Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Treibstoffproduktion auf dem Mars möglich

Forscher der University of British Columbia (UBC) bauen derzeit einen Reaktor, der auf dem Mars eines Tages aus CO2 und Wasser in Form von Eis sowie Solarenergie Treibstoff produziert.

Thermoelectric CO(2) electrolysis to help colonize Mars.

© (Quelle: Laoise Mac Gabhann)

Ausser Raketentreibstoff wollen die Experten aus den gleichen Rohstoffen auch Kunststoffe und Zucker herstellen. Das Nebenprodukt Sauerstoff werden sie schlussendlich selbst einatmen.

Ausreichend Temperaturdifferenz

Laut Forschungsleiter Abhishek Soni ist ausser den Rohstoffen ein Temperaturunterschied von mindestens 50 Grad Celsius vorhanden. "Nehmen wir einmal an, dass es eines Tages einen Biodom für die menschliche Besiedlung geben wird. Es gibt Raumtemperatur und dann minus 15 bis minus 120 Grad Celsius auf dem Mars. Das reicht aus, um diese CO2-Elektrolyseure mit Strom zu versorgen", so Soni.

Thermoelektrische Generatoren bestehen aus unterschiedlichen Metallen, zwischen denen sich eine Spannung aufbaut, wenn sie an der einen Seite gekühlt und an der anderen Seite erwärmt werden. Diese Spannung lässt sich als elektrischer Strom nutzen, der in den Reaktor fliesst. Je grösser der Temperaturunterschied, desto mehr Strom wird produziert, beschreibt Sonis Kollege Curtis Berlinguette.

Kerosin aus der Luft an Flughäfen

In einem Labor an der UBC verwenden die Forscher ein Eisbad und Heizplatten, um Temperaturunterschiede zu simulieren, wie sie auf dem Mars herrschen. Als sie ihren Reaktor an diesen Temperaturgradienten anschlossen, stellten sie fest, dass er einen Strom erzeugt, der ausreicht, um einen Reaktor zu Produktion verschiedener Produkte aus CO2 und Wasser zu versorgen.

Die Technik wollen die Forscher auch auf der Erde einsetzen, allerdings mit Strom aus Solar- und Windkraftwerken. Sie haben bereits das Start-up Sora Fuel mit Sitz in Cambridge gegründet, das sich die Herstellung kohlenstoffneutraler Kraftstoffe zum Ziel gesetzt hat. Sie wollen CO2 aus der Luft in der Nähe von Flughäfen mit Wasser in erschwinglichen, kohlenstoffneutralen Flugzeugtreibstoff umwandeln. (pressetext.com)

Kommentare

Forschung
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Amazon plant offenbar ein eigenes Smartphone
Amazon entwickelt offenbar ein eigenes Smartphone. Das berichtet Reuters unter Berufung auf Insider im Unternehmen. Es wäre der zweite Anlauf in diesem Segment für den Web-Riesen.
2 Minuten
23. Mär 2026
«ZüriA»
Stadt Zürich lanciert eigene KI-Assistenz
Seit Kurzem steht den Mitarbeitenden der Stadt Zürich mit «ZüriA» eine KI-Assistenz zur Verfügung, die die Bearbeitung von internen, vertraulichen und streng vertraulichen Informationen ermöglicht.
2 Minuten
18. Mär 2026
Apple-Ecke
iCloud-Backups: wenig Aufwand, viel Wirkung
Apples iCloud ist kein Ersatz für klassische Backups. Doch mit dem richtigen Ansatz wird sie zur wichtigsten Verteidigungslinie gegen Datenverlust. Mit den folgenden Einstellungen werden wasserdichte Sicherheitskopien bei minimalem Aufwand realisiert.
6 Minuten
19. Mär 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Künstliche Intelligenz
KI-Tools verhindern das Lernen am Arbeitsplatz
Berufseinsteiger erledigen an ihrem ersten Arbeitsplatz wegen Künstlicher Intelligenz (KI) immer weniger Routineaufgaben und erwerben auch nicht mehr nebenbei spezielle Qualifikationen durch die Zusammenarbeit mit erfahrenen Kollegen.
3 Minuten
Smartphone
Vivo bringt Zeiss-Kameras in die Mittelklasse
Vivo hat zwei Smartphones der neuen V70-Serie gezeigt, die auch nach Deutschland und in die Schweiz kommen könnten. Sie sollen mit Zeiss-Technologie bei den Kameras punkten.
2 Minuten
24. Feb 2026
Forschung
Strahlenresistente Elektronik für das All kreiert
Laut Forschern der Fudan-Universität eignen sich Schichten aus Molybdändisulfid für strahlungsbeständige Elektronik in Raumfahrzeugen.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare