Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Radiokohlenstoff liefert Akkustrom für immer

Batterien, die E-Autos zehntausende Kilometer fahren lassen und Smartphones ein Leben lang mit Strom versorgen, ohne sie aufladen zu müssen: Das verspricht Su-Il In vom Daegu Gyeongbuk Institute of Science & Technology.

Nuklearbatterie: Neuentwicklung passt selbst in kleinste Geräte hinein

© (Quelle: dgist.ac.kr)

Der Forscher hat mit seinem Team eine Batterie entwickelt, die den radioaktiven Zerfall des Kohlenstoffisotops 14 (C14) zur Stromerzeugung nutzt.

Elektronenemission angeregt

Das Isotop, das auch Radiokohlenstoff genannt wird, hat eine Halbwertzeit von 5.730 Jahren. In dieser Zeit zerfällt die Hälfte davon unter Aussendung von Elektronen und Antineutrinos. Die Elektronen treffen in der Nuklearbatterie auf einen Farbstoff, der in einen Halbleiter eingebettet ist und durch die Betastrahlen zur Emission von Elektronen angeregt wird.

Diese formen sich zu elektrischem Strom, der Elektromotoren antreiben und Smartphones klingeln lässt. Um die Stromerzeugungsrate zu verbessern, setzen die Experten auf einen Halbleiter aus Titandioxid - ein Material, das oft als Weissmacher in Farben und als Photokatalysator genutzt wird. Die Forscher sensibilisierten das Material mit einem Farbstoff auf Rutheniumbasis. Sie verstärkten die Bindung zwischen dem Titandioxid und dem Farbstoff durch eine Behandlung mit Zitronensäure.

Titandioxid sammelt Elektronen

Kollidieren Betastrahlen aus Radiokohlenstoff mit dem behandelten Farbstoff auf Rutheniumbasis, sendet es eine ganze Wolke von Elektronen aus, die das Titandioxid sammelt, sodass sie als elektrischer Strom nutzbar sind. In hat C14 ausgewählt, weil es ausschliesslich Betastrahlen, also Elektronen und Antineutrinos, freisetzt. Anders als Alpha- und Gammastrahlen lassen diese sich leicht bändigen, sodass sie keine gesundheitlichen Probleme bei den Nutzern heraufbeschwören.

Dünne Bleche aus Aluminium reichen, um diese Strahlen abzuschirmen. "Wir können diese Batterien so klein bauen, dass sie in Geräte von der Grösse eines Fingers passen", sagt In. C14 ist übrigens ein Abfallprodukt im Atommüll, der in Kernreaktoren anfällt. Den Batterierohstoff daraus zu entfernen, ist allerdings ein höchst aufwendiges Unterfangen.

Taiwanesische Wissenschaftler haben ebenfalls eine Nuklearbatterie entwickelt, die auf dem radioaktiven Material Americium basiert, das ebenfalls im Atommüll zu finden ist. Dessen Strahlung lässt einen Kristall fluoreszieren. Das entstehende Licht wird in einer Solarzelle in Strom umgewandelt, wie pressetext berichtete. (pressetext.com)

Kommentare

Forschung Nachhaltigkeit
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Fun
Mini-Cup-Game in der Google-Suche spielen
So finden Sie das Easter Egg von Google und üben sich im Elfmeterschiessen.
2 Minuten
19. Jun 2026
AI Frontier Hackathon
Neurodiverse IT-Lernende entwickeln bei Microsoft eigene KI-Agenten
Über 40 neurodiverse IT-Lernende und Ausbildner, darunter Lernende im Autismus-Spektrum und mit ADHS, entwickelten beim AI Frontier Hackathon von Kauz Informatik Medien AG und Microsoft Schweiz eigene KI-Agenten.
3 Minuten
21. Jun 2026
Die besten PCtipp-Artikel aus der Kalenderwoche 24
In der Kalenderwoche 24 vom 08. bis zum 14. Juni 2026 standen die Artikel «Ubuntu 26.04 LTS ist da!» und «Mini-Cup-Game in der Google-Suche spielen» ganz oben in der Gunst unserer Leserschaft.  
2 Minuten
19. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

NFC-Angriffe auf Android verdreifacht
Cyberkriminelle nutzen zunehmend NFC-Technologie, um Bankdaten von Android-Nutzern zu stehlen. Die Angriffszahlen sind in wenigen Monaten dramatisch gestiegen.
2 Minuten
28. Mai 2026
Smartphones
Die 7 besten Handys für jeden Bedarf
Für viele ist das Smartphone ein unverzichtbarer Begleiter im Alltag. Dabei ist die Auswahl am Markt gigantisch: Onlineshops wie Galaxus listen mehrere tausend Geräte und Varianten von weniger als 100 bis zu mehr als 2000 Franken. Eine Entscheidungshilfe.
6 Minuten
4. Jun 2026
Radios können Gesuche einreichen
BAKOM publiziert UKW-Frequenzen
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat am 28. Mai 2026 die Frequenzpakete für die Verbreitung von UKW publiziert.
2 Minuten
29. Mai 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare