Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Roboter gleitet auf "Schleimersatz" nach oben

Schnecken dienen den Robotik-Wissenschaftlern der University of Bristol als Vorbild für zukünftige Maschinen.
© (Quelle: Tianqi Yue, bristol.ac.uk)

Für den neuen "Schneckenroboter" von Forschern der University of Bristol sind senkrechte Wände kein Hindernis. Er gleitet dabei genauso wie das Weichtier, nachdem er benannt ist. "Schnecken haben ein stabiles adhäsives Gleitverhalten, auch wenn sie eine schwere Nutzlast tragen, in diesem Fall ein Gehäuse. Inspiriert davon haben wir einen gleitenden Saugmechanismus gebaut, der unseren Roboter wie eine Schnecke gleiten lässt", so Forschungsleiter Tianqi Yue.

Schleim entscheidend

Schnecken können mit nur einem einzigen Saugnapf trotz hoher Traglast stabil über eine Oberfläche gleiten. Dieser effiziente adhäsive Fortbewegungsmechanismus ist das Vorbild für Kletterroboter der nächsten Generation. Der entscheidende Faktor für das gleitende Saugverhalten der Schnecken ist die Schleimabsonderung, die die Reibung verringert und die Saugkraft verstärkt.

Das Team setzt Wasser als Ersatzschleim ein, der dem Roboter beim Gleiten hilft, ohne dass der Sog abbricht. Die Experten haben die Materialien des Saugnapfes optimiert und ein mechatronischen System des Roboters entworfen. Anhand praktischer Anwendungen konnte der Roboter demonstrieren, wie das Tragen einer ein Kilogramm schweren Masse, das ist zehnmal mehr als das Eigengewicht, und das Ausweichen vor Hindernissen funktioniert.

Inspektion ohne Limits

"Unser Roboter ist schnell und haftet sicher", sagt Yue. Zurück bleibe lediglich ein dünner Wasserfilm, der schnell verdunste. Die Maschine könne sich sogar kopfüber an senkrechten Wänden bewegen. Nach Yues Vorstellung ist der Schneckenroboter zur autonomen Inspektion von schwer zugänglichen Oberflächen wie den Flügeln von Windturbinen, Schiffsrümpfen, Flugzeugen und Glasfenstern von Wolkenkratzern geeignet.

Roboter, die senkrechte Wände erklimmen können, sind heutzutage mit Beinen ausgestattet, deren Füsse Säugnäpfe oder Elektromagnete enthalten. Diese werden abwechselnd ein- und ausgeschaltet, sodass sich der Roboter schrittweise emporarbeitet. Dazu ist sehr viel mehr Energie nötig als für den gleitenden Saugmechanismus des Schneckenroboters. (pressetext.com)

Kommentare

Robotik Forschung
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

MediaMarktSaturn führt mobiles Bezahlen in 400 Märkten ein
Verkäufer können Zahlungen jetzt direkt am Regal oder im Servicebereich entgegennehmen. Nach einer Pilotphase dauerte der bundesweite Rollout in Deutschland nur 48 Stunden.
3 Minuten
iWay senkt bei Glasfaser-Abos Preise und erhöht Geschwindigkeiten
Glasfaser bei iWay wird schneller oder günstiger, bei Neubestellungen entfällt ab sofort bei allen Abos für Internet, TV, Mobile und Telefonie die Mindestvertragsdauer.
2 Minuten
Neue Schweizer biometrische Identitätskarte erhältlich
Die neue biometrische Schweizer Identitätskarte ist seit dem 2. November 2026, erhältlich. Sie bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene, entspricht den europäischen Standards und ist eine zukunftsorientierte Lösung für Reisen in die Europäische Union (EU).
3 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Der Zenit für Gamer, Cosplayer und Fans von Star Wars
Fantasy Basel 2024: der grosse Rückblick
Sie war auch dieses Jahr die wichtigste Messe für Gamer, Cosplayer oder einfach für alle, die galaktische und fantastische Geschichten lieben. PCtipp hat die coolsten Bilder auf der Fantasy Basel 2024, der grössten Schweizer Comic Con, gesammelt.
3 Minuten
13. Mai 2024
Kritische Schwachstellen in PHP - Sicherheitsupdates sofort einspielen
Zwei kritische Schwachstellen in PHP können Angreifern ermöglichen, ohne Anmeldung Schadcode auf betroffenen Servern auszuführen. Sicherheitsupdates sind jetzt verfügbar. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) empfiehlt, betroffene Systeme unverzüglich zu aktualisieren.
2 Minuten
21. Okt 2026
Sprachbarrieren überwinden
Alertswiss informiert, warnt und alarmiert neu auch in Leichter Sprache
Hunderttausenden Menschen in der Schweiz fällt das Lesen schwer. Informationen, Warnungen und Alarmmeldungen müssen aber auch für sie verständlich sein. Deshalb bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) Meldungen in der Alertswiss-App neu auch in Leichter Sprache an.
4 Minuten
21. Okt 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare