auch weiterhin x86er-CPUs zu produzieren und zu verkaufen. AMD als neuer Konkurrent brachte Intel schlussendlich dazu, seinen Pentium 4 zugunsten der leistungsstärkeren Core-CPUs abzustossen.
1993 – Veröffentlichung des Mosaic-WebbrowsersEntwickelt am National Center for Supercomputing Applications, ist der Mosaic Webbrowser zwar nicht der erste grafische Browser, wird aber schnell zum beliebtesten. Das machte Mosaic zum Vorreiter aller modernen Webbrowser. Mosaics leitender Programmierer, Marc Andreessen, gründete später Netscape.Bild: So sah der «Ur-Browser» aus
1994 – Start von Windows 95Windows 95 hat sich mittlerweile vom chancenlosen DOS-Konkurrenten zu einem vollständigen Betriebssystem gewandelt. Mit der Veröffentlichung von Windows 95 wird MS-DOS offiziell für tot erklärt. Dank cleverer Programmierung, beherrscht Windows 95 sowohl 32-Bit- als auch 16-Bit-Anwendungen. Eine der grössten Innovationen – die Nutzer am Anfang eher noch verwirrt – ist das Startmenü.
1995 – die ersten bedeutenden 3D-ChipsDie ersten 3D-Beschleuniger, die auch wirklich fürs PC-Gaming genutzt werden konnten – Rendition Vérité 1000 und 3dfx Voodoo –, markieren eine neue Ära von Grafikkarten. Ihre Entwicklung bedrängt die bis dato weitverbreiteten VGA- und «Windows Accelerator»-Karten.
1996 – USB taucht aufIm Gegensatz zu Serial- und Parallel-Ports, die gerne mal wählerisch sind, bedeutet USB den Schritt hin zu selbstkonfigurierenden Geräten und macht das Anschliessen von Tastaturen, Mäusen und Kameras an den PC zu einem echten Kinderspiel. Zudem entsteht ein komplett neuer Markt für USB-Flash-Speicher.
1997 – DVD-Player und -Disks im HandelDVD-Laufwerke werden Bestandteil vieler PCs, lösen so die ausgedienten CD-Laufwerke ab und werden nahezu überall auf der Welt zum neuen Standard für optische Laufwerke – ein Schritt, den spätere Blu-ray-Laufwerke nicht schaffen.
1998 – DMCA wird verabschiedetIn den USA wird der Digital Millennium Copyright Act verabschiedet – ein umstrittenes Gesetz, das unter anderem die Rechte von Copyright-Inhabern stärkt. Es kriminalisiert die Produktion und Verbreitung von Technologien, Geräten und Diensten, die den Kopierschutz eines Produkts knacken – auch, wenn dabei das Copyright selbst gar nicht verletzt wird. In der Europäischen Union wurde im Jahr 2001 mit der Richtlinie 2001/29/EG ein ähnliches Gesetz verabschiedet.
1999 – Ratifizierung der 802.11a/b-StandardsDer erste 802.11-Standard für kabellose Netzwerke wird eingeführt – parallel dazu wird die Wi-Fi-Alliance gegründet, um Produkte auf Basis dieses Standards zu zertifizieren und bewerben. Wi-Fi entwickelt sich später zu einer der Netzwerktechnologien mit der grössten Verbreitung und Akzeptanz und ist sowohl bei Firmen als auch bei Privatnutzern ausgesprochen beliebt.
2000 – Electronic Arts veröffentlicht «Die Sims»Erdacht von Will Wright wird im PC-Spiel «Die Sims» der Alltag virtueller Personen simuliert. Auch wenn das Gameplay eher steril und ein wenig einschläfernd ist, besteigt «Die Sims» schnell den Thron des meistverkauften Computerspiels aller Zeiten und verschlingt Unmengen an Spielzeit, während die Spieler versuchen, den Alltag ihrer virtuellen Menschen kontinuierlich zu verbessern.
2001 – Windows XP kommtWindows XP vereint Windows 2000 und ME in einem 32-Bit-Betriebssystem und wird so zum erfolgreichsten Betriebssystem in der Geschichte von Microsoft.
2002 – Debüt der Tablet-PCsAuch wenn schon vorher Tablets existiert haben, erlangen sie erst 2002 mit Microsofts Windows XP Tablet PC Edition grössere Aufmerksamkeit in der Bevölkerung. Zwar schaffen sie es noch nicht, sich auf dem Markt zu etablieren, ganz im Gegenteil: Sie sind ein ziemlicher Flop, legen aber den Grundstein für die aktuellen Windows-8-Tablets.
2003 – AMD bringt die erste 64-Bit-x86er-CPUAMD kommt Intel zuvor und bringt als erster Konzern die Athlon-64-CPU auf den Markt, die sowohl 64-Bit-Register als auch 64-Bit-Speicher in ihrer Architektur bietet. Microsoft startet daraufhin die Entwicklung einer Windows-Version mit 64-Bit-Unterstützung – Intel bringt sein eigenes x86er-64-Produkt erst zwei Jahre später auf den Markt.
2004 – Verkaufsstart des Intel Pentium MEntwickelt von Intels Design-Team in Israel, ist die Pentium-M-CPU eine stark modifizierte Version des Pentium 3 mit Fokus auf Leistungseffizienz statt hoher Taktung – und damit ein starker Gegensatz zu Intels Pentium 4. Der M-Prozessor wird zum Vorläufer der Core-Reihe des Herstellers.
2005 – Apple wechselt zu Intel-CPUsBisher hatte sich Hersteller Apple bei seinen Heim-PCs auf CPUs von PowerPCs verlassen. Jetzt allerdings steht Apple mit dieser Wahl leistungstechnisch vor einer Einbahnstrasse – und wechselt daher zu den Intel-Prozessoren. Auch Apples Betriebssysteme und Software werden nun nativ an die Intel-Architektur angepasst.
2006 – Intel bringt Core 2 Duo auf den MarktDer Chip-Hersteller Intel trägt seine Pentium-4-Architektur mit der neuen Core 2 Duo CPU endgültig zu Grabe. Obwohl der neue Prozessor sogar niedriger getaktet ist als sein Vorgänger, schafft es Core 2 Duo dank effizienterem Befehlsvorrat, seinem Konkurrenten AMD die Leistungskrone wieder zu entreissen. Core 2 Duo braucht deutlich weniger Energie und produziert weniger Abwärme als AMD-Prozessoren.
2007 – Premiere des Apple iPhoneApples iPhone hat unbestritten den Begriff «Smartphones» (mit)geprägt. Das iPhone erfreute sich grosser Beliebtheit. Auch Microsoft erkennt das Potenzial und bringt später Touch-Funktionen und vereinfachte Nutzersteuerung in seine PC- und mobilen Betriebssysteme ein.
2008 – Laptops verkaufen sich besser als DesktopsMobilität wird in diesem Jahr zum primären Fokus für Computerhersteller – insbesondere, weil die starke Verbreitung von Wi-Fi und die sinkenden Preise immer mehr Menschen dazu bringen, sich einen Laptop zuzulegen. In manchen Haushalten ist der Laptop nun der einzige vorhandene PC.
2009 – Release von Windows 7Nach dem Versagen von Windows Vista will Windows 7 das Comeback sein, das Microsoft so dringend braucht. Mit dem schnittigen Design und der grösseren Bedarfssteuerung will Microsoft nahtlos an den Erfolg von Windows XP anknüpfen. Windows 7 vollführt ausserdem den Wechsel von 32-Bit- zu 64-Bit-Computing: Es werden deutlich mehr 64-Bit-Versionen verkauft als 32-Bit-Versionen des Betriebssystems.
2010 – Apple bringt das iPadIm Gegensatz zu Microsofts vergeblichen Mühen, interessante Versionen seiner Tablet-PCs an den Mann zu bringen, schafft es Apple, den Markt quasi über Nacht zu dominieren. Der Schlüssel zum Erfolg: Das iPad ist kein PC, der sich wie ein Tablet verhält, sondern ein Tablet durch und durch. Zudem haben Nutzer die Möglichkeit, zwischen zahlreichen Apps für wenig bis gar kein Geld zu wählen – und das Apps-Ökosystem vergrössert sich nach wie vor.
2011 – Intel entwickelt UltrabooksIntel entwickelt Ultrabooks: Angestachelt durch das Versagen der PC-Hersteller, Apples MacBook Air erfolgreich zu kopieren, erdenkt Intel grobe Richtlinien für ultraportable PCs: die Ultrabook-Standards. Mit einer starken Finanzspritze hilft der Konzern Firmen dabei, die neuen Laptops zu entwerfen und zu bauen. Die Verkäufe von Ultrabooks stellen sich bislang zwar als zweischneidiges Schwert heraus, vom Markt verschwinden werden die ultraflachen und ultraleichten Laptops aber vorerst nicht.
2012 – Debüt von Windows 8Das zwiespältigste Betriebssystem seit Windows 95 ist Windows 8. Es führt den Microsoft Store für Apps ein und wirft das Startmenü zugunsten eines Startbildschirms über Bord, der das gesamte Display belegt. Windows 8 war eine einzige Kontroverse: Entweder man hasste es oder man liebte es.
1981 - IBM lanciert den «Personal Computer»Am 12. August 1981 stellte schliesslich IBM in New York einen fertigen Allzweckrechner vor. Der schreibmaschinengrosse IBM 5150 samt Drucker, Bildschirm und Tastatur kam irgendwie doch noch zur rechten Zeit. Der PC kann aber nicht wirklich als eine Erfindung von IBM angesehen werden, sondern eher als schlagkräftige Antwort auf den bestehenden Markt der ersten «erschwinglichen» Kompaktrechner. Die Grundkonfiguration des IBM 5150, die in den Vereinigten Staaten für 3000 US-Dollar angeboten wurde (nach heutiger Kaufkraft 7600 Franken), hatte keine Festplatte, sondern nur ein Diskettenlaufwerk.
1983 – Debüt des Compaq PortableNur ein Jahr zuvor gegründet, wagt Compaq den ersten Schritt auf den Markt mit einem neuen PC – das erste, tragbare IBM-kompatible System und damit ein Vorläufer des modernen Mobile Computings. Compaq wurde daraufhin zu einer der grössten Firmen in der PC-Industrie – und zwei Jahrzehnte später von Hewlett-Packard (HP) aufgekauft.Bild: der Compaq Portable
1984 – Gründung von PCs LimitedEin College-Student namens Michael Dell gründet eine kleine Firma in seinem Zimmer im Studentenwohnheim: Dell. Er baut individuell zusammenstellbare PCs. Sein Unterfangen entwickelt sich zu einer der grössten Firmen in der Branche und weitet sich auch auf Drucker, Server und Netzwerkgeräte aus.
1985 – Windows 1.0 wird veröffentlichtErstmals munkelte man schon zwei Jahre zuvor über das mögliche Release einer Software namens Windows. Auch bis ins kommende Jahr hinein schenkt kaum jemand dem Programm Beachtung – niemand ahnt zu diesem Zeitpunkt, dass dieser eher plumpe, grafische Dateimanager sich einmal zum grössten und am weitesten verbreiteten Betriebssystem der Welt entwickeln würde.
1986 – Intel bringt den 386erDer erste 32-Bit-Prozessor, der 386er, kann auf scheinbar endlosen Speicher zugreifen – nun, zumindest für die damaligen Verhältnisse fühlte es sich ziemlich endlos an. Der 386er ist das Zugpferd für eine neue Generation von Software, darunter auch überarbeitete Versionen von Windows.
1987 – Startschuss für VGAVideo Graphics Array (VGA) kommt zusammen mit IBMs PS/2-Anschluss auf den Markt. VGA überlebt, wird ein neuer Standard und der kleinste gemeinsame Nenner von Windows, Grafikkarte und Monitor. Auch heute noch besitzen die meisten Monitore einen VGA-Anschluss.
1988 – EISA taucht aufKreiert als Antwort auf IBMs hauseigenes Micro-Channel-Interface, dient EISA in erster Linie dazu, ältere ISA (PC-AT)-Erweiterungskarten zu unterstützen. EISA beschert PC-Bauern einigen Erfolg, bis es von moderneren Standards (wie VESA, PCI und AGP) abgelöst wird.
1989 – HTML wird erfundenTim Berners-Lee entwickelt die Programmiersprache HyperText Markup Language – kurz HTML. Ein Jahr später benutzt er HTML, um den Kern dessen zu bilden, das später das World Wide Web wird.
1990 – Windows 3.0 kommt auf den MarktWindows 3.0 hat sich vom einfachen, grafischen Dateimanager zur verbreitetsten Art und Weise entwickelt, wie Menschen mit ihrem PC interagieren. Windows 3.0 verfügt über umwerfende 16 MB Speicher. Scharenweise Software-Verkäufer haben das neue Betriebssystem in ihren Händlerregalen stehen.
1991 – Geburt des PCI-AnschlussesDer Peripheral Component Interconnect (kurz PCI), entwickelt von Intel, erleichtert PC-Herstellern und -Nutzern das Leben beachtlich. PCI (der Vorläufer von PCI-Express) erlaubt die automatische Konfiguration von Interface-Karten, verbessert die Geschwindigkeit und erweitert die generelle Kompatibilität.
1992 – AMD darf geklonte x86er-CPUs verkaufenZehn Jahre zuvor, im Jahr 1982, lizenzierte Intel den Hersteller AMD, «geklonte» x86er-Chips zu produzieren. Im Jahr 1986 löst Intel diese Vereinbarung wieder auf, doch AMD fochte diese Entscheidung an und brach einen jahrelangen Rechtsstreit vom Zaun. 1992 ging dieser Streit zu Ende und AMD bekam vor Gericht das Recht zugesprochen, auch weiterhin x86er-CPUs zu produzieren und zu verkaufen. AMD als neuer Konkurrent brachte Intel schlussendlich dazu, seinen Pentium 4 zugunsten der leistungsstärkeren Core-CPUs abzustossen.
1993 – Veröffentlichung des Mosaic-WebbrowsersEntwickelt am National Center for Supercomputing Applications, ist der Mosaic Webbrowser zwar nicht der erste grafische Browser, wird aber schnell zum beliebtesten. Das machte Mosaic zum Vorreiter aller modernen Webbrowser. Mosaics leitender Programmierer, Marc Andreessen, gründete später Netscape.Bild: So sah der «Ur-Browser» aus
1994 – Start von Windows 95Windows 95 hat sich mittlerweile vom chancenlosen DOS-Konkurrenten zu einem vollständigen Betriebssystem gewandelt. Mit der Veröffentlichung von Windows 95 wird MS-DOS offiziell für tot erklärt. Dank cleverer Programmierung, beherrscht Windows 95 sowohl 32-Bit- als auch 16-Bit-Anwendungen. Eine der grössten Innovationen – die Nutzer am Anfang eher noch verwirrt – ist das Startmenü.
1995 – die ersten bedeutenden 3D-ChipsDie ersten 3D-Beschleuniger, die auch wirklich fürs PC-Gaming genutzt werden konnten – Rendition Vérité 1000 und 3dfx Voodoo –, markieren eine neue Ära von Grafikkarten. Ihre Entwicklung bedrängt die bis dato weitverbreiteten VGA- und «Windows Accelerator»-Karten.
1996 – USB taucht aufIm Gegensatz zu Serial- und Parallel-Ports, die gerne mal wählerisch sind, bedeutet USB den Schritt hin zu selbstkonfigurierenden Geräten und macht das Anschliessen von Tastaturen, Mäusen und Kameras an den PC zu einem echten Kinderspiel. Zudem entsteht ein komplett neuer Markt für USB-Flash-Speicher.
1997 – DVD-Player und -Disks im HandelDVD-Laufwerke werden Bestandteil vieler PCs, lösen so die ausgedienten CD-Laufwerke ab und werden nahezu überall auf der Welt zum neuen Standard für optische Laufwerke – ein Schritt, den spätere Blu-ray-Laufwerke nicht schaffen.
1998 – DMCA wird verabschiedetIn den USA wird der Digital Millennium Copyright Act verabschiedet – ein umstrittenes Gesetz, das unter anderem die Rechte von Copyright-Inhabern stärkt. Es kriminalisiert die Produktion und Verbreitung von Technologien, Geräten und Diensten, die den Kopierschutz eines Produkts knacken – auch, wenn dabei das Copyright selbst gar nicht verletzt wird. In der Europäischen Union wurde im Jahr 2001 mit der Richtlinie 2001/29/EG ein ähnliches Gesetz verabschiedet.
1999 – Ratifizierung der 802.11a/b-StandardsDer erste 802.11-Standard für kabellose Netzwerke wird eingeführt – parallel dazu wird die Wi-Fi-Alliance gegründet, um Produkte auf Basis dieses Standards zu zertifizieren und bewerben. Wi-Fi entwickelt sich später zu einer der Netzwerktechnologien mit der grössten Verbreitung und Akzeptanz und ist sowohl bei Firmen als auch bei Privatnutzern ausgesprochen beliebt.
2000 – Electronic Arts veröffentlicht «Die Sims»Erdacht von Will Wright wird im PC-Spiel «Die Sims» der Alltag virtueller Personen simuliert. Auch wenn das Gameplay eher steril und ein wenig einschläfernd ist, besteigt «Die Sims» schnell den Thron des meistverkauften Computerspiels aller Zeiten und verschlingt Unmengen an Spielzeit, während die Spieler versuchen, den Alltag ihrer virtuellen Menschen kontinuierlich zu verbessern.
2001 – Windows XP kommtWindows XP vereint Windows 2000 und ME in einem 32-Bit-Betriebssystem und wird so zum erfolgreichsten Betriebssystem in der Geschichte von Microsoft.
2002 – Debüt der Tablet-PCsAuch wenn schon vorher Tablets existiert haben, erlangen sie erst 2002 mit Microsofts Windows XP Tablet PC Edition grössere Aufmerksamkeit in der Bevölkerung. Zwar schaffen sie es noch nicht, sich auf dem Markt zu etablieren, ganz im Gegenteil: Sie sind ein ziemlicher Flop, legen aber den Grundstein für die aktuellen Windows-8-Tablets.
2003 – AMD bringt die erste 64-Bit-x86er-CPUAMD kommt Intel zuvor und bringt als erster Konzern die Athlon-64-CPU auf den Markt, die sowohl 64-Bit-Register als auch 64-Bit-Speicher in ihrer Architektur bietet. Microsoft startet daraufhin die Entwicklung einer Windows-Version mit 64-Bit-Unterstützung – Intel bringt sein eigenes x86er-64-Produkt erst zwei Jahre später auf den Markt.
2004 – Verkaufsstart des Intel Pentium MEntwickelt von Intels Design-Team in Israel, ist die Pentium-M-CPU eine stark modifizierte Version des Pentium 3 mit Fokus auf Leistungseffizienz statt hoher Taktung – und damit ein starker Gegensatz zu Intels Pentium 4. Der M-Prozessor wird zum Vorläufer der Core-Reihe des Herstellers.
2005 – Apple wechselt zu Intel-CPUsBisher hatte sich Hersteller Apple bei seinen Heim-PCs auf CPUs von PowerPCs verlassen. Jetzt allerdings steht Apple mit dieser Wahl leistungstechnisch vor einer Einbahnstrasse – und wechselt daher zu den Intel-Prozessoren. Auch Apples Betriebssysteme und Software werden nun nativ an die Intel-Architektur angepasst.
2006 – Intel bringt Core 2 Duo auf den MarktDer Chip-Hersteller Intel trägt seine Pentium-4-Architektur mit der neuen Core 2 Duo CPU endgültig zu Grabe. Obwohl der neue Prozessor sogar niedriger getaktet ist als sein Vorgänger, schafft es Core 2 Duo dank effizienterem Befehlsvorrat, seinem Konkurrenten AMD die Leistungskrone wieder zu entreissen. Core 2 Duo braucht deutlich weniger Energie und produziert weniger Abwärme als AMD-Prozessoren.
2007 – Premiere des Apple iPhoneApples iPhone hat unbestritten den Begriff «Smartphones» (mit)geprägt. Das iPhone erfreute sich grosser Beliebtheit. Auch Microsoft erkennt das Potenzial und bringt später Touch-Funktionen und vereinfachte Nutzersteuerung in seine PC- und mobilen Betriebssysteme ein.
2008 – Laptops verkaufen sich besser als DesktopsMobilität wird in diesem Jahr zum primären Fokus für Computerhersteller – insbesondere, weil die starke Verbreitung von Wi-Fi und die sinkenden Preise immer mehr Menschen dazu bringen, sich einen Laptop zuzulegen. In manchen Haushalten ist der Laptop nun der einzige vorhandene PC.
2009 – Release von Windows 7Nach dem Versagen von Windows Vista will Windows 7 das Comeback sein, das Microsoft so dringend braucht. Mit dem schnittigen Design und der grösseren Bedarfssteuerung will Microsoft nahtlos an den Erfolg von Windows XP anknüpfen. Windows 7 vollführt ausserdem den Wechsel von 32-Bit- zu 64-Bit-Computing: Es werden deutlich mehr 64-Bit-Versionen verkauft als 32-Bit-Versionen des Betriebssystems.
2010 – Apple bringt das iPadIm Gegensatz zu Microsofts vergeblichen Mühen, interessante Versionen seiner Tablet-PCs an den Mann zu bringen, schafft es Apple, den Markt quasi über Nacht zu dominieren. Der Schlüssel zum Erfolg: Das iPad ist kein PC, der sich wie ein Tablet verhält, sondern ein Tablet durch und durch. Zudem haben Nutzer die Möglichkeit, zwischen zahlreichen Apps für wenig bis gar kein Geld zu wählen – und das Apps-Ökosystem vergrössert sich nach wie vor.
2011 – Intel entwickelt UltrabooksIntel entwickelt Ultrabooks: Angestachelt durch das Versagen der PC-Hersteller, Apples MacBook Air erfolgreich zu kopieren, erdenkt Intel grobe Richtlinien für ultraportable PCs: die Ultrabook-Standards. Mit einer starken Finanzspritze hilft der Konzern Firmen dabei, die neuen Laptops zu entwerfen und zu bauen. Die Verkäufe von Ultrabooks stellen sich bislang zwar als zweischneidiges Schwert heraus, vom Markt verschwinden werden die ultraflachen und ultraleichten Laptops aber vorerst nicht.
2012 – Debüt von Windows 8Das zwiespältigste Betriebssystem seit Windows 95 ist Windows 8. Es führt den Microsoft Store für Apps ein und wirft das Startmenü zugunsten eines Startbildschirms über Bord, der das gesamte Display belegt. Windows 8 war eine einzige Kontroverse: Entweder man hasste es oder man liebte es.
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